Im Gespräch

Martin Prantl – Man kann Dinge, aber nicht Menschen managen!

Martin Prantl ist als Organisationsentwickler für internationale Unternehmen tätig und begleitet Top-Führungskräfte aus Wirtschaft, Kultur, Medien und Verwaltung als Sparringpartner in deren Transformationsprozessen. Prantl greift dabei auf eine langjährige Erfahrung als CEO und in Top-Führungspositionen - Prantl war u.a. CEO von nielsen - im Konsumgüterumfeld zurück.  Im Interview mit hotel & touristik essenz spricht der Unternehmer aus Leidenschaft über den Blick von außen und Sparring auf höchster Ebene.

Herr Prantl, welche Marken haben jetzt die Chance zu glänzen oder sich zumindest zu behaupten? Welche Marke bzw. Markenstrategie wird Schwierigkeiten bekommen?

Martin Prantl: Wenn Sie mit „jetzt“ die Zeit der Pandemie meinen, dann ist zu sagen, dass selbst in diesen wahrlich besonderen Zeiten für Marken keine anderen Gesetze gelten als sonst auch. Marken, welche in ihrer Kernleistung sauber und differenziert geführt sind und über ein klares strategisches Zukunftsbild verfügen, können auch in schweren Zeiten profiliert agieren.

Selbstverständlich sind aktuell ganze Branchen außer Betrieb gesetzt, jedoch werden diejenigen Unternehmen, welche bei ihren Kunden über den vielzitierten „guten Ruf“ verfügen, und nichts Anderes ist letztlich eine starke Marke, sofort wieder hochstarten und erfolgreich sein. Solche Marken nutzen aktuell die Zeit, strukturiert vorwärts gerichtete Strategien zu entwickeln und Gelerntes aus der Krise positiv in die Zukunft mitzunehmen. Andererseits werden diejenigen, die generisch und austauschbar in ihren Leistungen sind, entweder taumeln, lange brauchen, oder sogar vom Markt verschwinden.

Immer mehr unseres Lebens verlagert sich ins Digitale. Warum bleibt der persönliche Kontakt wichtig? Wie gelingt das auch in der Verkäufer-Kunden-Beziehung?

Persönlicher Kontakt und digitale Kommunikation schließen sich nicht aus. Natürlich ist wichtig, Menschen persönlich zu kennen und in der Live-Begegnung alle Aspekte der Kommunikation zu pflegen. Dennoch eröffnen uns heute die mannigfaltigen Möglichkeiten digitaler Kommunikation neue, zusätzliche Perspektiven in der täglichen Interaktion. Persönlich und digital mischen sich zunehmend, spielen idealerweise integriert zusammen. Ich selbst erlebe in den letzten Monaten viele Beispiele sehr persönlicher, und dennoch digitaler Interaktion, mit ganz neuen Arbeits- und Gestaltungsmöglichkeiten. Auch die Instrumente haben sich toll weiterentwickelt, vor allem aber die Akzeptanz, diese einzusetzen.

In Zukunft werden sich Unternehmen eher Gedanken machen müssen, wie sie Begegnung und Dialog zwischen den Menschen in den Büroräumlichkeiten fördern und unterstützen können. Reine transaktionale Arbeit, aber auch inhaltlicher Austausch kann beinahe ortsunabhängig erledigt werden. Man wird jedoch immer stärker auf soziale Begegnung, kreativen Dialog und damit verbunden auf neue Formate des Austausches und entsprechende Rahmenbedingungen achten müssen.

Wie entscheidend ist die Führungsqualität für den Unternehmenserfolg? Oder macht die „Schwarmintelligenz“ den Unterschied?

Führung ist ein sehr weit gefasster Begriff. Die Ansprüche an eine Führungsperson sind in unserer Zeit sehr komplex, viel komplexer als je zuvor. Führungssysteme prägen wesentlich die Kultur der Unternehmen, und das ist vielen der Eigentümer, Top-Manager und Führungspersönlichkeiten in den Unternehmen oftmals nicht so bewusst. Insbesondere sind es Menschen vielfach nicht gewohnt, permanent Entscheidungen unter Unsicherheit zu treffen, immer wieder von Neuem auszusteuern und die Dynamik und Schnelligkeit aktiv, gestalterisch für das Unternehmen zu nutzen. Und ja, dazu ist es eben auch nötig, hohe Schwarmintelligenz im Unternehmen zu entwickeln, den Raum dafür zu schaffen. Vertrauen, Zutrauen und der laufende Abgleich von Erwartungen im System sind dabei bedeutsam. Den strategischen Rahmen für all diese Handlungen liefert ein gemeinsames, geteiltes Bild über die Zukunft, auch unter dem Begriff „Marke“ bekannt, übrigens einer der am häufigsten missbräuchlich verwendete Begriff der Betriebswirtschaftslehre.

