GlobalData

Konsolidierung im Geschäftsreisesegment

Ein Reisesegment, dass von der Corona Pandemie massiv und wohl auch nachhaltig betroffen ist, ist der Business Travel Bereich. Laut dem Daten- und Analyseunternehmen GlobalData könnte eine Konsolidierung notwendig werden.

Mit einem Rückgang von 75 % war der internationale Business-Travel Bereich bei weitem am stärksten von der Corona Krise betroffen. Aber auch der nationale Geschäftstourismus litt mit einem Minus von 56 % (63 % Rückgang insgesamt im Jahr 2020) erheblich. Die Folgen daraus: Die globale Geschäftsreisebranche hat Milliarden an Kundeneinnahmen verloren, was zu einer Markt-Übersättigung unter den Geschäftsreisebüros führt. Um die Pandemie zu überleben, werden manche dieser Unternehmen Fusionen bzw. Übernahmen in Erwägung ziehen müssen, um den Wettbewerb zu konsolidieren, den Umsatz und damit die betriebliche Effizienz wieder zu steigern.

Viele Geschäftsreisebüros kämpfen aktuell ums Überleben und stehen, was ihre Zukunft betrifft, vor schwierigen Entscheidungen. Eine Konsolidierung könnte lt. GlobalData die nachhaltigste Option für einen Fortbestand sein. Bereits jetzt zeigt sich, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) fusionieren, um sich mehr Kaufkraft in dieser schwer angeschlagenen Branche zu verschaffen. Alternativ dazu könnten einige große Player beginnen zu fusionieren, um Kosten zu senken und Absatz und Umsatz zu steigern.

„Konsolidierung findet dann statt, um eine führende Position innerhalb einer Branche einzunehmen. Wenn ein Unternehmen eine andere Firma kauft oder mit ihr fusioniert, reduziert dies die Anzahl der Mitbewerber und vergrößert den eigenen Kundenstamm. Im aktuellen Klima sind jedoch Umsatz, Effizienz und Kostensenkung die Hauptmotivatoren für Mergers & Acquisitions (M&A). Durch die Steigerung des Gesamtumsatzes erhalten fusionierte Geschäftsreiseunternehmen mehr Einfluss in der Branche, können die Preisgestaltung kontrollieren, Nischenmärkte besetzen und auch mehr auf Zulieferer einwirken," kommentiert Craig Bradley, Associate Travel Tourism Analyst bei GlobalData.

Reisebudgets werden sinken

Mit der Skalierung der Unternehmen haben sich auch die Geschäftsreisebüros verändert. Firmenkunden, die einst Millionen an Umsatz einbrachten, sind heute nur noch einen Bruchteil davon wert. War man anfangs noch davon überzeugt, dass es sich hier um eine temporäre Verschiebung handelt, haben sich mittlerweile zahlreiche Geschäftsreisekunden an die pandemiebedingten Auswirkungen angepasst. Prozesse wurden optimiert und gestrafft, man agiert effizienter, indem man vermehrt digitale tools nutzt und geht auch in der Kommunikation neue innovative Wege. All das, so das Conclusio, wird langfristig zu einem Rückgang der Reisenachfrage im Geschäftsreisebereich führen.

„Kommunikationstechnologien wie Zoom, Microsoft Teams und Citrix haben den Unternehmen geholfen, das Engagement der Mitarbeiter, die Zusammenarbeit und die Partnerschaften während der Pandemie aufrechtzuerhalten. Das führte dazu, dass viele Unternehmen ihre Geschäftsreisebudgets in Frage gestellt haben. Laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage von GlobalData gaben 43 % der Befragten an, dass die Geschäftsreisebudgets ihres Unternehmens in den nächsten 12 Monaten ‚deutlich‘ sinken werden. Das deutet darauf hin, dass Unternehmen weiterhin Kommunikationstechnologien einsetzen und sorgfältig abwägen werden, ob sie wertvolles Kapital für Flüge und andere Reisekosten einsetzen müssen," resümiert Bradley.

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