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Homeoffice-Book II

Day 4 – Österreichs Regionalität ist beste Qualität

Es ist Samstagmorgen, früher Morgen, wir sind bereits fix und fertig im Gewand und am Weg auf den Markt. Wir, das sind meine Mutter, oft auch mein vom Nachtdienst kommender Vater und ich, um uns am Markt mit allem, was die Bauern von ihren Landwirtschaften allwöchentlich mitbringen, fürs sonntägliche Familienessen und den Rest der Woche zu versorgen. Und wir sind nicht die einzigen, die in ihre Netztaschen – auch ein Relikt aus dem vergangenen Jahrhundert - all das packen, was Österreichs Hörndl- und Körndlwirtschaft tagein tagaus produziert.

Nahezu das ganze Grätzl ist bereits zu dieser frühmorgendlichen Uhrzeit auf den Beinen, man kommt aus dem guten Morgen sagen gar nicht raus und auch wenn wohl viele noch ohne Frühstück zum Einkaufen unterwegs sind, Hektik und Stress herrscht keiner. Vielmehr rennt schon zu dieser frühen Uhrzeit der Schmäh, auch bei den Standlern, die man nahezu alle mit Namen kennt und die einen schon von weitem mit einem winkenden Lachen begrüßen. Die Auswahl und das Angebot ist enorm, je nach Saison stapelt sich in Holzkisten und auf einfachen Bretterständen die ganze heimische Regionalität: Rotbackige Äpfel, saftige Birnen, frische Kräuter, knackige Krauthappeln, Fisolen, Karfiol, Kohl, Kürbis, Paradeiser, Paprika, Radieschen, Eier von glücklichen Hühnern, herrlich duftendes Landbrot, selbstgemachter Nuss- und Mohnstrudel und köstliches Feingebäck. Und unterm Glassturz warten Blunzen und Speck, Schulter und Scherzel, Schale und Schopf, Bauch und Brust, Meisel und Spitz, Bug und Beiried und viel Geflügel auf Abnehmer. Nicht lange, deshalb sind wir alle ja schon frühmorgens unterwegs. Denn das feine Angebot ist begrenzt. Verkauft wird ausschließlich aus eigener Produktion. Wir kaufen immer beim Stich, ein gemütlicher etwas rundlicher Landwirt mit roter Knopfnase, der mich immer mit den Worten „grias di mei Goldengerl“ begrüßt und mir auch immer gleich ein süßes Apferl oder feines Kekserl zusteckt. Kosten und naschen gehört nämlich überall dazu, die Katze im Sack kauft hier niemand. Weil es diese Katze auch nicht gibt. Denn da ist kein Apfel faul, kein Zwetschkerl ein Zwutschkerl und kein Erdapfel ein feinpoliertes Kartofferl, das alsbald zu einem verschrumpelten ungenießbaren Etwas mutiert.  Erdäpfel, so lerne ich hier auch von den Profis, müssen einfach erdig sein, und sollen erst unmittelbar vor Gebrauch gewaschen werden. Denn eben diese Erde, aus der sie kommen, ist für den Bramburi wie eine schützende Gesichtscreme. Na, sagen Sie das heute mal einem „Lebensmittelexperten“ …

Was ich Ihnen gerade erzählt habe, ist eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen. Damals, im kindlichen Alter, waren die samstäglichen frühmorgendlichen Marktbesuche ein Fixpunkt in meinem Alltag, der mich geprägt hat. Denn ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mich bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit zum Mitgehen „gezwungen“ und mir damit den hohen Wert von Regionalität vermittelt haben. „Meinen“ Markt gibt es übrigens noch, anders halt, aber noch immer stark auf Regionalität bedacht. Wie viele andere auch und eben genau diese Märkte, diese Produzenten, stehen für Österreichs Regionalität in bester Qualität. Nicht nur im landwirtschaftlichen Bereich, die regionale Angebotspalette ist längst eine vielfältige, in der sich alles findet, was sich auch bei den börsennotierten US-amerikanischen Onlineversand-Riesen findet. Nur bleibt beim Kauf bei heimischen Unternehmen auf deren Portalen die Wertschöpfung eben in Österreich. Was eigentlich immer, aber gerade jetzt in der Coronakrise, besonders wichtig ist.

Machen Sie’s sich’s doch jetzt im Lockdown aber auch danach auf Ihrer Couch gemütlich und nutzen Sie bitte das Online-Angebot der heimischen Betriebe aus Handel und Gewerbe. Nahezu alle Unternehmen - auch die Reisebüros - bieten ihre Produkte online bzw. per E-Mail oder über Telefon an und liefern das Gewünschte frei Haus.

Die Wirtschaftskammer hat dazu bereits im Rahmen des ersten Lockdowns die Plattform „Regional einkaufen – Österreich bringt’s!“ initiiert, um, so der WKÖ Präsident, Harald Mahrer, zu helfen, die Wertschöpfung in Österreich zu halten.

Mein Wochenendprogramm steht fest: Morgen geht’s früh auf den Markt – mit Maske und Abstand, eh klar – und dann stürze ich mich „oben ohne“ und ohne Stress und Hektik, dafür sehr entspannt auf wko.at/regionaleinkaufen rein ins weihnachtliche Shopping-Vergnügen. Kommen Sie doch einfach mit!

Damit bleiben Sie gesund und bitte #stayhome!

Info-Hotlines

Coronavirus-Hotline der AGES: 0800 555 621
Telefonische Gesundheitsberatung: 1450
Hotline des VKI zu reiserechtlichen Fragen: 0800 201 211
AK/ÖGB-Hotline zu arbeitsrechtlichen Fragen: 0800 22 12 00 80
Wirtschaftskammer: 0590900 4352
Rotes Kreuz: www.roteskreuz.at/home

Außenministerium - Online-Registrierung: www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/auslandsservice

WKO_Info-Service für Betriebe: www.wko.at/corona

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