Hapag-Lloyd Cruises

Shakedown der HANSEATIC spirit

Hapag-Lloyd Cruises hat einen kleinen, ausgewählten Personenkreis zur ersten Ausfahrt des neuen Expeditionsschiffes von Hamburg nach Hamburg geladen und einen Einblick in den Neubau gegeben.

Designkonzept „Inspired by nature“

Gleich beim Betreten des Schiffs fällt das neue Design auf, gedeckte Farben an den Wänden und Böden, von wellenartigen blauen Bögen durchzogen. „Inspired by nature“ ist das Credo der neuen Expeditionsschiffe. Diese Grundidee soll den Expeditionsgeist reflektieren. Die Natur wird nicht nur draußen erlebt, sondern spiegelt sich auch im Design der Innenräume wider. Die Möblierung der Kabinen ist ausgeklügelt gestaltet, Schränke, Türen, Laden etc. sind stark abgerundet, jeder Platz ist optimal genutzt. In einem Einschub verbergen sich Kaffeemaschine und ein komplettes Service, im schmalen Schrank unter seitlichen Borden liegen Schwimmwesten und Nordic Walking Stöcke griffbereit. In den Vorhängen vor den Balkontüren sind unsichtbar kleine Magnete eingenäht, damit sie auch bei eventuellem Fahrtwind sicher geschlossen bleiben. Praktisch, wenn man bei offener Balkontüre und Meeresrauschen schlafen möchte. Es sind viele Details, die man erst nach und nach entdeckt.

Aller guten Dinge sind drei

Mit der Indienststellung der HANSEATIC spirit ist die neue Expeditionsklasse von Hapag-Lloyd Cruises komplett. „Wir sind stolz, die HANSEATIC spirit nun als jüngstes Flottenmitglied zu begrüßen. Dass es uns zusammen mit der VARD Werft gelungen ist, in einer herausfordernden Zeit diesen Bau zu beenden, und wir nun mit drei kleinen und wendigen Expeditionsschiffen auf Fünf-Sterne-Niveau eine hochmoderne Expeditionsflotte vorweisen können, freut mich sehr. Allen Beteiligten gilt mein Respekt und Dank“, so Julian Pfitzner, CEO Hapag-Lloyd Cruises. Die drei baugleichen Schwesterschiffe von Hapag-Lloyd Cruises bieten Platz für 230, bei Antarktisreisen und Spitzbergen-Umrundung für 199 Gäste.

Natur & Umwelt im Fokus

Verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Umwelt hat höchste Priorität – diese Grundidee reflektiert den Expeditionsgeist von Hapag-Lloyd Cruises. Alle Neubauten sind für die Nutzung von Landstrom ausgestattet. Die Schiffe verfügen über einen SCR-Katalysator, der den Ausstoß von Stickoxid um fast 95 % reduziert. Seit 2020 wird flottenweit ausschließlich schwefelarmes Marine Gasöl 0,1 % eingesetzt. Der Verzicht auf Schweröl reduziert die Schwefelemissionen um 80 % und die Feinstaubemissionen um 30 %. Sie verfügen über die höchste Eisklasse für Passagierschiffe (PC6). Zwei ausfahrbare, komplett gläserne Balkone auf dem Sonnendeck geben dem Gast das Gefühl, direkt über dem Wasser zu schweben. Der Deckumlauf auf dem Vorschiff – „Spirit Walk“ – ermöglicht den Passagieren, ganz vorn auf dem Bug zu stehen und noch näher am Geschehen zu sein. 17 bordeigene Zodiacs und E-Zodiacs mit umweltfreundlichem Elektroantrieb machen Anlandungen in entlegenen Expeditionsgebieten hafenunabhängig möglich. Für wassersportliche Aktivitäten gibt es eine Marina und bordeigene Kajaks.

Kulinarische Vielfalt & höchster Genuss

In allen drei Restaurants gibt es flexible Tischzeiten und freie Sitzplatzwahl. Wer lieber in der Suite essen möchte, profitiert vom 24-Stunden-Kabinenservice. Das Hauptrestaurant, das HANSEATIC Restaurant, bietet mit 178 Plätzen Frühstücksbuffet, Lunch oder Dinner an. Im Lido Restaurant stehen 184 Plätze im Innen- und Außenbereich zur Verfügung. Hier können Gäste unter freiem Himmel frühstücken oder ein Steak vom Außengrill genießen, Auf dem „Adults-Only“ Schiff für Reisende ab 18 Jahren wird allabendlich das „l'esprit“ als Spezialitätenrestaurant mit französischer Küche die Gaumen der Gäste verwöhnen, bevor sie den Tag an einer der drei Bars ausklingen lassen.

Wissensvermittlung in der Ocean Academy

Während der Kreuzfahrten zu den entlegensten Winkeln der Erde sind Wissenschaftler an Bord, darunter Biologen, Glaziologen, Historiker und Geologen. Sie halten Vorträge und begleiten Exkursionen an Land. Darüber hinaus lädt ein modernes Wissenszentrum zum Selbststudium über die Natur und die Lebenswelt der Expeditionsziele ein. Das Herzstück der Ocean Academy ist die Study Wall, eine 6 x 1,8 Meter große Touch-Bildschirmwand. Hier können Gäste die Naturwunder, denen sie bei Landgängen und Zodiac-Fahrten begegnen, bei eigenen Studien und Forschungen individuell vertiefen. Auch kleine Mitbringsel von den Expeditionen wie Blätter oder Tierhaare können hier unter dem Mikroskop näher betrachtet werden.

