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Hoteliers

Umsatzersatz "wird viele Betriebe retten"

Der Umsatzersatz für die wegen Corona geschlossenen Betriebe wird vielen Unternehmen im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft das Überleben sichern, meint der zuständige Spartenobmann in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Robert Seeber. Die Überweisung des Geldes noch im November "wird viele Betriebe retten", sagte auch die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Michaela Reitterer, in einer Mitteilung.

"Wir begrüßen die Ankündigung von Finanzminister Blümel, dass der Fixkostenzuschuss II noch im November beantragt werden kann." , so Seeber weiter, dadurch können Mitarbeiter in Beschäftigung gehalten werden, die beim Aufsperren wieder benötigt werden.

"Nach mehr als einem halben Jahr fast ohne Einnahmen, aber laufenden Fixkosten, dem Finanzierungsanteil für die Kurzarbeit und nicht zuletzt dem anstehenden doppelten Gehalt brauchen viele Arbeitgeber im Tourismus den angekündigten Umsatzersatz wie einen Bissen Brot", erklärte Reitterer.

Als "dramatisch und bisweilen existenzgefährdend" bezeichnet  die Obfrau der WKÖ-Sparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster, die Umsatzausfälle der Zulieferer und Dienstleister der Tourismusbetriebe im November. Wenngleich Sie keiner Schließung unterliegen, so kommen die Umsätze durch den verordneten Lockdown von Gastronomie, Hotellerie, Event- und Veranstaltungsbranche zum Erliegen.

"Ich denke hier zum Beispiel speziell an Textilreiniger, Gebäudereiniger, Bäckereien oder Fleischereibetriebe, aber auch an die Veranstaltungstechniker und die Musikinstrumentenhersteller", sagt Scheichelbauer-Schuster. Auch für sie müsse es gleichwertige Entschädigungen geben. Auch für die massiv betroffenen Dienstleister wie Friseure, Fußpfleger, Kosmetiker oder Masseure und andere Branchen brauche es in diesem Monat adäquate Hilfe. "Der Fixkostenzuschuss II muss endlich fließen.", so die Spartenobfrau.

Die Unterstützung für Gastronomie und Hotellerie sei wichtig, sagte WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik, doch auch für ihn greifen diese Hilfen ohne den Handel zu kurz. "Wir sind im Handel gerade in den Einkaufsstraßen und in den Einkaufszentren gemeinsam unterwegs", so Trefelik, "wir sind symbiotisch aufeinander angewiesen." Nicht alle Bereiche des Handels seien gleichermaßen betroffen, aber es müsse gemessen an den Umsatzrückgängen auch für den Handel einen Ersatz für die Ausfälle geben.

Hotellerie-Sprecherin Susanne Kraus-Winkler und Gastronomie-Sprecher Mario Pulker sehen den von der Regierung präsentierten Umsatzersatz als essenziell für ihre Branchen an und begrüßen, dass der Umsatz aus Liefer- und Abholservices bei dem Zuschuss nicht angerechnet wird. Problematisch sei, dass man die Fakten erst seit 06.11f. kenne und Hilfen nur ausbezahlt werden, wenn ab 3.11. keine Kündigungen mehr ausgesprochen wurden.

Die Opposition sieht sich in den neuen Hilfe zum Teil bestätigt, bleibt aber kritisch. Man habe die Forderungen der SPÖ aufgegriffen, sagte etwa SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter, mit dem Vorschlag für den Fixkostenzuschuss II sei Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) jedoch gescheitert.

FPÖ-Budgetsprecher Hubert Fuchs begrüßt den Umsatzersatz, ist aber der Meinung, dass dieser ohne Antrag den Betrieben überwiesen werden soll, da sich die Höhe ohnehin automatisch berechnet und zu erwarten ist, dass jeder Betrieb den Umsatzersatz beantragen wird.

NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn sieht vor allem eine Frage noch unbeantwortet: "Was wird mit jenen jungen Unternehmen passieren, die ihr Unternehmen erst vor weniger als einem Jahr gegründet haben?", fragte er.

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