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Lauda

Airline fordert erneut Gewerkschafts-Zustimmung

Im Streit um einen billigeren Kollektivvertrag bei der Ryanair-Tochter Lauda setzt das Unternehmen der Gewerkschaft vida ein neues Ultimatum. Laut einem Bericht der Plattform Aviation Net hat die Lauda-Geschäftsführung eine Fortführung der Basis in Wien zugesagt, wenn die vida den Kollektivvertrag doch unterschreibe. Von Lauda war am Montagabend keine Stellungnahme zu erhalten.

Die Fluggesellschaft habe dieses neue Ultimatum am Montag in einem Mitarbeiterbrief mitgeteilt, so die Plattform. In dem der APA vorliegenden Brief der Lauda-Geschäftsführung heißt es, wenn die vida den neuen Kollektivvertrag diese Woche noch unterzeichne, werde die angekündigte Schließung der Basis in Wien nicht vollzogen. Der neue Kollektivvertrag garantiere einem Junior-Flugbegleiter ein Gehalt von 14.400 Euro brutto im Jahr, das seien 1.200 Euro brutto bzw. 1.020 Euro netto im Monat, so das Unternehmen.

Die Gewerkschaft vida hatte in den vergangenen Tagen betont, sie sei verhandlungsbereit, aber nicht bereit den neuen billigeren Kollektivvertrag mit Einstiegslöhnen für Flugbegleiter unter der Mindestsicherung in Wien abzuschließen. Lauda hatte am vergangenen Freitag bekanntgegeben, daher die Basis in Wien zu schließen. Über 300 Mitarbeiter würden dadurch ihren Arbeitsplatz verlieren.

Die Gewerkschaft vida hat einen Mailwechsel mit der Wirtschaftskammer veröffentlicht. Darin verteidigt sie ihren Standpunkt, den von der Wirtschaftskammer akzeptierten neuen Lauda-Kollektivvertrag nicht zu unterzeichnen. "Das Nettogehaltsniveau des garantierten Grundgehalts liegt unter der Mindestsicherung und selbst unter der Einrechnung der variablen Zulage pro Flugstunde liegt dieses immer noch unter der Armutsgrenze. Solche Regelungen sind inakzeptabel und der österreichischen Sozialpartnerschaft unwürdig. Die Vorlage eines solchen von der Wirtschaftskammer unterschriebenen Kollektivvertrags mit der Botschaft, dass die Gewerkschaft diesem zustimmen müsse – da sonst hunderte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen gekündigt werden – ist eine Erpressung, die es bisher in der österreichischen Sozialpartnerschaft nicht gegeben hat und wohl eine der schwärzesten Stunden unseres Zusammenwirkens darstellt", heißt es. Die Wirtschaftskammer solle an den Verhandlungstisch zurückkehren, um gemeinsam mit der Gewerkschaft einen "rechtskonformen Kollektivvertrag mit Gehältern, von denen man leben kann", zu schaffen.

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