Flughafen Graz

Verbesserte Bilanz im 2. Coronajahr

Nach dem für die Luftfahrt katastrophalen ersten Coronajahr 2020 hat der Flughafen Graz im Jahr 2021 seine Zahlen verbessern können.

Das Jahr 2021 hat weltweit und damit auch für den Flughafen Graz sehr schwierig begonnen. Erst im Mai 2021 habe man nach dem langen, fast europaweiten Lockdown wieder mit Erleichterungen bei Reisebestimmungen durchstarten können. In den ersten fünf Monaten wurden nur knapp über 16.000 Passagiere registriert. 

Mit dem Ende des Lockdowns und dem Beginn der Urlaubszeit konnte wieder "zusehends an Boden gewonnen" werden. Grund waren u.a. ein breites Charterprogramm und das Anfliegen von vier großen Umsteigeflughäfen neben Wien – Amsterdam, Frankfurt, München und Zürich.

Der neuerliche Lockdown im Spätherbst 2021 habe die gute Entwicklung zwar wieder etwas eingebremst, trotzdem konnte mit 226.562 Passagieren ein Plus von fast 14 % erreicht werden.

Im Bereich der Linienflüge verzeichnete man einen Rückgang um 7,2 % (minus 13.322 Fluggäste) auf 171.344 Passagiere. Dieses Minus konnte jedoch mit einem Plus von 272 % auf 55.218 Fahrgäste im Charterbereich mehr als wettgemacht werden.

Mit einem Gesamtaufkommen von 19.250 Tonnen (plus 18,5 %) habe sich das Frachtgeschäft sehr erfreulich entwickelt. Großteils wurden auf den 32 Frachtflügen Medizinprodukte wie FFP2-Masken und Schnelltests nach Graz transportiert. Die General Aviation habe sich durch Corona stark entwickelt. Etliche Unternehmen wie auch Privatreisende haben den Angaben zufolge vermehrt darauf zurückgegriffen.

Die Reiselust im Sommer lässt den Flughafen mit vorsichtigem Optimismus in das neue Jahr blicken. In Bezug auf den Sommerflujgplan 2022 erwartet man beim Grazer Flughafen aufgrund "steigender Durchimpfungsraten und eines verantwortungsbewussten Umgangs mit der Corona-Pandemie durch Flugreisende" ein stetiges Ansteigen des Reiseaufkommens, speziell ab dem zweiten Quartal. Im Linienverkehr arbeite man mit den Fluglinien an einer Frequenzverdichtung und dem selektiven Einsatz größerer Flugzeuge zu den bestehenden Destinationen Wien, Frankfurt, München, Zürich, Amsterdam, Düsseldorf und Stuttgart. Im Programm habe man rund 15 Destinationen, von A wie Antalya bis Z wie Zakynthos. Daneben werden u.a. Sonderflüge zum Beispiel nach Neapel, Paphos und Ankara angeboten.

Für die Zukunft setzt man vermehrt auf die Realisierung eines Businessparks, um den Standort zu stärken und nicht rein von der durch die Pandemie beeinflussten Fluggast- und Frachtzahlen abhängig zu sein. Umgeben von namhaften Firmen wie Saubermacher, habe man rund 310 Hektar Fläche zur Verfügung. Ausgebaut werden sollen auch "grüne" Ansätze wie reine Elektromobilität, Stationierung von elektrisch angetriebenen Kleinflugzeugen sowie der Aufbau einer eigenen Energieproduktion mithilfe von Solaranlagen.

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