Italien

Flugverkehr auf Niveau von 1995 gesunken

Die italienischen Flughäfen sind wegen der Coronavirus-Epidemie mit einer präzedenzlosen Krise konfrontiert. Nach einer leichten Erholung in den Sommermonaten wurden im September lediglich 5,73 Mio. Passagiere verzeichnet – das waren um 69,7 % weniger als im Vergleichsmonat 2019. Das sei der niedrigste Stand seit 1995, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Verbands der italienischen Flughäfen "Assaeroporti" hervorgeht.

Im Zeitraum März bis September 2020 habe das italienische Airportnetz 83 % seiner Passagiere, 68 % der Flugverbindungen und 33 % des Frachtvolumens verloren. Bis Jahresende rechnen die Flughäfen mit einem Passagierrückgang von 70 % auf 58 Mio. Personen und einem Umsatzminus von zwei Mrd. Euro.

"Die Zahlen sind dramatisch. Die italienischen Flughäfen sind mit einer akuten finanziellen Krise konfrontiert. Ohne sofortige Stützungsmaßnahmen sind tausende Jobs und bereits geplante Investitionen zur Modernisierung und Entwicklung der italienischen Airports gefährdet", warnte Assaeroporti-Präsident Fabrizio Palenzona.

Der Verband forderte von der italienischen Regierung die Einrichtung eines mit 800 Mio. Euro dotierten Fonds zur Entschädigung für die Verluste, die die Flughafenbetreiber heuer coronabedingt erlitten haben. Wichtig seien auch Stützungsmaßnahmen für das Flughafenpersonal. Tausende Arbeitsplätze seien gefährdet.

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