Kärnten

Hotels und Veranstalter pochen auf Lockdown-Ende

Kärntner Wirtschaftskammer-Branchenvertreter von Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltern haben am Freitag in einer Online-Pressekonferenz auf ein Lockdown-Ende am 25. Jänner gepocht. Einmal mehr wurde Planungssicherheit eingefordert, etwa ab wann Veranstaltungen wie Hochzeiten und Geburtstage mit 150 oder 200 Gästen wieder stattfinden können. Die Unternehmer beklagen außerdem teilweise schleppende Auszahlung von Corona-Hilfen.

"Die Kollegen sind zunehmend verzweifelt", sagte Touristiker Josef Petritsch. Liqudität sei in vielen Betrieben nicht mehr vorhanden, wie es weiter geht, wisse man auch nicht. Bei Test- und Impfstrategien seien die Unternehmer bereit mitzuwirken, "sofern praktikabel". In der Beherbergung sei etwa ein eigener Passus im Meldezettel möglich. "Das muss aber der Gast garantieren", den Betrieb dürfe man nicht haftbar machen. Die Infektionszahlen seien zwar leider noch sehr hoch, aber stabil. "Ich hoffe wirklich, dass wir am 25. aufsperren können." Die Mitarbeiter werde man weiter wöchentlich testen, möglich sei auch zwei Mal.

Gastro-Fachgruppenobmann Stefan Sternad warnte, dass man die Branche an die Wand fahre, wenn sie nicht am 25. Jänner öffnen darf. Eine frühe Sperrstunde lehnt die Gastronomie ab, Tests bei allen Gästen zu kontrollieren ebenfalls. "Wir werden nicht Türsteher spielen." Sternad schlägt einen Aushang analog zum Jugendschutz vor, verbunden mit Strafen für Gäste, die ohne gültigen, negativen Test ins Lokal kommen. Stichproben wollen die Wirte durchführen können, auch um eine Handhabe gegen Gäste zu haben, die sich nicht an Regeln halten. Sternad beklagt auch, dass sich in den vergangenen Monaten eine "Schattenwirtschaft" in Kellern und Garagen gebildet habe, wo Leute hingehen. Bei einer Öffnung der Betriebe würde alles wieder kontrolliert stattfinden.

Veranstalter-Vertreter Hannes Dopler hofft, dass ab März oder April kleinere Veranstaltungen wieder möglich sein werden, in der Folge sollen die Gästezahlen sukzessive erhöht werden. Die Regierung müsse schnell klare Richtlinien vorlegen, was möglich sein werde in den nächsten Monaten. "Wir müssen wissen, ob die Gastro ab Mai Hochzeiten mit 150 oder 200 Personen durchführen darf." Das Eintrittstesten sei aus seiner Sicht auch bei großen Konzerten möglich. Auch Dopler beklagt, dass viele in der Branche zu wenige Hilfsgelder gesehen hätten.

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