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GlobalData

Privatjet-Anbieter als Krisengewinner

Wie die gesamte Luftfahrtindustrie waren auch die Privatjet-Anbieter anfangs der COVID-19 Pandemie schwer getroffen. Eine vielversprechende Erholung in den letzten Monaten dürfte jedoch einen Teil der Verluste wieder wettmachen, da auch Freizeitreisende vermehrt auf Privatflüge umsteigen, um das Risiko einer Corona-Ansteckung zu vermeiden.

„Es ist zu erwarten, dass die internationalen Geschäftsankünfte im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 40,7 % zurückgehen werden. Dieser Rückgang im Businesstravel ist dramatisch, eine Erholung auf das Vor-Pandemie Niveau wird wahrscheinlich eine längere Zeit in Anspruch nehmen. Um überlebensfähig zu bleiben, müssen sich die Privatfluggesellschaften jetzt verstärkt auf das wachsende Leisuresegment konzentrieren, während der Geschäftsreiseverkehr weiterhin düster bleibt",“ so Ralph Hollister, Reise- und Tourismus-Analyst bei GlobalData.

Der Tagungs-, Incentive-, Konferenz- und Ausstellungstourismus (MICE-Tourismus) wird wohl eine der letzten Tourismussparten sein, die sich von den Auswirkungen der Coronakrise erholen werden. Denn Unternehmen werden ihre Kosten senken und das Risiko, dass sich ihre Mitarbeiter mit dem Virus infizieren, minimieren müssen. Damit werden virtuelle Veranstaltungen und Meetings zumindest kurzfristig attraktiver werden. Tatsächlich sind es Freizeitreisende, die den Privatjet-Unternehmen auf ihrem Weg der Erholung hilfreich sind. Passagiere, die kommerziell geflogen wären, bezahlen aus Sicherheitsgründen lieber für teurere Privatflüge.

„Privatsphäre, Sicherheit und Flexibilität" sind die Stärken von Privatjets, die nun an verunsicherte Freizeitreisende aus höheren sozioökonomischen Schichten entsprechend vermarktet werden. Das Privatjetunternehmen Jet It etwa verzeichnet einen starken Anstieg neuer Kunden, was Gründer Glenn Gonzales mit dem Jet Club eine Expansion im privater Chartersegment ermöglichte. Sein Unternehmen, so Gonzales, sei im 2. und 3. Quartal 2020 um 300 % gewachsen.

Ähnlich erfolgreich ist auch das rein österreichische Privatjet-Unternehmen GlobeAir, das mit der weltweit größten Cessna Citation Mustangflotte (20 Aircrafts) im Zeitraum 01. Juni bis 30. September europaweit 4.288 Flüge durchführte und sich nun mit besonderen Kooperationen auch den Reiseveranstaltern und Reisebüros im Premiumsegment anbieten. Seit Kurzem ist GlobeAir unter dem IATA Code W2 auch in allen globalen GDS buchbar und bietet sich somit „als Alternative für ausgefallene Flugstrecken in Europa an,“ wie GlobeAir CEO, Bernard Fragner, betont.

Die ganze Geschichte dazu gibt es im aktuellen E-Paper unter https://www.traveller-online.at/fileadmin/user_upload/print_ausgabe/2020/1520/index.html nachzulesen.

Diese Urlaubsreisenden angetriebene Nachfrage könnte die Geschäftsmodelle vieler Privatjet-Firmen dauerhaft verändern. Könnte doch die Fokussierung auf das touristische Segment das Geschäftsmodell der Privatjet-Anbieter nachhaltig verändern und maßgeblich zur rascheren Erholung der Krise beitragen.

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