Flughafen Wien

Spatenstich zur Terminalmodernisierung

Mit einer Großinvestition von rund € 500 Mio. bis 2023 werden der Terminal 2 und Pier Ost modernisiert sowie ein 70.000 m² großes Zusatzgebäude, die „T3-Süderweiterung“, errichtet. Der Flughafen Wien wird vier Jahre Baustelle sein, dann aber in neuem Glanz erstrahlen. Die Vorteile für die Passagiere: mehr Komfort beim Reisen, eine neue zentrale Sicherheitskontrolle, ein zusätzlicher Gepäcksausgabe-Bereich, mehr Platz bei den Gates sowie attraktive neue Einkaufs- und Gastronomie-Angebote. Der gemeinsame Spatenstich erfolgte am Donnerstag, den 11.07.2019 mit Niederösterreichs Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner, Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig und Flughafen Wien-Vorständen Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner.

„Zuverlässigkeit und Komfort sind essentiell für zufriedene Flugreisende, vor allem wenn die Passagierentwicklung so boomt wie derzeit am Standort Wien. Qualität und Sicherheit  haben für uns höchste Priorität. Mit den Großinvestitionen soll die Terminallandschaft schöner und komfortabler werden, unsere Passagiere werden eine völlig neue Aufenthaltsqualität erleben. Bis der Flughafen Wien 2023 schließlich in neuem Glanz erstrahlt und hoffentlich den 5. Stern gewinnt, wird er aber eine Großbaustelle sein, wofür wir unsere Passagiere und Kunden schon jetzt um Verständnis bitten“, erläutern die Vorstände der Flughafen Wien AG, Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner.

„Die Terminalmodernisierung und -erweiterung am Flughafen Wien-Schwechat ist ein logischer Schritt, um bestehende Wachstums- und Zukunftsperspektiven optimal zu nutzen. Vor allem aber werden weitere wichtige Investitionen in Hinblick auf die 3. Piste gesetzt. Ich bin davon überzeugt, dass die geplanten Investitionen die richtigen Maßnahmen sind, um die Bedeutung des Flughafens als wichtige internationale Drehscheibe in der Ostregion weiter zu stärken“, erklärt Mag. Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich.

„Wien ist eine der beliebtesten Tourismusdestinationen weltweit, die Nächtigungszahlen legen stetig zu. Mehr als die Hälfte unserer Gäste kommt mit dem Flugzeug und der Flughafen Wien ist damit eine wichtige Visitenkarte für die Stadt. Die Schönheit der Stadt, ihre Tradition und Kultur spiegeln sich in den geplanten Terminalmodernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen wider. Bereits heute ist der Flughafen Wien ein wichtiges Drehkreuz für den gesamten Wirtschafts- und Tourismusstandort Wien und mit den geplanten Investitionen stellt der Airport wichtige Weichen für die Zukunft“, sagt Dr. Michael Ludwig, Bürgermeister der Stadt Wien.

Terminal 2: Zentrale Sicherheitskontrolle und zusätzliche Gepäcksausgabe-Station

Startschuss ist die Erneuerung der gesamten Gebäudeinfrastruktur des Terminal 2, Wände, Fußböden und Beleuchtung werden erneuert und die Dachkonstruktion umfassend saniert. Erbaut in den 60er-Jahren zählt der Terminal 2 zu den ältesten Gebäuden am Flughafen-Standort. Zwischen den Terminals 1 und 3 gelegen wird der Terminal 2 künftig eine zentrale Funktion für den Betrieb einnehmen: Von dort gelangen Passagiere über eine neue zentrale Sicherheitskontrolle in den dahinter liegenden Einkaufs- und Gastronomie-Bereich, sowie zur Grenzkontrolle und den B-, C- und D-Gates. Für dort ankommende Passagiere entsteht ein eigener Gepäcksausgabe-Bereich mit drei Ausgabebändern. Die Inbetriebnahme wird aus heutiger Sicht bis Jahresende 2020 erfolgen.

Pier Ost neu: Großzügige Gate-Bereiche und komfortable Aufenthaltsqualität

Der Pier Ost mit den D-Gates wird ebenfalls komplett modernisiert. Künftig werden Passagiere dort weitläufige Aufenthaltsbereiche mit hochwertigen Shopping- und Gastronomieangeboten vorfinden, die bisherigen Trennwände und dezentralen Sicherheitskontrollen werden abgebaut. Der Start der Umbauarbeiten im Pier Ost ist für Jahresbeginn 2021 vorgesehen, der Passagierbetrieb wird während der Bauarbeiten auf andere Gate-Bereiche umgeleitet werden. Zu Jahresbeginn 2023 werden die Arbeiten abgeschlossen sein und der neu gestaltete Pier Ost in Betrieb gehen.

Neues Zusatzgebäude „T3-Süderweiterung“: 70.000 m² Aufenthaltsfläche und Non-Schengen-Verbindung

Herzstück des Flughafen-Terminalentwicklungsprogramms ist die geplante Süderweiterung: In einem eigenen Gebäude werden auf rund 70.000 m² komfortable Aufenthalts- und Lounge-Bereiche, zusätzliche Bus-Gates sowie zahlreiche neue Shopping- und Gastronomieflächen mit über 30 neuen Outlets entstehen. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf österreichischer Kulinarik und lokalen Marken liegen, unter anderem sollen die bekanntesten Gastronomiebetriebe Wiens und Österreichs hier vertreten sein. Um die richtigen Partner zu finden, startet der Flughafen Wien Anfang 2020 mit den Ausschreibungsverfahren. Das neue Gebäude schafft auch eine bequeme Transferverbindung zwischen den F-, G- und D-Gates. Die zentrale Sicherheitskontrolle aus dem Terminal 3 wird künftig in der neuen Süderweiterung zu finden sein – damit entsteht auch mehr Aufenthaltsfläche im Terminal 3. Beginn der Bauarbeiten ist für Mitte 2020 vorgesehen, Mitte 2023 soll die neue Süderweiterung in Betrieb gehen.

Steigerung der Passagierqualität und Gesamtrentabilität des Unternehmens

Mit dem Terminalentwicklungsprogramm wird die Aufenthaltsqualität und das Serviceerlebnis für Passagiere am Wiener Airport deutlich gesteigert werden. Nach dem Erreichen der 4* Zertifizierung durch Skytrax in 2015 verfolgt der Flughafen Wien mit den geplanten Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen nun das klare Ziel, der nächste 5* Airport Europas zu werden. Dafür investiert das Unternehmen viel: Als Budget für das Gesamtprojekt Terminalentwicklung wurden vom Aufsichtsrat € 500 Mio. beschlossen. Dabei wird durch die umfangreiche Erweiterung der Shopping- und Gastronomieangebote die Rentabilität des Unternehmens deutlich gesteigert werden.

Nachhaltigkeit – andere reden, der Flughafen Wien handelt

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind wesentliche Bestandteile der Terminalprojekte: So wird die neue Süderweiterung auf aktivierten Bohrpfählen errichtet, wodurch Erdwärme genutzt wird. Modernste Gebäudetechnik-Lösungen, eine optimierte Wärme-Dämmung und moderne Fassadengestaltung kommen zum Einsatz. Dabei werden die Projekte von der TU Wien klima- und energietechnisch über die gesamten Planungs- und Errichtungsphasen begleitet. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie beschränkt sich nicht auf schöne Worte, sondern hat konkrete Erfolge vorzuweisen: Seit 2012 wurden die CO2-Emissionen (pro Passagier) um rund 70%, der Stromverbrauch um über 40% gesenkt.

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