Kommentar

Österreichs Fahnen wehen auf Halbmast

Und plötzlich ist alles anders. Wir erleben gerade etwas, das wir hier in unserem kleinen Österreich nie für möglich gehalten haben. Wir erleben Schreckliches und Menschenverachtendes, wir erleben Terror und Gewalt und damit einen Angriff auf unser freies Leben, auf unsere demokratische Wertehaltung, auf unsere politische Ordnung und unsere innere Stabilität. Es ist ein feiger Feldzug gegen die Demokratie, der nur einen Gewinner kennen kann: Uns, denn wir lassen uns von niemandem unsere Grund- und Freiheitsrechte, unser von Toleranz, Solidarität, Zusammenhalt und Frieden geprägtes Miteinander nehmen.

Die Bilder, die zuerst Österreich und rasch die ganze Welt erreichten, sind Bilder, die einem Science-Fiction Blockbuster entsprungen sein könnten und die man nie in die reale Welt transportiert haben möchte. Doch genau das ist gestern Abend passiert, als Terroristen auf friedliebende Menschen, die bei angenehmen herbstlichen Temperaturen noch die letzten Stunden vor dem bevorstehenden Corona-Lockdown genießen wollten, wahllos schossen und Wien sich damit in die leider schon lange Liste terroristischer Anschläge auf die demokratische Welt Europas einreiht. Einmal mehr ist es eine feige Attacke auf das friedliche Zusammenleben einer freien Gesellschaft, dem Menschen zum Opfer fallen und die wir im Gedenken an alle unschuldig ums Leben gekommenen Mitbürger nie und nimmer dulden dürfen.

Terror darf nirgends auf der Welt einen Platz haben. Nicht in Österreich, in Europa und auf der ganzen Welt, nirgendwo ist Platz für Terror und kriminalistische Gewaltaktionen. Nirgendwo ist Platz für Panik, Schrecken und Unsicherheit zur Verbreitung verkehrter Ideologien und nirgends ist Platz, um unser Denken und unsere demokratische Wertehaltung zu unterwandern.

„Terrorismus will spalten, Terrorismus will, dass wir uns nicht mehr solidarisch zeigen. Das dürfen und werden wir nicht zulassen. Denn wer einen von uns angreift, greift ganz Österreich an,“ macht Innenminister Karl Nehammer in einer Pressekonferenz deutlich, dass für Terror in Österreich und nirgends auf der Welt Platz ist.

Österreich ist eine der besten und sichersten Demokratien der Welt, um unseren Zusammenhalt und Stabilität werden wir vielerorts beneidet und oft und gerne als Beispiel genannt. Das spiegelt sich auch in den zahlreichen internationalen Reaktionen auf höchster politischer Ebene wider.

„Nach Frankreich ist es ein befreundetes Land, das angegriffen wird. Dies ist unser Europa. Unsere Feinde müssen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Wir werden nicht nachgeben,“ twittert der französische Präsident Emmanuel Macron.

„Europa steht in voller Solidarität an Österreichs Seite. Wir sind stärker als Hass und Terror,“ schreibt die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrem Tweet.

Dem schließt sich auch der italienische Minister für europäische Angelegenheiten, Enzo Amendol, an: „Wir stehen an der Seite des österreichischen Volkes, vereint gegen den Terror.“

Und auch der amerikanische Präsidentschaftskandidat, Joe Biden, twittert: „Wir müssen alle gegen Gewalt und Terror kämpfen und dafür einstehen.“

Auch unser Redaktionspostfach ist heute voll mit Reaktionen und Beileidsbekundungen, die mit den Worten„We pray for Austria, we pray for Vienna“, den starken Zusammenhalt der großen internationalen Touristikfamilie deutlich machen.

Terror darf nirgends auf der Welt passieren und Hass, so Kardinal Christoph Schönborn, darf nie die Antwort sein. Denn Hass schürt Hass, und wohin das führt, haben wir am 02. November 2020 in Wien gesehen.

Unser Mitgefühl und unsere Trauer gilt den Opfern und deren Hinterbliebenen.

Unser Dank und unsere größte Anerkennung gebührt den Einsatzkräften der Polizei, des Österreichischen Bundesheers und der Blaulichtorganisationen. Sie schützen unter Einsatz ihres Lebens unser Leben, unsere Demokratie und unseren Frieden. 

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