Was sind aus Ihrer jahrelangen Erfahrung die größten „Do´s & Dont´s“ der Führung und Selbstführung?

Ein großer Fauxpas in der Führung von Teams ist die häufige Verwechslung von „Führen“ und „Managen“. Viele Führungskräfte kommen aus einer Experten-Rolle in einem bestimmten Fachgebiet, weil sie in ihrem Fach der „beste Experte“ sind. Sie kommen oft völlig unvorbereitet in die Führungsrolle, und dort sollen sie dann ein Team, oft sogar ein großes Team, dessen Teil sie meist noch kurz vorher waren, erfolgreich führen.

Nun, man kann Aufgaben und Dinge managen, jedoch nicht Menschen. Führungsaufgaben sind meist ungewohnt, man kann sie nicht „abhaken“ und sie wirken langfristig. Erfolge zeigen sich erst nach einer gewissen Zeit. Schnelle Erfolge wird man da nicht finden. Und dennoch ist die Führungsaufgabe eine so immanent wichtige, sie prägt die Kultur, das Fundament jeden Unternehmens. Menschen Richtung zu geben, auf Linie zu bringen, Klarheit und Koalitionen zu schaffen, zu motivieren und zu inspirieren, Menschen zu befähigen und zu entwickeln, darauf kommt es an.

Im Thema Selbstführung müssen Menschen mit Führungsverantwortung gerade jetzt stark darauf achten, dass die Aspekte der Selbstfürsorge und Selbstregulation nicht zu kurz kommen. Insbesondere an Tagen, an denen die zeitliche Inanspruchnahme von Führungspersonen im hybriden Homeoffice-System durch online-Konferenzen und Meetings hoch ist, durch familiäre Herausforderungen wie Homeschooling u.a.m. zusätzliche Brisanz entwickelt, und durch gesellschaftliche Umstände und damit verbundene Ängste ein mitunter sehr starker „Cocktail“ entsteht, tut man gut daran, für sich selbst, oder mit Unterstützung, Wege zu finden, seine Position zu reflektieren, zu erkennen, und zu regulieren bzw. neu zu organisieren. Um zu wachsen, muss man gegen sich selbst antreten, nicht gegen andere!

Wie erkennt man Potenziale und hebt diese?

Potenziale in Menschen zu erkennen, heißt sich intensiv mit ihnen und ihrer Entwicklung auseinanderzusetzen. In Zeiten, in denen Unternehmen immer mehr um die besten Talente am Markt buhlen, und sich qualifizierte Mitarbeiter zunehmend differenziert aussuchen, wo und wie sie gerne arbeiten möchten, ist diese Auseinandersetzung wichtiger denn je. Dazu braucht es Haltung, Engagement, Kultur und die dazu erforderlichen Instrumente und Systeme. Der berühmte „War for Talent“ geht an Unternehmen, die diese Partitur freudvoll und spielerisch beherrschen. Dazu braucht es die Aufmerksamkeit und das Kommittment der gesamten Organisation. Dies kann nicht verordnet werden, sondern wird in und aus der Organisation als Kulturgut entwickelt.

Sie waren viele Jahre CEO von nielsen. Der Handel steuert, mit einigen Ausnahmen, in Relation zu anderen Branchen unbeschadet durch die Krise. Gibt es dennoch Transformationsprozesse, die jetzt angestoßen wurden?

Der Handel ist natürlich ein sehr weit gefasster Begriff. Transformation ist da wohl eine dauernde Aufgabe, orientiert an prognostizierten Bedürfnissen und im Sinne der Konsumenten. Ständig steigende Marktanteile des Online-Handels in allen Branchen zwingen da selbst die alteingesessenen stationären Dampfer im Handel zu aktualisierten Haltungen. Und die derzeitige Pandemie-Situation wirkt hier wohl als Verstärker. Allerdings fällt schwer, mit so viel überschüssiger Verkaufsfläche zukunftsfitte Erfolgsmodelle zu schaffen. Wenn Menschen auch künftig in Geschäfte gehen sollen, wird man nicht umhinkommen, sie anders als bisher „zu empfangen“, d.h., die Menschen, welche auf diesen Flächen arbeiten, werden wichtiger, wie auch die Darstellung und Inszenierung von Angeboten, und das in vielen Branchen. Hier wird ebenfalls „digital“ und „stationär“ mehr und mehr ineinandergreifen, und darauf bereitet man sich aktuell vor. Auch da möchte ich nochmals den Bezug zur Marke machen: Wenn die Leistungen differenziert sind und der Kunde diese versteht und schätzt, wird sich die Marke durchsetzen. Ist sie generisch und austauschbar, sinkt die Akzeptanz und die Nutzung der Marke. Insofern bin ich schon sehr gespannt auf die Umfirmierung von Merkur und die künftige Positionierung von „Billa Plus“.

