Lufthansa

Kompensationsmöglichkeit selten genutzt

Das Angebot von Lufthansa an Kunden, den Kohlendioxid-Ausstoß ihrer Reise zu "kompensieren", stößt bisher auf verhaltenes Interesse. Weniger als ein Prozent aller Gäste nutzt "Compensaid", die entsprechende Plattform der Lufthansa-Gruppe. Bei Geschäftskunden steige aktuell das Interesse an der CO2-Kompensation.

Klimaneutrales Fliegen ist in der Branche mittlerweile ein großes Thema. Während sich Fluggesellschaften dazu verpflichten, in den nächsten Jahrzehnten klimafreundliche Treibstoffe einzuführen, ist das Interesse bei Kunden verschwindend gering. Nur wenige Passagiere sind dazu bereit, freiwillig gegen einen kleinen Aufpreis von ein paar Euro die Kompensation für ihre CO2-Emissionen zu zahlen – der Preis hat nach wie vor Top-Priorität. 

Seit 2019 kann jedoch bei der Lufthansa-Gruppe mit nur wenigen Klicks eine solche Kompensation ohne viel Aufwand direkt beim Buchungsprozess ausgewählt werden und ist zudem mit der Miles-and-More-App verknüpft. Die Passagiere können zwischen dem Kauf von synthetischem Treibstoff und Zehn-Jahres-Langfristprojekten wie Waldaufforstung wählen und über einen Preisrechner die Anteile sogar mischen.

Für einen Flug von Wien nach Thessaloniki bewegt sich die Kompensations-Preisspanne demnach bei Compensaid zwischen 2 und 50 Euro, je nachdem wie schnell die Emissionen ausgeglichen werden sollen. 

Das Interesse für eine solche Kompensation steigt hingegen bei Geschäftskunden, wie eine Sprecherin der Lufthansa erläuterte. Die Ausgleichsmöglichkeit stand anfangs nur Einzelkunden zur Verfügung. Firmenkunden können bei der Lufthansa die Klimafolgen ihrer Mitarbeiterflüge pauschal lindern. 

Neben dem Lufthansa-Angebot gibt es auch noch andere Plattformen, wie atmosfair, wo man den CO2-Ausstoß von Reisen durch freiwillige Geldzahlung rechnerisch ausgleichen kann. Der Billigflieger Easyjet gleicht mittlerweile von sich aus die CO2-Emissionen. Ryanair hat soeben von einem pauschalen Zwei-Euro-Modell auf einen CO2-Rechner umgestellt.

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