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FTI Group

Veranstalter baut Personal ab und schließt Spezialisten

Die FTI Group will im Zuge der Corona-Krise die Personalkosten senken und die Strukturen straffen. LAL Sprachreisen, FTI Cruises, Fly.de und das Service-Center Touristic 24 werden eingestellt.

Im April hatte der Ägypter Samih Sawiris die Mehrheit an der FTI Group übernommen. Danach konnte der Münchener Veranstalter mit der Hausbank Unicredit und mit Hilfe von Bürgschaften von Bund und Bayern ein Finanzierungspaket für die kommenden zwölf Monate erarbeiten. Wegen der Einbußen durch die Corona-Krise hat die Gruppe nun eine Restrukturierung in die Wege geleitet. Diese führt zu einem Personalabbau und zur Einstellung von Spezialbereichen. Insgesamt wolle man die Personalkosten um 20 % senken, sagte eine Sprecherin auf Anfrage von fvw, dem Schwestermagazin von TravelTalk.

„Weil wir mittlerweile damit rechnen müssen, dass sich die gesamte Branche nur sehr langsam normalisieren wird, ist eine Restrukturierung verbunden mit der Entscheidung zur Verschlankung unseres Unternehmens – was wir bislang mit aller Macht zu umgehen versucht haben – leider unvermeidbar. Die dauerhafte Entlastung wird uns neue Agilität bringen und ebnet der Gruppe so den sicheren Weg in die Zukunft“, sagt Firmengründer und Geschäftsführer Dietmar Gunz.

Die Geschäftsführung habe alle Unternehmensbereiche überprüft und beschlossen, sich von Spezialisten im Firmenportfolio zu trennen. Dazu gehören LAL Sprachreisen – vor 40 Jahren die Keimzelle der Unternehmensgruppe –, die Tochter FTI Cruises mit dem auf 440 Gäste ausgelegten Kreuzfahrtschiff Berlin und das Flugportal Fly.de. Die Einstellung des Betriebs dieser Unternehmen werde jeweils bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019/20 per Ende Oktober abgewickelt.

Personalabbau in allen Bereichen

Auch die in Berlin ansässige Firma Touristic 24, ein Service-Center für telefonische Beratung und Buchung im B2B- und B2C-Bereich, schließt. Teilbereiche der FTI Group, die von der Zentrale in München nach Berlin hin erweitert worden waren, werden aufgelöst, heißt es weiter. Darüber hinaus sei für alle verbleibenden Unternehmen und Bereiche der Gruppe betriebsbedingt ein Stellenabbau vorgesehen.

„Leider können wir es nicht verhindern, dass wir uns in der aktuellen Situation von Mitarbeitern trennen müssen“, sagt Gunz, dessen Unternehmen in den vergangenen Jahren stark gewachsen war und entsprechend auch das Personal aufgestockt hatte. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 2000 Mitarbeiter. Neben der Zentrale in München und dem jüngst ausgebauten Standort Berlin verfügt FTI über Service-Center in Erfurt und Deggendorf. FTI ist auch in Österreich, der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden als Veranstalter aktiv.

Gunz verweist auf die finanziellen Belastungen durch die Rückzahlungen für abgesagte Reisen sowie auf die Auswirkungen der Reisewarnungen für die Mehrzahl der Urlaubsziele und eine „generelle Unsicherheit“ der Verbraucher, die sich nachteilig auf das Buchungsverhalten auswirke. FTI gilt als Marktführer für die Türkei und Ägpyten, auch für diese beiden Länder gilt noch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

Auch Mitarbeiter in Zielgebieten sind betroffen

In den Zielgebieten werde das Personal ebenfalls reduziert, sagte die Sprecherin weiter. Die FTI Group hatte in den zurückliegenden Jahren ihr Netz von Destination Management Companies und eigenen Hotels mit der Hauptmarke Labranda stark erweitert. Insgesamt beschäftigt die Gruppe nach eigenen Angaben weltweit rund 13.000 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2018/19 einen konsolidierten Umsatz von rund 4,2 Mrd. Euro.

Auch andere Unternehmen wie die TUI Group, die Lufthansa und kleinere Veranstalter wie Berge & Meer oder Wikinger bauen im Zuge der Krise Personal ab.

Weitere Infos unter https://countercube.fvw.de/

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