MSC Cruises

Für eine emissionsärmere Schifffahrt

Die finnische Universität Vaasa hat gemeinsam mit Branchenvertretern ein neues Projekt zur Förderung einer kohlenstoffarmen Schifffahrt ins Leben gerufen. Gemeinsam mit MSC Cruises, der World Maritime University in Malmö (Schweden), den Unternehmen Wärtsilä, Silverstream Technologies, Hasytec, Deltamarin, Climeon, BAR Technologies und Cargill sowie Lloyds Register sollen neue Technologien sowie innovatives Schiffsdesign den ökologischen Fußabdruck minimieren. 

Im Fokus des Forschungsprojektes stehen die Entwicklung und Einführung neuer Technologien, wie Wasserstoffantrieb, Ultraschall-Antifouling (verhindert die Algenbildung und Besiedlung des Schiffrumpfes), Luftschmierung des Schiffsrumpfes (zur Verminderung der Reibung des Wassers), Abfallverbrennungssysteme an Bord sowie eine prinzipielle Digitalisierung und Optimierung von Schiffen, die zu einer Effizienzsteigerung der Schiffe beitragen. Das Projekt wird durch das EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation "Horizont 2020" unterstützt. 

MSC Cruises trägt zur Erreichung des Ziels einer emissionsärmeren Schifffahrt mit der Aufnahme drei neuer Schiffe mit LNG-Antrieb (Flüssigerdgas) in die Flotte bei. Im Jahr 2022 soll die MSC World Europa als erstes LNG-angetriebenes Schiff des Unternehmens ausgeliefert werden. Die Arbeiten an einem zweiten LNG-Schiff werden dieses Jahr begonnen – dem fünften der Meraviglia-Klasse. 

Zuvor erwartet MSC jedoch die Auslieferung der Neubauten MSC Virtuosa und MSC Seashore, die noch mit herrkömlichen Antrieben ausgestattet sind. 

Linden Coppell, Director of Sustainability bei MSC Cruises, ergänzte: „Während neue Technologien entwickelt werden, arbeiten wir auch daran, die bestehende Flotte zu verbessern, indem wir Nachrüstungsmöglichkeiten untersuchen, neue Maßnahmen zur Energiereduzierung einbauen, intensiv mit Branchenexperten zusammenarbeiten und nach alternativen Ersatzkraftstoffen suchen, um die Reduzierung der Kohlenstoffintensität unserer Branche zu erreichen.“

Aktuell befinden sich bereits einige Technologien an Bord der MSC Virtuosa und der MSC Seashore, die zu einem geringeren Emissionsausstoß beitragen. 

  • Beide Schiffe werden mit hybriden Abgasreinigungssystemen an allen Motoren ausgestattet. Mit dieser Technologie wird eine 98 %-ige Reduzierung der Schwefeloxid-Emissionen (SOx) erreicht. Wie die MSC Grandiosa werden auch diese Schiffe mit SCR-Systemen (Selective Catalytic Reduction) ausgestattet, die den Ausstoß von Stickoxiden (NOx) um 90 % reduzieren.
  • Die beiden Schiffe werden zudem mit einem Landstromanschluss ausgestattet, der es ihnen ermöglicht, sich in Häfen, in denen diese Infrastruktur vorhanden ist, mit dem lokalen Stromnetz zu verbinden.
  • Die Schiffe werden mit Abwasseraufbereitungssystemen ausgestattet, die in Übereinstimmung mit der MEPC 227(64) Resolution der International Maritime Organization (IMO) entwickelt wurden. Ballastwasser-Aufbereitungssysteme werden zudem die Einschleppung invasiver Arten in die lokale Meeresumwelt durch Ballastwassereinleitungen verhindern.
  • Beide Schiffe werden mit einem System ausgestattet, das den Unterwasserschall reduziert. Dabei sind der Rumpf und der Maschinenraum so konstruiert, dass die akustischen Auswirkungen auf die Meeresfauna minimiert werden.
  • Energieeffiziente Maßnahmen an Bord tragen dazu bei, den Verbrauch der Maschinen zu reduzieren und zu optimieren. Dazu gehören eine intelligente Belüftung und fortschrittliche Klimaanlagen mit automatischen Energierückgewinnungsschleifen, die Wärme und Kälte umverteilen, um den Bedarf zu senken. Die Schiffe verwenden LED-Beleuchtung, die von Managementsystemen gesteuert wird. In Zusammenarbeit mit den Werften werden alle Neubauten mit Energiefernüberwachungs- und -analysesystemen ausgestattet, die eine Unterstützung in Echtzeit von Land aus ermöglichen, um die betriebliche Effizienz an Bord zu optimieren.
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