Ebenso ändern sich Konsumbedingungen. Wie schaut das „neue Normal“ im Jahr 2025 dann aus?

Wir werden die Annehmlichkeiten aus beiden Welten für die Zukunft nutzen wollen, als mündige Konsumenten. Das heißt, dass die Unternehmen aus allen Konsumgüterbranchen, und darüber hinaus, sich schon jetzt damit beschäftigen müssen, was sie aus den Erfahrungen der letzten 12 Monate mitnehmen. Was müssen sie daher in Zukunft verstärken, was reduzieren, ja vielleicht sogar eliminieren bzw. bereinigen? Und wo muss man ansetzen und neue Dinge für eine erfolgreiche Zukunft schaffen, welche Barrieren sind dafür aus dem Weg zu räumen, damit das möglich ist? Das „neue Normal“ wage ich nicht zu prognostizieren. Nur soviel: Tappen Sie nicht in die „wie früher“- Falle, es wird kein Stein auf dem anderen bleiben.

Die Medienlandschaft ist von Corona ebenfalls stark beeinflusst. Wie bewerten Sie die Entwicklungen und welche Schlüsse ziehen Sie draus?

Kommunikation und Medien sind schon seit Jahren in starkem Umbruch. Hier ist die Digitalisierung weit vorangeschritten und diese zwingt etablierte Print-Medien und auch TV-Formate in andere Gefilde. International erfolgreiche Konzepte wie „The Economist“- er verzeichnet nach 175 Jahren Geschichte den höchsten Umsatz aller Zeiten mit 500.000 zahlenden Digitalabonnenten und einer Million Print-Ausgaben - oder auch das „Time Magazine“ oder „Axel Springer“ in Deutschland, zeigen vor, wie diese sehr fordernde Digitalisierungs-Erfordernisse positiv genutzt werden können. 2040 werden bereits mehr als 90 % aller Medienkäufe online getätigt, so die Prognosen.

Verlässliche Absender und tiefgehende Recherche stehen Millionen selbsternannter Journalisten und unübersichtlicher „Fake News“ gegenüber. Es wird daher in Zukunft die Aufgabe angesehener, verlässlicher Medien sein, die Rolle des fundierten Berichterstatters einzunehmen. Dabei entstehen neue Möglichkeiten und auch Formate, Medien nutzen „crossover“-Räume und diversifizieren ihre Kanäle. Gleichzeitig verschwinden Medien mit unklarer Position vom Markt und machen Platz für profilierte integrierte Systeme. Der Werbemarkt revolutioniert diese Medien zusätzlich, im Personifizierungsstrom gewinnen Big Data und Blockchain-Technologien mehr und mehr an Bedeutung. Die Welt wird vernetzter, und das mit exponentieller Dynamik.

Wie gelingt die Umsetzung der hehren Theorie für die Praxis ohne große Reibungsverluste?

Theorie und Praxis brauchen einander, Wissenschaft um der Wissenschaft Willen gilt zwar teilweise für Grundlagenforschung - insbesondere die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften - jedoch sind der Praxis sehr nahe. Insofern stellt sich immer wieder von Neuem die Frage der Übersetzung theoretischer Erkenntnisse in die Praxis, die Frage der Praxis-Tauglichkeit. Diese entsteht vor allem durch einen konstruktiven und intensiven Dialog, einem Dialog zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, zwischen Managern und Wissenschaftlern. Auch hier bietet die Digitalisierung viele Möglichkeiten internationaler, ja globaler auf Wissen zuzugreifen und sich dieses zunutze zu machen. Gleichzeitig fordert dies aber auch die Entscheider und Führungskräfte auf eine besondere Weise.

Sie sind gebürtiger Tiroler, das Bundesland stand zuletzt aufgrund von Corona aus mehreren Seiten unter Beschuss. Wie sehr schadet das der Marke bzw. Tourismusmarke Tirol kurz- und mittelfristig? Welchen Weg muss man in Zukunft gehen?

