FairAway

Ein Jahr mit Corona

2020 war in vielerlei Hinsicht umdenken angesagt – auch in der Reisebranche, die von Corona besonders hart getroffen wurde. Der nachhaltige Reiseveranstalter FairAway hat in der Krise neue Wege gesucht und zieht nach einem Jahr Corona eine Bilanz für sich und die Branche. 

Wie ein Reiseveranstalter eine weltweite Pandemie übersteht

Corona ist immer noch da. Und FairAway auch. Ein Umstand, der Mitte des Jahres 2020 noch alles andere als klar war. „Quasi über Nacht kam die globale Reisewarnung und es war klar: Alle Reisen in nächster Zeit müssen abgesagt werden. Unsere Kunden hatten Ängste, wir hatten Ängste, alles war plötzlich unklar“, erinnert sich der Geschäftsführer des nachhaltigen Reiseveranstalters, Dirk Radke, an den Anfang der Pandemie in Deutschland. Doch den Kopf in den Sand zu stecken kam nicht in Frage: „Wir sind im Kern ein kleines Team, mussten alle in Kurzarbeit gehen, und doch war uns klar: Wir nutzen die Zeit, die wir haben, und arbeiten gemeinsam daran, dass wir aus dieser Krise irgendwann gestärkt hervorgehen können.“ Wie hat es der kleine Reiseveranstalter geschafft, die Pandemie bis jetzt zu überstehen, und welche Tipps kann er anderen Reiseveranstaltern geben? 

Vom Feuerlöschen zum Neuanfang: Raus aus dem Krisenmodus, hin zu langfristigen Lösungen

Das Wichtigste zu Beginn der Pandemie war die Kundenkommunikation. „Natürlich gab es viele Unsicherheiten bei den Kunden hinsichtlich ihrer bereits gebuchten Reisen. Doch in den meisten Fällen konnten wir durch eine persönliche und transparente Kommunikation eine Lösung finden, mit der sowohl sie als auch wir und vor allem unsere Partner in den Reiseländern zufrieden waren. Wir waren und sind sehr dankbar, dass viele Kunden umgebucht oder Gutscheine angenommen haben“, schaut Radke zurück. Gleichzeitig war klar: Jetzt muss sich der Blick nach vorne richten. So wurden zum Beispiel neue Reiseziele in Europa ins Angebot aufgenommen – ein wichtiger Schritt, um eine sichere und nachhaltige Anreise mit Auto oder Zug zu ermöglichen. Ein weiterer Tipp von FairAway: Die Zeit für einen Ausbau der Digitalisierung nutzen. FairAway hat an einer neuen Website gearbeitet, die seit Dezember 2020 online ist, und verschiedene Online-Begegnungen zusammen mit den Partnern kreiert.  

Im Fokus: Unterstützung für die Reiseländer

Was FairAway besonders beschäftigte im letzten Jahr, waren die Partner in den Reiseländern. Radke: „Wir haben hier in Deutschland diverse Hilfen von der Regierung bekommen wie Überbrückungsgelder und Kurzarbeitergeld. Aber unsere Experten rund um den Globus, die Guides und Fahrer in den Reiseländern hatten ohne eine Unterstützung vom Staat mit existenziellen Problemen zu kämpfen. Deswegen haben wir unsere Partner z. B. in Suriname, Nepal oder Kuba bei ihren Spendenaktionen unterstützt – mit Erfolg: Unsere Kunden haben über 75.000 Euro gespendet, sodass die Familien vor Ort mit Lebensmittelpaketen versorgt werden konnten. Darauf sind wir sehr stolz und möchten herzlich danke sagen!“

Darüber hinaus gab es kreative Lösungsansätze vor Ort, wie zum Beispiel von Tekla und Angelo, Reiseexperten in Sri Lanka: Sie haben einen virtuellen Kochkurs auf die Beine gestellt. „Mittlerweile kochen wir immer wieder mit Familien oder Freundeskreisen – jeder gemäß den Corona-Regeln im eigenen Haushalt, aber eben doch gemeinsam. Das macht riesigen Spaß und den Kunden gefällt vor allem, wenn ich ihnen meinen Kräutergarten zeige“, schwärmt Angelo.

Radke sieht großes Potenzial in virtuellen Begegnungen: „Diese vielen kleinen, aber wichtigen Initiativen sind der Grund dafür, dass wir und unsere Partner in den Reiseländern nach einem Jahr Pandemie nicht die Motivation verloren haben. Die erfolgreichen Projekte sorgen nicht nur für ein zusätzliches Einkommen, sondern auch für einen optimistischen Blick in die Zukunft.” Deswegen will der Reiseveranstalter viele dieser Online-Angebote auch langfristig beibehalten und so das eigene Angebot ausbauen. 

Mit Vollgas ins neue Jahr 

Mit dem Beginn der Impfungen kann die Reisewelt ein Stück weit aufatmen und sich auf Reisen in einer veränderten Welt einstellen. FairAway ist mit Hochdruck dabei, neue Konzepte zu erarbeiten. Radke: „In diesem Jahr werden Naturreisen, Zugreisen, Workations und Slow Travel im Vordergrund stehen, und darauf freuen wir uns sehr.“ Was FairAway als Reiseveranstalter aus dem Jahr mit Corona gelernt hat? „Auf jeden Fall ganz viel Resilienz, Dankbarkeit für die kleinen Dinge und eine große Portion Erfindergeist – und auch in Sachen Teamgeist haben wir nochmal ordentlich draufgelegt. So eine Krise schweißt zusammen. Und ich spreche wohl allen Reiseveranstaltern aus der Seele, wenn ich sage: Es hat sich gelohnt, dranzubleiben – auf dass 2021 das Jahr wird, in dem wir alle das Reisen, die schönen Orte und Menschen und die Freiheit, die Welt zu entdecken, wieder richtig wertschätzen.“

Weitere Infos unter https://www.fairaway.de/ 

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