Kärnten, Slowenien & Friaul-Julisch Venetien

Grenzenlose Chancen

Seit zehn Jahren arbeiten Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Slowenien mit grenzüberschreitenden Projekten sehr erfolgreich zusammen, um Synergien im Tourismus zu schaffen. Weiterhin will man mit einer Stimme auftreten und damit zusätzlich ein noch internationaleres Publikum ansprechen.

In der Region Alpe Adria schlägt das europäische Herz besonders stark. Das beweist nicht zuletzt die enge Zusammenarbeit im Tourismus, die vor zehn Jahren startete. Das Ziel, die Großregion touristisch zu fördern und durch gemeinsame Initiativen weiterzuentwickeln, ist gelungen.

Über die Aktivitäten gibt es einige Erfolgsgeschichten zu erzählen. Der Fernwanderweg Alpe Adria Trail (AAT) etwa führt über 750 Kilometer und in 43 Etappen auf grenzüberschreitenden Wanderwegen vom Großglockner über den italienischen und slowenischen Collio bis hin zur italienisch-istrischen Stadt Muggia. 2016 wurde der AAT vom renommierten National Geographic Traveler Magazine zu den „Top Seven new Trails in the World“ gewählt. Mittlerweile führen den 25 Spezialreiseveranstalter aus neun Ländern den Trail in ihrem aktuellen Programm. In Kärnten verzeichnete man 2019 rund 42.000 Nächtigungen in Zusammenhang mit diesem Angebot. 

Der 410 Kilometer lange Alpe-Adria-Radweg / Ciclovia Alpe Adria ist eine weitere stolze Errungenschaft, die aus der Zusammenarbeit zwischen der Region Friaul-Julisch Venetien und Kärnten entstanden ist und mittlerweile von rund 180.000 Radfahrern pro Jahr (Tages- und Mehrtagesgästen) genutzt wird. Gleich vier Länder – Österreich, Italien, Slowenien und Kroatien – verbindet der Drauradweg (R1). Beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) wird der Drauradweg (Abschnitt Toblach bis Lavamünd) seit 2016 als 5-Sterne-Qualitätsradtour geführt. Jüngste Auszeichnung ist der Bike&Travel Award 2021. Pro Jahr sind rund 180.000 Radfahrer (Tages- und Mehrtagesgäste) am Drauradweg unterwegs.

Ein weiteres Beispiel ist die Alpe-Adria-Golf Card, die die schönsten 20 Golfplätze der drei Regionen vereint – davon alleine 14 in Kärnten. 

Zusammenarbeit weiter ausbauen

Der Alpe-Adria-Raum ist nicht nur eine Urlaubsregion, sondern ein Sehnsuchtsziel vieler Gäste. Die Zusammenarbeit der Tourismusregionen ist ein Vorbild für andere grenzüberschreitende Projekte, ist Kärnten-Werbung-Geschäftsführer Christian Kresse überzeugt: „Die Zusammenarbeit von Kärnten, Slowenien und Friaul-Julisch Venetien wird auch in den nächsten Jahren die touristische Angebotsentwicklung aller drei Länder prägen.“

Seine Kollegin Maja Pak, Direktorin des Slowenischen Tourismusverbandes, ergänzt: „Die größte Belohnung und Bestätigung der erfolgreichen Partnerschaft ist die wachsende Zahl zufriedener Gäste, die wir gewinnen konnten. Durch die Entwicklung nachhaltiger Tourismusprodukte, die zu aktiven und nicht massenhaften Erlebnissen in unberührter Natur einladen, haben wir eine gute Grundlage geschaffen.“

In Zeiten großer Herausforderungen haben solche Verbindungen und Partnerschaften definitiv an Wert gewonnen, da sie Grenzen überwinden, sind die Touristiker überzeugt. Die Regionen sind zukunftsträchtig, weil sie vielfältige Vorteile bieten wie eine geringe Bevölkerungsdichte, viel Platz und intakte Natur sowie das Ausbleiben von Overtourism. „Die Touristen werden nachhaltige Urlaube bevorzugen, an Orten, die als sicher wahrgenommen werden, an Reisezielen, die in der Nähe liegen, echt sind und noch entdeckt werden müssen. Deshalb feiern wir diese Jahre der Zusammenarbeit“, betont Lucio Gomiero, Direktor Promo Turismo FVG in Italien.

Berge, Seen und Meer, Kunst- und Kultur, Kulinarik und Gastfreundschaft – in jedem dieser Bereiche sind die einzelnen Regionen stark, aber erst zusammen entfaltet sich eine ungeahnte Kraft. Die Alpe-Adria-Region hat die Chance, sich das ganze Jahr über als Unikat auf der internationalen Ebene zu präsentieren, sind Kresse, Pak und Gomiero überzeugt. Nicht zuletzt auch in weiter entfernten Märkten. Der Schulterschluss zur weiteren Zusammenarbeit der Regionen ist daher keine Überraschung.

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