Klagenfurt

Flughafen kontert Druck von Eigentümer

In Klagenfurt hat die Diskussion rund um den Flughafen und das Messegelände neuen Zündstoff erhalten. Der neue Flughafen-Eigentümer Franz Peter Orasch hat wiederholt die Möglichkeit ins Spiel gebracht, das Messegelände von der Innenstadt an den Flughafen zu verlegen - und nun sogar Visualisierungen präsentiert. Die Stadt kontert: Der Schwerpunkt soll auf den Ausbau des Flugbetriebs gelegt werden.

520 Millionen Euro - das ist die kolportierte Summe, die Immobilieninvestor Orasch, der bereits einige Gebäude in der Klagenfurter Innenstadt gekauft hat, auf dem Klagenfurter Messegelände investieren will. Seit Tagen kursieren Visualisierungen mit futuristisch anmutenden Hochhäusern und gepflegten Grünanlagen, die dort in die Höhe wachsen sollen, wo derzeit noch Messehallen stehen. Das Messegelände, so Orasch, soll dann aufs Gelände des Flughafens verlegt werden. Im April 2018 hatte Oraschs Lilihill Capital Beteiligung GmbH 74,9 Prozent des Flughafens übernommen.

Pläne, denen die Stadtpolitik - gelinde gesagt - skeptisch gegenübersteht, auch wenn man stets betont, dass man "potenziellen Investoren gegenüber grundsätzlich offen und entgegenkommend" sei. Doch im Fall des Messegeländes handle es sich um "städtische Grundstücke, städtische Interessen und öffentliche Gelder". "Klagenfurt steht sicher nicht zum Ausverkauf", sagte die Klagenfurter Bürgermeisterin, Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ), im Gespräch mit der "Kleinen Zeitung", als sie auf Oraschs jüngste Pläne angesprochen wurde. Hinzu kam, dass am Mittwoch ein Gesprächstermin mit Mathiaschitz abgesagt wurde, weil Orasch nicht persönlich daran teilnehmen hätte können. Der Termin soll am 26. Juni nachgeholt werden.

Am Freitag meldete sich die Stadt Klagenfurt und die Wirtschaftskammer noch einmal mit einer gemeinsamen Aussendung zu Wort: "Schwerpunkt sollte derzeit auf den Ausbau des Flugbetriebes gelegt werden", lautete schon der Titel. Die Erreichbarkeit Kärntens über den Luftweg müsse dringend ausgebaut werden. Und: "Die Zukunft unseres Flughafens liegt zuallererst einmal in der Luft."

Im Hintergrund ist eine mögliche Messe-Verlegung aber schon seit Monaten Thema. Im Dezember 2018 wurde eine Machbarkeitsstudie über die möglichen Messestandorte beschlossen. Eine Verlegung der Messe würde einen massiven Eingriff in das Stadtgefüge darstellen, hieß es damals, nun sollen sämtliche Auswirkungen einer Verlegung beleuchtet werden. Am Gespräch zwischen Mathiaschitz und Orasch soll auch ein Vertreter des Österreichischen Institutes für Raumplanung, das die Studie zum Messestandort erstellt, teilnehmen.

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