Madeira

Inselparadies im Atlantik

Rund 1.000 Kilometer vom europäischen Festland entfernt, wartet ein Ort von umwerfender Schönheit. Auf der Atlantikinsel Madeira entfaltet Mutter Natur ihre gesamte Pracht und Eleganz.

Fantastische Naturerlebnisse

Machen wir kurz die Augen zu und stellen uns das Paradies vor. Saftig grün. Die Natur: mächtig, wild, eigensinnig - aber zugleich sanft und einladend. Die Pflanzenwelt grünt und gedeiht in Frieden und Harmonie. Die frische Luft belebt die Sinne. Die Sicht ist glasklar, die Seele hellwach und federleicht.

Schritt für Schritt, in einem leicht meditativen, bewussten Gang werden wir eins mit der Natur. Die Erde knirscht unter unseren Füßen, das Wasser neben uns plätschert vor sich hin. Zunächst ganz entspannt und leise, dann mit jedem Schritt immer lauter. Der Weg wird steil, es geht bergab. Unsere Füße bestreiten ihn, als ob sie ihn kennen, selbstbewusst und trittsicher. Langsam geht’s nach unten, rechts und links umgibt uns ein mystischer Lorbeerwald, Flechten hängen wie lange Bärte an den Bäumen. Vogelgezwitscher begleitet uns, bis wir schließlich vor einem majestätischen Wasserfall stehen. Der Wind spielt mit den herabfallenden Tropfen und lässt sie wie einen silbernen Vorhang erscheinen. Das fließende Silber schimmert im Sonnenlicht und kurz bevor es aufs Wasser trifft, verwandelt es sich in einen Regenbogen.

Märchenhaft schön

Was wie ein Märchen klingt, ist auf Madeira Realität: Eine Wanderung entlang der Levada do Alecrim - leicht erreichbar und mit beinahe jedem Konditionslevel machbar. Bevor wir weiter in die madeirische Realität eintauchen, verweilen wir doch noch einen kurzen Augenblick im Paradies. Diesmal stellen wir es uns aber nicht üppig grün vor, sondern leicht und wolkig. Strahlend weiße, kuschelweiche Wolken. Und wir mittendrin: federleicht, frei, fliegend. Die Wolkendecke, zum Greifen nahe, bewegt sich fast unbemerkt. Unter ihr glänzt der Ozean wie goldene Seide. Über ihr geht gerade die Sonne auf - die Wolkendecke wird golden, die Luft wird golden, wir werden golden.

Golden und sprachlos stehen wir am Pico de Arieiro und greifen nach den Wolken. Sind das dieselben Wolken, die wir uns aus dem Flugzeug gewünscht haben zu berühren? Wird dieser Wunsch gerade wahr? Ja, wir denken schon. Das erstaunlichste an diesem wahrgewordenen Traum: Er ist gerade mal 45 Minuten vom Zentrum der Hauptstadt Funchal entfernt. So lange dauert es nämlich, um mit dem Mietwagen zum Gipfel des 1.818 Meter hohen, und damit dritthöchsten Berg der Insel zu gelangen. Die Fahrt nach oben und die Aussicht vom Pico de Arieiro sind zu jeder Tageszeit ein fantastisches Erlebnis, zum Sonnenaufgang jedoch ist es wahrlich magisch.

Blühendes Naturparadies

Gerade mal fünf Flugstunden von Österreich entfernt liegt die zu Portugal gehörende Insel Madeira, etwa 700 Kilometer westlich von Marokko, im Atlantischen Ozean. Diese Lage am warmen Golfstrom beschert ihr das ganz Jahr über ein angenehm mildes Klima, außerdem ist sie auch im Winter von der Sonne verwöhnt – hier gibt’s täglich zehn bis elf Stunden Tageslicht. Dieser ewige Frühling sorgt dafür, dass beinahe ganz Madeira das gesamte Jahr über von einer üppigen Blütenpracht überzogen ist.

Kein Wunder also, dass es auch hier - im Lavendelbusch des Socalco Nature Hotels in Calheta -  brummt und summt. Während die Bienen fleißig bei der Arbeit sind, wachsen die benachbarten Weinreben ruhig vor sich hin. Die Meeresbrise lässt ihre Blätter tanzen und richtet ihnen einen herzlich süßen Gruß von den Bananenstauden auf der anderen Seite der Talschlucht aus. Die Wellengeräusche des Atlantiks vermischen sich mit dem Gesang des Wasserfalls und dem Plätschern der Levada, gemeinsam komponieren sie ein Meisterstück. Die natürliche Geräuschkulisse wird bereichert durch das Klappern von Geschirr. In der Küche brummt und summt es auch, das Team von Gastgeber und Meisterkoch Octavio Freitas macht den fleißigen Bienen ordentlich Konkurrenz.

Das Socalco Nature Hotel ist nicht grundlos traumhaft: Es ist entstanden aus dem Traum des bekannten portugiesischen Küchenchefs, eine Symbiose aus ländlichem Tourismus, gehobener Gastronomie und nachhaltiger Landwirtschaft. Als Ode an die rund 3.000 Kilometer langen Levadas, das jahrhundertealte Bewässerungssystem auf Madeira, hat das Socalco die legendären Wasserläufe rund um das gesamte Hotel integriert.

