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Hurtigruten

MS Lofoten wird zum Schulschiff

Nach fast sechs Jahrzehnten im Dienst der traditionellen Postschiffroute entlang der norwegischen Küste wird MS Lofoten die Hurtigruten Flotte verlassen. Zukünftig wird auf dem in den 1960er Jahren gebauten Schiff die nächste Generation norwegischer Seeleute ausgebildet.

Ab August 2021 wird MS Lofoten von der maritimen Hochschule der Stiftung Sørlandet als Schulschiff eingesetzt. Die Hochschule und Hurtigruten planen eine umfassende Zusammenarbeit bei der Aus- und Weiterbildung von Seeleuten. Zukünftig werden Auszubildende der Schule während ihrer Lehrzeit auch auf Hurtigruten Schiffen lernen.

 MS Lofoten wird das fünfte Schulschiff sein, auf dem die Schülerinnen und Schüler leben, arbeiten und ihre Fähigkeiten an Bord trainieren.

„Es besteht eine steigende Nachfrage nach qualifizierten Seeleuten, vor allem nach denen, die ihre Ausbildung auf einem Schiff absolviert haben. Die Übernahme der Lofoten ist für uns ein wichtiger Schritt. Sie ist ein wahres Juwel, das es verdient, gut gepflegt zu werden“, sagt Tor Helge Egeland, Direktor der Hochschule.

Mehrere ehemalige Hurtigruten Schiffe dienen oder dienten als maritime Ausbildungsschiffe. Im Rahmen der Schiffsübernahme vereinbarten die Hochschule und Hurtigruten, Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Lehrprogramme auch auf anderen Hurtigruten Schiffen auszubilden.

MS Lofoten wird das erste Schiff sein, das die Hurtigruten Flotte seit mehr als zehn Jahren verlässt. Zusätzlich zur traditionellen Postschiffroute entlang der norwegischen Küste erkundet die wachsende Hurtigruten Flotte kleinerer Expeditionsschiffe mehr als 250 Reiseziele weltweit, wie die Arktis, mit Alaska, Grönland oder Spitzbergen, die Britischen Inseln, Südamerika und die Antarktis.

Die Hochschule und Hurtigruten haben verabredet, dass die Reederei MS Lofoten in der unterrichtsfreien Zeit von der Stiftung chartern kann. Hurtigruten erwägt, im Frühjahr 2021 eine oder mehrere Abschiedsfahrten mit MS Lofoten an der norwegischen Küste zu ermöglichen – sofern die Covid-19-Situation dies zulässt.

 

Über die MS Lofoten 

1964 in Oslo vom Stapel gelaufen und benannt nach der gleichnamigen Inselgruppe nördlich des Polarkreises, wird MS Lofoten in Norwegen auch "Die Königin der Küste" genannt. Abgesehen von gelegentlichen Expeditions-Seereisen nach Spitzbergen oder zu den Britischen Inseln war die Lofoten vor allem im Liniendienst entlang der norwegischen Küste zwischen Bergen und Kirkenes im Einsatz.

In den fast sechs Jahrzehnten ihres Dienstes hat sie den Polarkreis mehr als 3500 Mal überquert und eine Strecke zurückgelegt, die mehr als 200 Umrundungen des Äquators entspricht. Bereits seit 2001 steht sie unter Denkmalschutz und wurde 2003 umfassend renoviert und neu ausgestattet. MS Lofoten wird noch immer von ihrem ursprünglichen Burmeister & Wain-Dieselmotor angetrieben, der mit über 330.000 Betriebsstunden als der am längsten laufende Schiffshauptdieselmotor der Welt gilt.

Steckbrief:

  • Baujahr: 1964
  • Schiffswerft: Akers mekaniske verksted (Oslo, Norwegen)
  • Passagierkapazität: 400
  • Betten: 151
  • Besatzung: 37
  • Bruttoraumzahl: 2.621
  • Länge: 87,4 m
  • Breite: 13,26 m
  • Geschwindigkeit: 15 Knoten
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