Flughafen Wien & WKÖ

App als Impf- und Testnachweis

Seit geraumer Zeit fordert die Reisebrache einheitliche Regelungen für Reisebeschränkungen und Einreisebestimmungen in der EU. Dänemark ist hier nun Vorreiter und plant die Einführung einer App als Impf- und Testnachweis für Corona. Der Flughafen Wien und der Fachverband der Reisebüros in der WKÖ begrüßen diese Entscheidung und sehen darin einen der entscheidenden Schlüsselfaktoren, um coronasicheres Reisen zu ermöglichen. 

Statt Fleckerlteppich und Zettelwirtschaft sind international einheitliche Regelungen schon lange überfällig. Um den Reisesommer noch zu retten, sehen der Flughafen Wien und der Fachverband der Reisebüros in der WKÖ die rasche Einführung eines digitalen Impf- und Testnachweis als dringend notwendig. Vorreiter bildet hier Dänemark, wo eine entsprechende App den erforderlichen Nachweis liefern soll. 

„Eine Anwendung am Smartphone, einfach bedienbar und mit aktuellen Informationen zum persönlichen Test- und Impfstatus einer Person sollte als valider Gesundheitsnachweis bei Reisen fungieren. Dänemark ist der Vorreiter und ist bereits dabei, dieses App-Projekt umzusetzen. Zettelwirtschaft und regulatorischer Fleckerlteppich müssen durch einen digitalen, weltweit auslesbaren Dokumentationsmechanismus auf Basis einheitlicher Reiseregeln ersetzt werden. Die EU und die Bundesregierung sind am Zug und sollten rasch entscheiden und handeln, denn Tests und Impfungen sind Voraussetzungen für coronasicheres Reisen und werden uns noch länger begleiten“, hält Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, fest.

Gregor Kadanka, Obmann des Fachverbands der Reisebüros der Wirtschaftskammer Österreich, stößt ins selbe Horn: „Tourismus und Reiseverkehr sind europaweit in einer tiefen Krise, hunderttausende Arbeitsplätze sind akut gefährdet, auch internationale Veranstaltungen und Kongresse sind nicht durchführbar. Aus der Krise kommen wir nur heraus, wenn wir international einheitliche Lösungen entwickeln. Es braucht dringend EU-weit einheitliche Reiseregeln und für Reiseveranstalter, Hotels und Transportmittel wie den Flugverkehr braucht es ein gemeinsames, digitales System zum Nachweis von validen Corona-Tests sowie erfolgten Impfungen bzw. den Antikörperstatus. Es darf keine Zeit verloren werden, das vorzubereiten, um im Sommer und Herbst dem coronasicheren Reisen wieder eine Chance zu geben.“

Die gesamte Reisebranche hat die wichtigsten Forderungen in einem offenen Brief an die Österreichische Bundesregierung und an die EU zusammengefasst. Den vollständigen Brief lesen Sie hier

Digitaler Test- und Impfnachweis für mehr Reisefreiheit

Ein digitaler Test- und Impfnachweis würden den Reiseablauf deutlich vereinfachen. Internationale Organisationen arbeiten bereits an derartigen Projekten: Die weltweite Luftfahrtorganisation IATA entwickelt den IATA Travel Pass, der von einigen Airlines bereits unterstützt wird und das World Economic Forum arbeitet an einem „Common Pass“.  Dänemark ist aktuell Vorreiter am Weg zum digitalen Impfpass und einer entsprechenden App. Laut den dänischen Ankündigungen könnte dieser Pass auch in allen Bereichen des Kultur- und Geschäftslebens eingesetzt werden.

„Derzeit treibt jeder der 27 EU-Staaten einen enormen Aufwand mit schriftlichen Test- und Quarantänenachweisen von Reisenden und das bei unterschiedlichen Reisebestimmungen. Dabei eignet sich keine Branche für digitale Lösungen so sehr wie die Luftfahrt: Airlines kennen ihre Passagiere, die Reisehistorie ist nachvollziehbar und behördliche Kontrollmechanismen an den Flughafen-Standorten sind vorhanden. Wenn Flugreisende ihren Test- und Impfstatus künftig digital belegen könnten, würde das den derzeitigen Verwaltungsaufwand in jedem EU-Land massiv reduzieren und man käme einheitlichen Reisebestimmungen und Standards deutlich näher“, ergänzt Vorstand Ofner.

Zunächst werde es den Dänischen Impf- und Testnachweis ab Ende Februar auf einer Gesundheitsplattform im Internet geben – bis zur Fertigstellung der App würde es allerdings noch drei Monate dauern. Vor allem Mitarbeitern dänischer Unternehmen sollen damit Dienstreisen erleichtert werden. In einem nächsten Schritt soll der digitale Pass auch Lockerungen im Kultur- und Geschäftsleben unterstützen. Abzuwägen sei jedoch auch noch, ob und inwieweit geimpfte Personen das Virus noch übertragen können, mit besonderem Blick auf die Virusmutationen. 

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