Wellness & Fitness

Im ca. 235 m² großen OCEAN SPA mit Finnischer Sauna, Dampfsauna, Ruhebereich, Friseur, Beauty-Angeboten und Massagen lässt es sich herrlich entspannen. Für Sportbegeisterte steht ein 100 m² großer Fitnessbereich mit Fitness Coach und separatem Kursraum zur Verfügung – jeweils mit Blick auf das beeindruckende Naturpanorama. Ein großer Pool mit Gegenstromanlage kann dank eines flexiblen Zeltdachs wetterunabhängig genutzt werden.

Sechs Suiten- und Kabinentypen

Die Größe der 120 Kabinen und Suiten reicht von der Panoramakabine mit 21 m² bis zur Grand Suite mit 71 m². Es gibt ausschließlich Außenkabinen, fast alle verfügen über einen eigenen Balkon oder French Balcony.

Corona-Auflagen

Alle Crew-Mitglieder bei Hapag-Lloyd Cruises werden in den nächsten Tagen vollständig geimpft. Dies wird u.a. auch eine immer häufigere Forderung von Häfen erfüllen: Wenn nicht jedes Crew-Mitglied geimpft ist, wird das Einlaufen verweigert. Ebenso werden ab Oktober 2021 alle Schiffe auch nur mehr mit vollständig geimpften Gästen unterwegs sein. Besonders strenge Auflagen hat aktuell Norwegen erlassen: Es dürfen insgesamt nur 200 Personen, Gäste und Crew an Bord eines Kreuzfahrtschiffes sein. Da dies nur wenige Schiffe erfüllen können, erlaubt das Routing nach Norwegen eine Art Monopolstellung für Hapag-Lloyd Cruises. HANSEATIC Spirit wird ab 24. Oktober 2021 mehrmals ab Hamburg zum 15-tägigen Polarlicht-Abenteuer in die norwegischen Fjorde aufbrechen.

www.hl-cruises.de 

Der Passagier soll zum Entdecker werden

Isolde Susset, Leiterin Expeditionskreuzfahrten und Touristik und gelernte Touristikerin ist seit 17 Jahren für das gesamte Segment Expedition bei Hapag-Lloyd Cruises verantwortlich, im Gespräch mit dem traveller:

„Auf diesen neuen Schiffen haben wir unsere Erfahrungen aus der jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte mit Expeditionskreuzfahrten umsetzen und dabei auch Wünsche unserer Kunden berücksichtigen können. Der Passagier soll zum Entdecker werden. Da es derzeit schwierig ist, Reiseziele und Routen langfristig zu planen, schöpfen wir aus unserer Erfahrung und können gemeinsam mit den Kapitänen auch kurzfristig interessante Routen entwickeln und anbieten. Dabei kommen uns natürlich die kleinen und wendigen Schiffe entgegen. Inzwischen tragen auch unsere Stammgäste diese Flexibilität mit. Sie buchen derzeit kurzfristiger und gehen gelassen mit etwaigen Routenänderungen um. Für mich ist es immer faszinierend, neue Reiserouten zu erschließen, seit 1992 bin ich als Expertin tätig und war bei allen Erstbefahrungen mit unseren Schiffen, wie die Umrundung von Spitzbergen oder auf der Nord-Ost-Passage dabei. Und wenn nicht selbst an Bord, so war ich doch entscheidend in die Planung eingebunden.“

Welche Altersgruppen buchen eine Expeditionskreuzfahrt?

„Durchschnittlich 45 bis 75jährig. Aber auch viele jüngere Menschen wollen gerne ins Eis der Antarktis oder in die Südsee, quasi unter dem Motto „once in a lifetime“. Weiteres Argument: nur ab und an auf Expeditionskreuzfahrt zu gehen, dafür sich aber dann etwas Besonderes zu leisten. So kommt es zu einem immer stärkeren Mix der Gäste, wir bieten auf der HANSEATIC inspiration und der HANSEATIC nature auch spezielle Entdecker-Programme für maximal 12 Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren an.“

Welche Fitness der Gäste wird vorausgesetzt?

„Mobilität unserer Gäste ist wichtig, um steile Gangways beim Umsteigen aufs Tenderboot bewältigen zu können und auch für Anlandungen mit den Zodiacs. Gummistiefel und Parkas stellen wir leihweise zur Verfügung.“

Welche Einschränkungen gibt es durch die Corona Krise?

„Die Gruppen werden kleiner gehalten. Im Rahmen unseres Präventions- und Hygienekonzepts fahren wir zur Abstandssicherung mit angepasster Gästeanzahl. Grundsätzlich sind unsere umfangreichen Maßnahmen, wie z.B. die Tests oder die Temperaturchecks, sehr nahtlos in unsere Abläufe integriert.“

Was nimmt von der Expedition mit nach Hause?

„Viele Einblicke und Erkenntnisse von der wunderbaren Natur. Ausführlich mit Fotos und Erläuterungen in einem persönlichen Logbuch dokumentiert, wie in einem Tagebuch, das beim Auschecken auf einem USB-Stick als Souvenir überreicht wird.“

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