ITB Berlin NOW

Die Zukunft des Alpentourismus

Das Thema Nachhaltigkeit muss in 2021 im Destinations-Marketing wieder in den Vordergrund rücken: Auf dieses Credo verständigten sich die Diskussionsteilnehmer beim „Wilde Talk“ der Kommunikations-agentur Wilde & Partner Communications zum Thema „Die Zukunft des Alpentourismus“.

Agenturchef Jens Huwald suchte dabei den Austausch mit Professor Dr. Alfred Bauer vom Bayerischen Zentrum für Tourismus (BZT), Dieter Dubkowitsch von der Rhätischen Bahn und Dr. Viktoria Veider-Walser von Kitzbühel Tourismus über fehlende Gästegruppen zu Zeiten von Lockdowns, das Gästeverhalten 2021 sowie ein neues Verständnis von Luxus und Mobilität im Zuge der Corona-Krise. 

Die Teilnehmer betonten übereinstimmend, dass viele touristische Unternehmen derzeit immer noch um das Überleben in der Branche ringen. „Die Bereitschaft, sich langfristig Gedanken um die Zukunft zu machen, ist daher gering“, bekräftigte der BZT-Vorsitzende Prof. Dr. Alfred Bauer. Zugleich wünscht er sich, dass das Reisen im „New Normal“ nach der Corona-Pandemie eine nachhaltigere Komponente erfährt und forderte zugleich „eine neue Verträglichkeit in den Destinationen“. Gerade im stark frequentierten Alpenraum sei es wichtig, „dass sich die Einheimischen in ihrer Region auch noch wohlfühlen.“

„Es wird ein neues Verständnis für Luxus und Mobilität geben“, zeigte sich Dr. Viktoria Veider-Walser, Geschäftsführerin von Kitzbühel Tourismus, überzeugt. „Die Krise hat als Katalysator einige Megatrends wie Natur und Freiheit als zentrale Sehnsuchtsfaktoren, from global to local oder auch den Nachhaltigkeitsgedanken noch beschleunigt“, betonte die Tourismuschefin. Zugleich hofft sie darauf, dass die Krise das gemeinschaftliche Denken und Handeln der Destinations-Marketing-Organisationen stärkt. „Der Tourismus muss grundsätzlich breiter gedacht werden und die Interessen aller integrieren. Hierfür braucht es einen engen Austausch untereinander“, so ihr Appell.

Auch Dieter Dubkowitsch, Marktverantwortlicher Deutschland und Österreich der Rhätischen Bahn, sprach sich für eine gemeinsame Zielsetzung der DMOs aus. „Nur so lassen sich auch die Besucherströme lenken, die in diesem Jahr gerade in den Bergdestinationen wieder einsetzen werden“, bekräftigte er. Der Tourismusexperte rechnet mit einem starken Boom nach Naturerlebnissen in 2021. „Die Bergwelten werden in nächster Zeit eher überrannt werden, denn die Menschen wollen raus und verreisen.

Alle drei Diskussionsteilnehmer des „Wilde Talk“ sprachen sich für die stärkere Schaffung und Umsetzung grenzübergreifender Projekte aus. „Für die Zukunft des Alpenraums ist es essentiell, dass der Qualitätsgedanke im Tourismus Vorrang vor der Quantität hat“, hob Dr. Viktoria Veider-Walser hervor.

Prof. Dr. Alfred Bauer nannte die Interreg-Förderprogramme der Europäischen Union „beispielhaft für erfolgreiche grenzübergreifende Zusammenarbeit touristischer Regionen und Organisationen.“

Alle fünf „Wilde Talks“ zur ITB Berlin NOW 2021 sind bis 31. Mai 2021 auf der Brand Card von Wilde & Partner Communications auf https://www.itb-now.com und darüber hinaus auf https://www.wilde.de/events/ abrufbar.

Einen virtuellen „Wrap-up“ der ITB-Talks gibt es von Wilde & Partner im Nachgang zur ITB Berlin NOW 2021 in der agentur-eigenen Digitalpublikation WLD@heart-Magazin.

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