Flughafen Wien

Beendigung der Kurzarbeit wäre fatal

Die Arbeitslosen- und Kurzarbeitszahlen in Österreich sind nach wie vor dramatisch. Durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie haben rund 534.000 Menschen aktuell keine Arbeit, 460.000 befinden sich in Kurzarbeit. Während auf der einen Seite über eine Verlängerung der Kurzarbeit über den März hinaus debattiert wird, melden sich erste Stimmen, die ein Ende des Modells fordern. Der Flughafen Wien sieht darin einen massiven Jobkiller für die Verkehrs- und Reisebranche. 

Am Samstag erschien in der Tageszeitung "Die Presse" ein Artikel, in dem die Agenda Austria die Beendigung der Kurzarbeit fordere. Ihrer Meinung nach führe das Modell kurzfristig zwar zur Verhinderung der Massenarbeitslosigkeit, langfristig jedoch zu Verwerfungen. Argumentiert wurde mit der fehlenden Wettbewerbsfähigkeit mancher Unternehmen, die mit dem weiteren Erhalt von Kurzarbeit auf diese Weise den Strukturwndel nur verzögern würden. Der Flughafen Wien sieht hingegen mit einer zu raschen Beendigung der Kurarbeit schwarz für die Verkehrs- und Reisebranche. 

„Der in der Tageszeitung „Die Presse“ vorgestellte Vorschlag der Agenda Austria zur Verschlechterung der Bedingungen bzw. Beendigung der Kurzarbeit ist für die Reisebranche gefährlich und realitätsfremd, die Realisierung hätte den unmittelbaren Abbau zehntausender Arbeitsplätze zur Folge“, erklärte Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG. 

„Obwohl die Umsätze auf weniger als 30 % gesunken sind, hat beispielsweise die Luftverkehrsbranche mit über 50.000 Arbeitsplätzen bisher über 90 % der Beschäftigten gehalten, wie eine jüngste Studie von Dr. Helmenstein zeigt. Und das in der Hoffnung, dass nach Überwindung der Pandemie sich das Geschäft wieder normalisiert, was aber nicht vor 2023 zu erwarten ist. Eine Verschlechterung oder gar Beendigung der Kurzarbeit würde die Bemühungen der Branche zum Erhalt der Arbeitsplätze sofort zunichte machen und eine massive Kündigungswelle auslösen. Ebenso würde beispielsweise die Sanierungsvereinbarung der AUA platzen, die darauf basiert, dass die Kurzarbeit ein Durchtauchen bis zumindest 2023 ermöglicht.“

„Die Aussagen der Agenda Austria berücksichtigen in keiner Weise die Sondersituation der Reise-, Verkehrs- und Flugverkehrsbranche und sind aus diesem Blickwinkel schärfstens abzulehnen.“

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