Aus Feuer entstanden

So sehr das Element Wasser die Insel heute prägt und für ihr üppiges Grün sorgt, der Ursprung Madeiras liegt im Feuer. Genauer gesagt in den vulkanischen Aktivitäten über Millionen Jahre hinweg, bei denen sich heiße Lava aus einem Vulkan am Meeresboden ihren Weg an die Oberfläche gebahnt hat. Diesem Ursprung kommt man am Ponta de São Lourenço besonders nahe. Die lange, schmale Halbinsel bildet den östlichsten Punkt Madeiras und unterscheidet sich massiv vom Rest der Insel: Sie ist rau, felsig und karg – was ihr einen ganz eigenen Charme verleiht. Der Wanderweg führt immer wieder ganz nah an die Steilklippen, an denen die besagte vulkanische Vergangenheit wie nirgendwo sonst sichtbar wird. Schwarze, gelbe und rote Gesteinsschichten türmen sich auf. Die faszinierende Tour über die Halbinsel zählt zu den beliebtesten auf ganz Madeira. Früh aufzubrechen zahlt sich hier also doppelt aus: Um den spektakulären Weg möglichst für sich alleine zu haben, und außerdem am östlichsten Zipfel der Insel auch noch einen unvergesslichen Sonnenaufgang zu erleben!

Schlafen

Allegro Madeira Adults Only. Atemberaubender Panoramablick auf den Atlantik, moderne Zimmer mit viel Komfort und eine tolle Lage nur wenige Minuten vom Zentrum von Funchal und dem Strand entfernt – was will man mehr? Eine 360 Rooftop Bar? Ok - die hat das Allegro Madeira auch! Die 124 Zimmer verfügen über Dekor in Ozeanblau und Möbel mit eleganten Linien. Mit Blick auf die Stadt oder das Meer bieten die Zimmer alles, was sich Erwachsene für einen City-Aufenthalt wünschen. Zimmer ab 67 Euro. https://www.barcelo.com/en-ie/allegro-madeira/

Socalco Nature Hotel. Dieses herrlich gelegene Hoteljuwel lädt zwar auf einen ruhigen Aufenthalt mit Blick auf den Ozean ein, will die Gäste aber auch zum Aktivsein animieren. Von Kochkursen über gastronomische Entdeckungstouren bis zur Gartenarbeit im hoteleigenen Wein- und Gemüsegarten - Energiebündel kommen hier auf ihre Kosten. Übernachten kann man in exquisiten Casas, Villen oder Hotelzimmern. Alle Gebäude fügen sich harmonisch in die Umgebung ein. Die „Casa da Gruta“ zum Beispiel ist in einer Höhle gebaut und stellt die perfekte Verbindung zur Natur dar. Ihre felsigen Raumwände vermitteln die vulkanische Energie der Insel. Casas ab ca. 150 Euro pro Nacht. www.socalconature.com   

Erleben

Monte Palace Madeira. In der Seilbahngondel schwebt man über die Dächer Funchals, quasi direkt  in den Monte Palast. Über eine Fläche von 70.000 Quadratmetern erstreckt sich hier eine Oase, die eine riesige Sammlung exotischer Pflanzen aus aller Welt beherbergt. Den naturbewachsenen Gehwegen entlang kann eine der bedeutendsten Fliesensammlung des Landes bewundert werden. Eintritt 12,50 Euro, Gondel 16 Euro. www.montepalace.com

Levada Wanderungen. Entlang der rund 3.000 Kilometer langen Bewässerungssysteme auf der ganzen Insel führen zahlreiche Wanderungen, auch in die entlegenen Gebiete Madeiras. Manche bieten fantastische Ausblicke auf die Atlantikküste, andere wiederum herrliche Einblicke in die unberührte Natur in den grünen Tälern. Viele Routen samt Höhenprofil, Länge etc. findet man auf der offiziellen Website www.visitmadeira.pt

Ausflug nach Porto Santo. Mit der Fährt geht’s in rund 2 ½ Stunden von Madeira auf die Nachbarinsel Porto Santo. Dort kommen Sonnenanbeter und Wasserratten voll auf ihre Kosten. Fast  die gesamte Südküste der Insel besteht aus einem goldenen Strand. Auf insgesamt neun Kilometern erstreckt sich die Sandfläche, die vom kristallklaren Meerwasser umspült wird. www.visitportosanto.pt

Natürliche Pools in Porto Moniz. Salzig und felsig, und dennoch sanft und wohltuend sind die natürlichen Pools „Piscinas Naturais“ aus vulkanischem Fels in Porto Moniz. Sie sind eine außergewöhnliche Verbindung zwischen kargem Lavafels und tiefblauem Ozean. Die Becken eignen sich nicht nur zum Schwimmen, sondern auch zum Tauchen, da sie an manchen Stellen mehrere Meter tief sind. www.portomoniz.pt

Sport. Egal ob Wandern, Mountainbiken und Trailrunning – an den Küsten Madeiras finden sich zahlreiche, herrliche Routen mit Top-Ausblicken auf den Atlantik. Interaktive Karten auf der neuen Website www.madeiraoceantrails.com

Umfangreiche Infos, viele Fotos und Tipps findet man auf der offizielle Seite des Madeira Tourismus www.madeiraallyear.com/de
Die aktuellen Bestimmungen hinsichtlich Covid-19 gibt’s immer aktuell auf www.bmeia.gv.at  

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