IKEA

Dachgleiche am Westbahnhof gefeiert

Am Wiener Westbahnhof wächst seit 2019 ein innovatives IKEA Einrichtungshaus in die Höhe. Völlig autofrei, auf Fußgänger, Öffi-Nutzer und Radfahrer ausgerichtet, tragen 160 Bäume auf dem Dach und an den Fassadenseiten zur innerstädtischen Biodiversität bei. Im Frühjahr waren die Bauarbeiten eine Weile stillgestanden – die Dachgleiche konnte nun jedoch planmäßig stattfinden. 

Mit der Dachgleiche steht nun der Rohbau des innovativsten Einrichtungshauses, das es aktuell in der IKEA Welt gibt. Der Zeitplan für das Jahr 2021 liegt auch schon vor.

„Bis zur Eröffnung im Herbst 2021 steht noch einiges an“, erklärt Sandra Sindler-Larsson, Projektleiterin IKEA am Westbahnhof. „Logevo, unser Experte für innovative Logistiklösungen, hat die Arbeiten in der ersten Dezemberwoche aufgenommen. Im neuen Jahr beginnen wir Ende Jänner mit der Montage des Grid, dem Rahmen des Gebäudes.“

Alle sogenannten „dienenden Elemente“ des Gebäudes (Technik, Aufzüge, Treppen) befinden sich im Grid.

„Das schafft völlige Nutzungsfreiheit im Inneren und damit höchstmögliche Flexibilität, auch für zukünftige Entwicklungen, von denen wir jetzt noch gar nichts wissen“, erklärt Jakob Dunkl, querkraft architekten wien.

Mitte April soll der Grid dann fertiggestellt sein – genauso wie der Addon, der in der zweiten Februarwoche beginnt.

„Mit Mitte Oktober wurde bereits mit dem Aufbau der Fassadenarbeitsbühnen zur Herstellung der Gebäudehülle begonnen, die bis Ende Februar für drei Seiten fertiggestellt werden soll. Mitte März folgt die Fassadenseite zur Gerstnerstraße“, erzählt Sandra Sindler-Larrson.

Die ersten Bäume werden Anfang Mai gepflanzt, der letzte Kranabbau ist dann für Ende Juni 2021 angesetzt. 

„Die 160 Bäume werden einen deutlichen, positiven Einfluss auf das Mikroklima in der Umgebung haben, sowohl in punkto Temperatur, als auch bezüglich der Luftfeuchtigkeit. Mit den Bäumen auf der Dachterrasse entsteht eine kleine Oase mitten in der Stadt“, erklärt Jakob Dunkl.

Das siebengeschossige Gebäude wird auf insgesamt fünf Ebenen ein vollwertiges IKEA Einrichtungshaus beherbergen. 250 Mitarbeiter sind für die KundInnen da. Ein ansprechendes Food-Angebot bringt modernes und gesundes schwedisches Flair. Für Abwechslung und eine belebte Fassadenseite an der Mariahilferstraße sorgen die vier Geschäfte, die zuvor schon angesiedelt waren.

„Alle Mieter, die nach dem Umbau wieder an diesen Standort zurückwollen, haben die Möglichkeit dazu. So werden etwa die Apotheke, das Hörgerätestudio, der Friseur und der Bäcker im neuen Haus Platz finden”, sagt Sandra Sindler-Larsson.

Die bereits vorhandenen vier Geschäfte werden im neuen Haus – auf etwa gleicher Fläche – moderne Geschäftsflächen haben. Ein paar kleinere Gebäudeteile sind für unterschiedliche Nutzungen angedacht – etwa für ein Cafè oder Ähnliches.

In den oberen beiden Stockwerken wird mit der Accor Marke JO&JOE ein externer Partner einziehen, der ein spannendes Hospitality Konzept anbietet. Dieses Konzept ist eine Mischung aus Hostel und Hotel für junge Leute oder Geschäftsreisende und will in seinen allgemeinen Bereichen Reisende und Wiener zusammenbringen. 

Das bereits vorgestellte Musterzimmer zeigt, wie manche Zimmer im neuen JO&JOE in Wien aussehen werden: Es ist ein sogenanntes „Together“, ein Zimmer, das einem Schlafsaal ähnelt und Platz für mehrere Personen oder Reisegruppen bietet. Als Alternative werden „Yours“, das sind Zimmer für zwei bis drei Personen und Privatbad, zur Verfügung stehen. Diese sind auch für Geschäftsreisende gut geeignet.

„Es freut mich, dass wir gemeinsam mit IKEA das erste JO&JOE Open House im deutschsprachigen Raum eröffnen. JO&JOE steht für Hotelkomfort in Kombination mit der Übernachtung in einer gemütlichen Jugendherberge: Wir wollen für unsere Gäste neue, einzigartige Hospitality-Erfahrungen schaffen, mit unterschiedlichen Zimmerangeboten vom Schlafsaal bis zum privaten Doppelzimmer. Gleichzeitig bieten wir ein attraktives, leistbares gastronomisches Angebot sowie Aktivitäten und Veranstaltungen, die auch für alle externen Gäste zugänglich sind. So möchten wir die Verbindung zwischen Reisenden und Einheimischen fördern“, so François Leclerc, Vice President Brand & Operations JO&JOE. „Unser Ziel ist, dass JO&JOE mittel bis langfristig jedenfalls in jeder europäischen Hauptstadt vertreten ist. Konkret werden wir in den nächsten zwei Jahren JO&JOEs in Rom, Rio de Janeiro, Liverpool und Medellin eröffnen.“

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