Nachruf

Albrecht von Pflug

Abschied von einer großen Persönlichkeit, einem echten Touristiker und wahren Menschen – Albrecht von Pflug hat am 30. November 2021 im Alter von 91 Jahren die Bühne des Lebens für immer verlassen. 

„Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen“, so steht es auf der Parte geschrieben und besser kann man den Menschen Albrecht von Pflug auch nicht beschreiben. Ich durfte Albrecht von Pflug anlässlich des 35-Jahr-Jubiläums des traveller persönlich näher kennenlernen, gekannt habe ich den Mann mit dem dichten, schlohweißen Haar, den strahlenden Augen und einem stets spitzbübischen Lächeln auf den Lippen natürlich schon davor, denn „der Pflugi“ – so die liebevolle Bezeichnung des Grandseigneurs der Reisebranche – war einfach ein Begriff. Als ich ihm dann jedoch zu besagtem Anlass in seiner Wiener Wohnung auf der Hohen Warte gegenüberstand, war die Warmherzigkeit und Offenheit sofort spürbar.

Albrecht von Pflug führte mich also – zwecks Recherche – durch sein „Neckermann-Reich“ und stopfte mich förmlich mit seinen unzähligen Erlebnissen und Schnurren aus seinen erfolgreichen Zeiten als Neckermann-Boss, vor allem aber über „seine“ große Liebe, über „sein“ Mallorca und ganz Spanien voll. Seine Leidenschaft für den Tourismus war unverändert groß und wurde vielleicht nur für das Spiel mit dem kleinen weißen Ball übertroffen. Von Pflug war nämlich leidenschaftlicher Golfer, was man ja bekanntermaßen gerade in Spanien und auf Mallorca – wo er auch eine Finca besaß – auf zahlreichen Top-Plätzen besonders exzessive spielen kann.

Wie groß seine Liebe und sein Engagement für den spanischen Tourismus war, zeigte sich dann auch in einer vom spanischen König Juan Carlos persönlich überreichten Auszeichnung, die der Neckermann-Boss, der er in den 1980er-Jahren in Österreich war, auch als Foto in seinem Büro – damals auf der Wiener Mariahilfer Straße – hängen hatte. Fragt man heute Wegbegleiter und Mitarbeiter, die damals unter seiner Führung im Team waren, bekommt man unisono als Antwort: Unser „Pflugi“ war der angenehmste Mensch und Chef! Ursula „Mucki“ Wejrowsky, heute GEO Reisen, damals Neckermann Reisen, kannte Albrecht von Pflug während ihrer rd. dreijährigen Tätigkeit bei ihm „nur als Sir mit einer unendlich großen sozialen Ader, der jeder Frau im Team stets das Gefühl gab, die einzige Frau auf diesem Planeten zu sein.“ 

Mein Besuch im Pflugschen „Neckermann-Museum“ ist bis heute in lebendiger Erinnerung und mündete in einem Beitrag über die wunderbaren Jahre der Touristik für die traveller-Jubiläumsausgabe. In bleibender Erinnerung ist auch das eine oder andere Tänzchen, dass der sehr gute Tänzer bis ins hohe Alter als einer der traveller-Ehrengäste am jährlichen Branchenabend auf der Ferien-Messe Wien auch mit mir vollführte. Und mir – einem echten Bewegungs-Untalent – dabei stets das Gefühl gab, die beste Tänzerin der Welt zu sein. 

Danke dafür, lieber Albrecht von Pflug. Menschen wie Du werden immer fehlen. Reise in Ruhe und Frieden!

Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt seine Ehefrau, seinen Kindern und Enkelkindern, seinem Bruder und all seinen Verwandten. Die Beisetzung findet am 15. Dezember 2021, um 13:00 Uhr am Friedhof Grinzing statt.

Anstelle von Blumen und Kränzen wird um eine Spende für den Johanniterorden ersucht:
BIC: GIBAATWWXXX
IBAN: AT 60 2011 1000 0494 0555

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