Der angesprochene Schaden ist beträchtlich und in seinen Folgen noch nicht abzuschätzen. Zu meiner Verwunderung wird seitens der Verantwortlichen für Land und Region wenig getan, und die aktuelle „Ruhezeit“ im Tourismus kaum genutzt, strategische Weichenstellungen vorzunehmen, sich für die Zukunft aufzustellen und auszurichten und aus Fehlern ursächlich zu lernen. Vielmehr fühlt es sich eher so an, als erwarte man, dass es „danach“ ähnlich weitergehen wird, vielleicht etwas weniger „wild“, aber dennoch … es hat ja über Jahrzehnte so funktioniert. Da braucht es wohl mehr ernst gemeinte Erneuerung. Gute und erfolgreiche Beispiele dafür gibt es ja schon.

Bei DreamTeam schaffen Sie mit der Veranstaltungsserie „Abendrot“ (in Zusammenarbeit mit Dr. Erich Schönleitner und der DreamTeam Management GmbH) einen „Denkraum für Strategen“, so die Erklärung. Wie wichtig sind Information und Austausch gerade jetzt?

Dialog und konstruktiver Austausch sind die Basis für ernst gemeinte Entwicklung. Wir möchten diesen Raum bieten und den Dialog aktiv fördern, mit den vielfältigen Erfahrungen aller DreamTeam Partner im Hintergrund.

Unter dem Titel „Start-me-up für Tourismus-Strategen – Über Mut und Taten zum Erfolg“ steht am 01. Juni ein derartiger offener Dialog am Programm. Was ist das Ziel dieser Veranstaltung?

Im Dialog ist es unser zentrales Anliegen, Menschen zu treffen, die an den Schaltknöpfen für Entscheidungen der Zukunft sitzen. Zu treffen in zweierlei Hinsicht: Einerseits, um Ihnen eine Plattform für Austausch zu bieten, andererseits, um mit provokanten Thesen einen Diskurs aus verschiedenen Perspektiven zu treffen und zum Denken anzuregen. Für eine positive Entwicklung in Zukunft.

Von der intuitiven über die standardisierte geht nun der Weg in der Touristik klar in Richtung individualisierter Qualität. Heißt, nichts passiert unternehmerisch mehr rein zufällig, sondern bewusstes Eingehen auf die Bedürfnisse ist Gebot der Stunde. Sind Unternehmen aus Ihrer Sicht bereits in dieser neuen Realität angekommen und wie weit darf/soll/kann eine individualisierte Dienstleistung gehen? UND: Was kommt danach?

Das Konzept der Individualisierung ist für uns bereits Gewohnheit. Wir bekommen ständig „individualisierte“ Angebote zugespielt, über Social Media, über die großen Online-Einkaufsplattformen und -broker – das ist bereits Alltag. Deshalb ist das auch im Tourismus eine notwendige Voraussetzung geworden. Wer glaubt, er brauche das nicht, liegt wohl falsch!

Dieses Thema wird viele der Betriebe, Regionen und Länder wohl in den kommenden Jahren noch sehr intensiv beschäftigen. Werden Sie etwa nicht gerne individuell und treffsicher, entsprechend ihren Interessen und Bedürfnissen mit einem sorgenfreien Leistungspaket angesprochen, wenn es um Ihren Urlaub geht?

Individualisierte Qualität im Zeitalter der Digitalisierung – ein Widerspruch, gerade im Dienstleistungsgewerbe, wo es menscheln muss? Kommt der Touristik, der Hotellerie, der Gastronomie mit Alexa, Siri & Co vielleicht die Gastgeberrolle bald gänzlich abhanden?

Nein, nein. Es kommt darauf an, das Gute aus beiden Welten zu nutzen und integriert zu nutzen. Gastgeberrolle, Ansprache und menschliche Begegnung nimmt dabei eine zentrale Bedeutung ein. Digitalisierung und Technologie sollen dabei mehr Zeit für soziale Interaktion schaffen.

Gibt es eine Definition für Krise & Katastrophe aus Kunden- und Unternehmersicht?

Sowohl für Kunden als auch Unternehmer sollte eine Krise als Chance für Erneuerung gesehen werden. Voraussetzung dafür ist natürlich eine gewisse finanzielle Absicherung, d.h. keine existenziellen Nöte, denn ansonsten entstehen schwer überwindbare Blockaden. Dann kommt mitunter die Katastrophe.

