Kärnten

Zufrieden mit der Tourismussaison

Kärnten hat heuer die stärkste Hauptsaison im Tourismus seit zehn Jahren gehabt. Allein im August habe es drei Millionen Nächtigungen gegeben. Standortvorteil seien die frühen Impfungen für Gastronomiemitarbeiter gewesen.

"Für die Mitarbeiter in der Gastronomie haben wir die Impfungen vorgezogen, das war ein entscheidender Wettbewerbsvorteil", so Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP). So habe man 8.000 Schlüsselkräfte zeitig impfen können. Dem pflichtete Josef Petritsch, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Kärnten bei: "Die Impfungen waren für uns ein großer Wurf." So habe man größere Clusterbildungen vermeiden können und Vertrauen für die Gäste geschaffen. Petritsch schätzte die Impfquote bei den Mitarbeitern im Tourismus auf 80 bis 85 % ein. Schuschnig appellierte an die Bürger, sich impfen zu lassen. Dies sei auch ein wichtiges Signal der Sicherheit im Tourismus.

Die drei Millionen Nächtigungen im heurigen August seien ein Plus von 6,9 % gegenüber dem Vorjahr gewesen, erklärte Schuschnig. Für Juli und August sei das Plus bei vier Prozent gelegen. Die stärkste Hauptsaison der vergangenen zehn Jahre sei begleitet worden von einer Vorsaison auf dem Niveau von 2015/2016. "Und das, obwohl über weite Teile im Mai die Betriebe noch geschlossen waren."

Christian Kresse, Kärnten Werbung Geschäftsführer sprach von einem "außergewöhnlichen Sommer" und verwies auf neue Konzepte im Tourismus. "Viele Betriebe bauen jetzt Ganzjahresmodelle auf." Dies sei vielleicht ein positiver Effekt der Pandemie. Petritsch äußerte die Hoffnung, dass dies die Branche für Mitarbeiter attraktiver machen könnte, da es einfacher werde, im Tourismus zu arbeiten und sesshaft zu werden. Er räumte aber bezüglich des Personalmangels im Tourismus ein: "Das wird uns wahrscheinlich noch mehrere Jahre beschäftigen."

Alle drei zeigten sich bezüglich der Bundesregelungen für den Winter zufrieden. Gerade durch die frühe Bekanntgabe könne man planen. Kresse verwies neben den Betrieben auch auf die Reisemärkte, dort würden langsam die Entscheidungen gefällt, wo man hinfahre. Im Herbst werde man noch einmal 1,2 Mio. Euro für Werbung in Österreich und Deutschland einsetzen.

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