Kärnten

Hotellerie für Impfung als Voraussetzung

Ein Vorschlag aus der Branche, dass künftig nur mehr geimpfte, beziehungsweise genesene Gäste in Kärntner Hotels aufgenommen werden sollen, hat am Donnerstag für Wirbel gesorgt.

 Ins Spiel gebracht hatte diese Idee Sigismund Moerisch, der Obmann der Fachgruppe Hotellerie in der Wirtschaftskammer Kärnten. Laut Medienberichten meinte Moerisch, ein neuerlicher Lockdown soll um jeden Preis vermieden werden.

Moerisch berief sich auch auf Gespräche mit Spartenkollegen in anderen Bundesländern, wonach man der gleichen Meinung sei. Wie und wann dieser Schritt umgesetzt wird, war vorerst noch unklar. Impfstoff sei aber jedenfalls genügend da, bekräftigte der Fachgruppenobmann. Der Kärntner Tourismusreferent Sebastian Schuschnig (ÖVP) meinte auf APA-Anfrage, eine solche Entscheidung sollte am besten betriebsindividuell erfolgen: "Aber wenn man es grundsätzlich schafft, dass Gäste und auch die Unternehmer die Registrierungspflicht einhalten, dann sollte die 3-G-Regel ausreichen."

Kritik kam am Donnerstag von den Kärntner Oppositionsparteien. Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer meinte, er halte "diese Form der Druckausübung" für "absolut unangebracht", er warnte auch vor einer "weiteren emotionalen Aufladung der Impf-Diskussion". Und als "Killer-Idee für den Kärntner Tourismus" bezeichnete der geschäftsführende FPÖ-Landesparteiobmann Erwin Angerer den Vorstoß. Man könne sich "nur wundern, wie Wirtschaftsvertreter eine solche Zwangsmaßnahme ins Spiel bringen" könnten.

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