Italien

Gastfreundschaft in Regenbogenfarben

Dass Italien Fußballeuropameister wurde, geschah nicht zum ersten Mal, dass dabei jedoch europaweit zahlreiche Regenbogenflaggen geschwenkt wurden, war eine Premiere. Überhaupt rücken Toleranz und Akzeptanz, die Grundlagen der LGBTQ⁺-Gemeinschaft, immer mehr in den Mittelpunkt öffentlichen Interesses.

Italien pflegt traditionell eine ausgeprägte Gastfreundschaft und Willkommenskultur und setzt auch im Tourismus auf Offenheit, Inklusion und Respekt. Bereits 1980 formierte sich in Italien ARCIGAY, die wichtigste italienische Schwulen- und Lesbenorganisation.

Zahlreiche Regionen Italiens haben deshabl spezielle Angebote aufgelegt und empfangen LGBTQ⁺-Traveller mit offenen Armen. Unterstützt werden die Maßnahmen gezielt von ENIT, der Italienischen Zentrale für Tourismus. Seit Frühjahr 2017 ist sie Mitglied der International Gay & Lesbian Travel Association IGLTA, die 2022 in Mailand ihre internationale Tagung austrägt, zum ersten Mal im Stiefelland.

Viele Orte Italiens erzählen von interessanten Begebenheiten wie z.B. von homosexuellen Persönlichkeiten der Geschichte oder von bekannten Kunstwerken und Künstlern, die Sexualität in vielen Formen zeigen. Reisende können bei geführten Touren spezieller Anbieter „die unerzählten Geschichten“ zahlreicher Orte und ihrer Verbindung zur sexuellen Diversität aus Vergangenheit und Gegenwart erfahren.

So entzückte bereits im 19. Jahrhundert die Stadt Taormina mit ihren kleinen Gassen, den Ruinen des Teatro Greco und dem schneebedeckten Ätna im Hintergrund homosexuelle Intellektuelle, als es etwa Schriftsteller Oscar Wilde oder Fotograf Wilhelm von Glöden in den Süden Italiens zog.

Heute locken vor allem Metropolen wie Mailand, Rom oder Florenz mit vielen LGBTQ⁺-Restaurants, Bars und Hotels. In Rom gibt es den Zusammenschluss GAY VILLAGE, der neben zahlreichen Veranstaltungen jedes Jahr im Juni ein Sommer-Festival in der Hauptstadt organisiert: die Gay-Parade Roma Pride fand im Juni 2011 zum ersten Mal statt, 2022 wird sie am 11. Juni veranstaltet. Die Modehauptstadt Mailand ist Hauptsitz von ARCIGAY und gilt als besonders LGBTQ⁺-friendly. Das eigentliche Zentrum der LGBTQ⁺ -Community in Italien ist jedoch Bologna. Die Hauptstadt der Emilia-Romagna ist bekannt für ihre Toleranz und Offenheit. Zahlreiche LGBTQ⁺-friendly Restaurants, Bars und Diskotheken finden sich hier und auch eine entsprechende Parade zieht jährlich durch die Straßen der Stadt.

Wen es eher an den Strand zieht, der ist an der Versilia-Küste in der Toskana richtig. Hier trifft sich die internationale LGBTQ⁺-Szene. Vor allem der kleine Ort Torre del Lago bei Viareggio, in dem schon seit vielen Jahren die Community ansässig ist, kann auf die Unterstützung vieler Touristiker zählen. Mitte August feiert die Szene mit dem Gay-Festival „Mardi Gras“ bei angesagten Open-Air-Partys, grandiosen Shows und Live-Musik den Sommer. Doch auch Klassikfreunde kommen hier beim Puccini Festival auf ihre Kosten am malerischen Massaciuccoli See und der Villa, in der der berühmte Komponist Giacomo Puccini lebte. Die Insel Capri in Kampanien zählt seit jeher zu den Lieblingsinseln von Gay-Urlaubern und lockt ebenfalls mit zahlreichen Angeboten für die Community. 

Friendly Italy

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