Flixbus

Weniger Verbindungen in Italien

Aufgrund der Verschlechterung der Pandemiesituation und des damit verbundenen Rückgangs der Buchungen hat der deutsche Fernbusbetreiber Flixbus sein Angebot in Italien um 30 % reduziert.

Die wöchentliche und tägliche Frequenz der Verbindungen wurde auch auf stark befahrenen Strecken wie Florenz-Bari, Bologna-Pescara oder Rom-Ancona verringert. Weitere Reduzierungen schließe das Unternehmen ohne sofortige Stützungsmaßnahmen nicht aus. 

"Als privates Unternehmen, das nicht auf öffentliche Mittel angewiesen ist, sind wir nicht in der Lage, den vollen Betrieb und die wirtschaftliche Nachhaltigkeit gleichzeitig zu gewährleisten. Wenn wir nicht rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, werden wir zu weiteren Kürzungen gezwungen sein, ebenso wie andere Unternehmen des Sektors", warnte Andrea Incondi, Geschäftsführer von Flixbus in Italien.

Flixbus hätte den Staat seit Längerem um Hilfe gebeten, warte aber noch darauf, dass die für 2020 vorgesehenen Mittel, die laut dem Unternehmen ohnehin nicht ausreichen würden, ausbezahlt werden.

"Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Regierung mit allen Mitteln handelt und den Sektor angemessen unterstützt", so Incondi.

Belastet sei Flixbus nicht nur vom Nachfragerückgang, der durch die vierte Welle ausgelöst wurde, sondern auch von der Verteuerung von Treibstoff. Incondi warnte vor der Gefahr der Isolation derjenigen, die in kleinen Städten leben, die nur mit dem Bus verbunden sind.

Italiens private Bahngesellschaft Italo kürzt indes die Zahl der täglich auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken verkehrenden Züge. Die Maßnahme sei angesichts der sinkenden Passagierzahlen notwendig geworden, hieß es in einem Schreiben des Chefs der Bahngesellschaft, Gianbattista La Rocca, an die italienische Regierung. Ohne Stützungsmaßnahmen könnte die Bahngesellschaft zur Streichung von Personal gezwungen werden. Die Zahl der Passagiere an Bord sank gegenüber dem Jahr vor der Pandemie 2019 um 57 %, beklagte Italo in einem Schreiben.

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