Flughafen Hamburg

Verlust etwas geringer als erwartet

Der Flughafen Hamburg hat 2021 mit einem Verlust von 94 Mio. Euro abgeschlossen. Damit ist der fünftgrößte deutsche Airport etwas glimpflicher durch das zweite Coronajahr gekommen als befürchtet. 

Im Herbst hatte Flughafenchef Michael Eggenschwiler noch ein Minus von mehr als 100 Mio. Euro vorhergesagt. "Das ist nicht erfolgt und der Grund dafür ist ganz einfach, dass wir in Sachen Kostendisziplin und Kostensenkungsmaßnahmen wirklich erfolgreich waren", sagte Eggenschwiler am Montag. Er rechnet weiterhin damit, dass im kommenden Jahr wieder eine "schwarze Null" und 2024 die Gewinnzone erreicht werden kann. Für 2022 rechne der Flughafen indes noch mit dem dritten Verlust in Folge, "das sind rund 41 Millionen, die wir für dieses Jahr im Plan haben".

Mit voraussichtlich 1,5 Millionen Passagieren im ersten Quartal verbucht der Flughafen unter dem Eindruck der eskalierenden Infektionszahlen abermals schwache Verkehrszahlen. Gleichwohl rechnet der älteste deutsche Airport für das Gesamtjahr mit rund 11 Millionen Passagieren, das wären mehr als in den Coronajahren 2020 und 2021 zusammen. Für Auftrieb sollen die bald beginnenden Osterferien und vor allem die kommende Sommersaison sorgen. "Die Leute sitzen auf gepackten Koffern, die Sehnsucht nach Urlaub ist da", sagte Eggenschwiler. Nach dem kräftigen Personalabbau der beiden Vorjahre ist der Flughafen dabei, sich auch mit Neueinstellungen auf die erwartete Reisewelle vorzubereiten.

2020 hatte der Airport unter dem Strich ein Minus von etwa 65 Mio. Euro ausgewiesen. Dabei schlugen allerdings rund 47 Mio. Euro Staatshilfe aus einem von Bund und Ländern vereinbarten Corona-Hilfspaket für die wichtigsten deutschen Airports zu Buche, die 2021 nicht vorgesehen waren. "Das war eine einmalige Aktion", sagte Eggenschwiler. Es gebe "weder Gespräche noch Anzeichen", dass für 2021 mit ähnlicher Hilfe zu rechnen sei.

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