Frankreich

Was wirklich zählt

Frankreich auf eine neue Art erleben – in Harmonie mit der Umwelt, im Rhythmus der Jahreszeiten und in Einklang mit der Natur.

Nach monatelangem Lockdown erscheinen die „alten“ Arten des Reisens, sprich Massentourismus und Jetsetlife, wie sie vor Corona gang und gäbe waren, kaum mehr zeitgemäß. Immer mehr wird das einfache Leben wertgeschätzt, die Verbundenheit zur Natur sowie das Einzigartige gesucht, während große Menschenansammlungen prinzipiell gemieden werden. Das verändert natürlich auch unser Reiseverhalten – doch davon können wir nur profitieren.

Bei Atout France hatte man einen ähnlichen Gedankengang und sich auf das konzentriert, „was wirklich zählt“. Es ist Zeit, anders zu reisen, um ein Land und seine Bewohner wirklich kennenzulernen. So lädt Frankreich dazu ein, seine Koffer an einem der versteckten idyllischen Orte abzustellen, an der unendlichen Küste die Leinen loszumachen und sich in den Sattel zu schwingen, um das Land der Radwanderwege neu und auf nachhaltige Art und Weise zu entdecken.

Natur pur

Mit elf Nationalparks (vier davon wurden erst kürzlich als solche anerkannt) und einer Gesamtfläche von 60.000 km², neun Meeresnaturparks und 47 Grands Sites de France (geschützte, weltberühmte Kultur- und Naturschätze), bietet Frankreich einen Mix aus landschaftlicher Vielfalt, Geschichte, Tradition und Kultur. Um all dies weiterhin in seiner ganzen Schönheit erleben zu können, setzt das Land auf Slow Tourism und eine sanfte Fortbewegung. So ist sanftes Wandern geradezu ein Markenzeichen in Frankreich und äußert sich durch ein ausgedehntes Netz an gekennzeichnete Wanderwegen und Radrouten. Berühmt sind der Jakobsweg nach Santiago de Compostela oder die Vélodyssée, dessen Name ganz und gar das Gegenteil der spektakulären und wunderschönen Route entlang der Atlantikküste impliziert.

Für die passende Unterbringung gibt es 191 Unterkünfte, die das europäische Umweltzeichen tragen, 40 das Label Green Globe, 280 die Marke Gîtes Panda und 320 sind als Ecogîtes klassifiziert. 644 Unterkünfte können auch das erste Label für Nachhaltigkeit im Bereich der touristischen Unterkünfte, Clef Verte, vorzeigen. Die „schönsten Dörfer Frankreichs“ (Les Plus Beaux Villages de France) locken zu einem nachhaltigen Kulturtourismus und haben sich verpflichtet, das Kulturerbe der ländlichen Gemeinden zu schützen. Zusätzlich gewinnt Urlaub auf dem Land immer mehr an Reiz und bietet die einzigartige Möglichkeit, die Welt der Landwirtschaft hautnah zu erleben, die wunderschöne Natur dieser Gebiete zu erkunden und endlich wieder einmal Ruhe zu finden.

Eine besondere Art, sich wieder seines Ursprungs bewusst zu werden und sprichwörtlich zu seinen Wurzeln zurück zu finden, ist das sogenannte „Waldbaden“ – eine Therapie aus Japan, die besonders gestressten Menschen aus der Stadt wieder neue Energie bringen soll und nun auch in Burgund im neuen Nationalpark angeboten wird. Bei der Naturtherapie taucht man tief in den Wald ein und zieht neue Kraft aus den Bäumen – nicht jedoch, ohne sie vorher um Erlaubnis zu bitten. Jeder Teilnehmer der geführten Touren sucht sich einen Baum aus und bestimmt für sich, was er von dem Baum verlangt und auch, was er diesem wieder zurückgeben wird. Das sehr intensive Erlebnis soll nicht nur die Stresshormone reduzieren, sondern auch anregend wirken und das Glückshormon Serotonin beeinflussen.

Die Freuden des Lebens

Wer dennoch mehr Action braucht, für den haben auch die französischen Großstädte einiges zu bieten. So konnte Lyon 2019 als Hauptstadt der Artenvielfalt und als europäische Smart City punkten und Nantes wurde zur Grünen Hauptstadt Europas gewählt. Für 2022 bewerben sich die Städte Dijon, Grenoble und Lyon.

Im ganzen Land bringt eine Reihe an Eröffnung und neuen Projekten außergewöhnliche Kulturschätze zur Besichtigung. Neuheiten gibt es z.B. in Form einer Unterwasser-Galerie in Marseille (kostenloser Eintritt, musee-subaquatique.com/en) mit zehn Skulpturen, die auf die Gefährdung des Ökosystems des Meers aufmerksam machen soll, sowie die erste britische Gedenkstätte in der Normandie, die an die 22.442 Commonwalth-Soldaten erinnert, die während der Landung der Alliierten und der Schlacht um die Region gefallen sind (britishnormandymemorial.org). Die schönsten Künstlerhäuser rund um Paris – von Vincent Van Gogh über Rosa Bonheur bis hin zu Auguste Rodin – können nun besichtigt werden und geben Einblick in das Leben und Schaffen der großen Maler Frankreichs. Aber auch ernste Themen werden angesprochen und finden sich in der Ausstellung „Es heizt sich für den Planeten auf“, die noch bis 02. Jänner 2022 im EDF Bazacle Space in Toulouse kostenfrei zu besichtigen ist.

Genuss pur …

… erlebt man in Frankreich am besten mit allen Sinnen. So führt in der Region Pay de la Loire Valérie Gäste abseits der Pfade durch die bedeutendsten Winkeller des Anbaugebietes Coteaux de Layon. Sechs Weinwanderungen zwischen vier und acht km stehen zur Auswahl mit anschließender Weinprobe und Erklärung zur Geschichte des Weins. (lesvignesselonval.com)

Über den Lieblingskäse der Franzosen kann man alles in der neuen Maison du Comté in Poligny, der Hauptstadt des Comté, erfahren. In einer Mischung aus Museum und Käserei kann man auf 3.000 m² eine Ausstellung erleben, die alle Sinne anspricht.

Für jeden Geschmack bieten die schicken Food-Courts in Paris die perfekte Atmosphäre. Zu einem Kaufhaus gehörend oder auf einem ehemaligen Fabrikgelände laden diese (meist Mega-)Restaurants auf eine kulinarische Weltreise ein. Beginnen könnte man beim La Felicitá, einer der größten Markthallen für Feinschmecker in Europa und sich bis zum Ground Control, dem angesagtesten Food-Court in Paris durchkosten.

Weitere Aktivitäten und Infos rund um Frankreich finden Interessierte unter www.france.fr/fr

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter

Mit nur einem Klick zur Anmeldung für Newsletter und E-Paper. Immer up2date in der Touristik mit dem traveller.

Anzeige

Aktuelles E-Paper

Anzeige
Anzeige