Braucht Krisenkommunikation als wesentlicher Teil des Krisenmanagements im digitalen Zeitalter mit Social Media striktere Strukturen? (Stichwort Shitstorm bzw. Fake News)

Ein Musterbeispiel verpasster Krisenkommunikation ist wohl Astra Zeneca, durch Nicht-Kommunizieren entsteht beträchtlicher Schaden. Selbst nach den vielen negativen Erfahrungen der letzten Monate passiert immer noch nichts erkennbar Strukturiertes seitens des Unternehmens.

Krisenkommunikation in unserer Zeit braucht jedenfalls hohe Professionalität und gute Kenntnis über die Mechanismen der Medien. Viele Unternehmen begeben sich in Kanäle, ohne vorher die damit verbundenen Folgen professionell zu beleuchten. „Wir machen jetzt mal eine Insta-Seite“ oder „wir kommunizieren auf Clubhouse“ ist viel weitreichender, als man denken würde. Mein Rat dazu: Bereiten Sie sich vor, arbeiten Sie mit Profis und meiden Sie Dilettantismus und selbsternannte Experten, denn davon gibt es zuhauf.

Ist professionelle Krisenkommunikation heute bereits fixer Unternehmensbestandteil? Wie gut sind Unternehmen in der Kommunikation nach außen für den Krisenfall gerüstet? Welche Lehren sollen/müssen Unternehmen hier aus der Corona-Pandemie ziehen?

Ein professionell agierendes Unternehmen ist kommunikativ gut aufgestellt. Kommunikation in Unternehmen ist eine Aufgabe, die um das zehnfache unterschätzt wird, das gilt für die Kommunikation nach innen, vielfach wohl aber auch nach außen. Man tut gut daran, sich damit zu beschäftigen. Und die Lehren aus Covid-Zeiten? Scheuen Sie sich nicht vor den tollen Hilfsmitteln unserer Zeit, schenken Sie Ihren Leuten Vertrauen, Arbeit heißt nicht im Büro zu sitzen, pflegen und kultivieren Sie den aktiven Dialog, entwickeln Sie Ihre Mitarbeiter zu selbstverantwortlichen, motivierten Menschen mit Freude am Tun. Führen Sie sie und kümmern Sie sich um sie! Sie werden es zehnfach zurückbekommen und Krisen gemeinsam durchstehen.

Persönlich gefragt: Wenn die Rollbalken in der Gastronomie, Hotellerie und Touristik endlich wieder hochgehen, was werden Sie als erstes tun? Und so es ein Reisewunschziel gibt, wie lautet es und warum gerade dorthin?

Nach dem ersten „Lockdown“ habe ich am 15. Mai 2020 in vier Lokalen einen Tisch reserviert, im Abstand von je zwei Stunden und bin von mittags bis zur Sperrstunde mit lieben Menschen unterwegs gewesen und habe Atmosphäre, die Öffentlichkeit und die Kulinarik in bester Gesellschaft genossen. Das werde ich wohl wieder tun, sobald das möglich ist.

Und verreisen, ja, das hat man ja fast vergessen in diesen Tagen. Mein Wunschziel ist dabei gar nicht so wichtig, aber eins ist Fakt: Es muss ein Platz sein mit bestem Service, hervorragender Küche, einem „mindblowing“ Ambiente und einer wundervollen Naturkulisse: Also „somewhere in Austria maybe“?

Am 01. Juni 2021, ab 17:30 Uhr, findet unter dem Titel „Start-me-up für Tourismus-Strategen – Über Mut und Taten zum Erfolg“ der zweite ABENDROT-Event, in Kooperation mit dem Manstein Verlag und dem neuen Premiummagazin hotel & touristik essenz, und unter Einhaltung der behördlichen Auflagen und eines COVID Hygiene- und Sicherheitskonzepts im Hotel Andaz Vienna statt. Die Teilnahme ist nur mit persönlicher Einladung möglich. Hinter DreamTeam stehen u.a. Dr. Erich Schönleitner (ehemaliger Geschäftsführer von u. a. Wiesner Hager und Pfeiffer Handelsgruppe) und Mag. Martin Prantl, ehemaliger Geschäftsführer von nielsen Österreich, die die Veranstaltung moderieren werden, sowie Tina Macho, Dr. Monika Forstinger und Mag. Fritz Ebner.

Rückfragen & Kontakt: DreamTeam Management GmbH, Prok. Tina Macho, tina.macho@dreamteam.at, 0664 88420177, https://www.dreamteam.at/veranstaltungen/abendrot.html

www.dreamteam.at

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