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ECTAA

Es braucht mehr Mut und Koordination

Die Europäische Kommission hat am 13.05. ein Vier-Punkte-Paket für den europäischen Tourismus vorgestellt. Darin enthalten ist ein koordiniertes Vorgehen zur Wiederaufnahme von Reisen und Tourismus sowie die dringende Empfehlung zu Gutscheinen als Alternative zur Erstattung stornierter Pauschalreise- und Transportdienste im Rahmen der COVID-19-Pandemie. Die ECTAA begrüßt das umfassende Paket, hätte jedoch bei konkreten Maßnahmen mehr Mut und Engagement erwartet. Man wisse um die „dramatischen Auswirkungen“ von COVID-19 auf das Tourismusökosystem der EU und schlägt daher einen koordinierten Ansatz auf europäischer Ebene für die Wiederaufnahme von Reisen und Tourismus sowie eine langfristige Strategie für eine widerstandsfähigere und wettbewerbsfähigere Tourismusbranche vor.

Dazu Pawel Niewiadomski, Präsident von ECTAA (Europäische Travel Agents & Touroperators Associations): „Ein koordinierter Ansatz für die Wiederaufnahme von Reisen und Tourismus ist erforderlich, um pauschale Reisebeschränkungen aufzuheben, diskriminierungsfreie und angemessene Gesundheits- und Sicherheitsstandards für Reise- und Tourismusdienstleistungen anzuwenden, um sicheres Reisen zu gewährleisten und damit das Vertrauen der Verbraucher in Reisen zu stärken. Dafür sind vor allem aktuelle Informationen zur Erreichbarkeit von Reise- und Tourismusdiensten von entscheidender Bedeutung, wenn wir die für Bürger, Unternehmen und Volkswirtschaften wichtige Sommerferienzeit retten wollen. “

Gutscheine

Von besonderer Bedeutung des verabschiedeten Maßnahmenpakets für Reiseveranstalter ist die Empfehlung an die Mitgliedstaaten zu Gutscheinen, die den Kunden als Alternative zur Erstattung stornierter Pauschalreise- und Transportdienste im Rahmen der COVID-19-Pandemie vorgeschlagen werden.

Während man die Bemühungen der Kommission begrüßt, Grundsätze für Gutscheine zum Schutz des Verbraucherschutzes festzulegen und einen gemeinsamen Ansatz sowohl für den Transport als auch für Pauschalreisen gewählt hat, bedauert die ECTAA, dass die Kommission bei der Vorlage von Gesetzgebungsinitiativen nicht ambitionierter vorgegangen ist.

„Die in den Empfehlungen dargelegten Grundsätze sind lobenswert, aber was nützen sie, wenn die Mitgliedstaaten nicht verpflichtet sind, sie zu befolgen? Wir haben bereits heute einen Flickenteppich verschiedener Initiativen in ganz Europa, wie verschiedene Arten von Gutscheinen, verlängerte Rückerstattungsfristen, staatlich finanzierte Rückerstattungssysteme usw. Die Mitgliedstaaten sind der Kommission drei Schritte voraus. Die Empfehlung ist willkommen, aber es ist zu wenig und zu spät, “ bedauert Niewiadomski.

Stattdessen fordert man eine Änderung der bestehenden Rechtsvorschriften zur Durchsetzung dieser Grundsätze per Gesetz, um einen entsprechend hohen Verbraucherschutz für Gutscheine zu gewährleisten. So außergewöhnlich die COVID-19-Pandemie ist, derartige Ereignisse können künftig immer wieder auftreten. Daher gehören die bestehenden Rechtsvorschriften überprüft und zukunftssicherer gemacht. Eine solche Überprüfung sollte nicht auf Rückerstattungsanforderungen und Gutscheine beschränkt sein, sondern auch auf das Konzept einer vollständigen Haftung der uneingeschränkten Unterstützung aufbauen. Das eben so außergewöhnliche Umständen wie COVID-19, bei denen alle Reisen über einen längeren Zeitraum zum Stillstand kommen, ein unkalkulierbares und nicht versicherbares Risiko darstellt.

Insolvenzabsicherung für Airlines

ECTAA begrüßt nachdrücklich, dass die Kommission zum ersten Mal die Notwendigkeit eines besseren Verbraucherschutzes gegen Flugausfälle anerkennt. Da dieser jedoch nur für Gutscheine gilt, wird ECTAA mit der Kommission zusammenarbeiten, um einen konkreteren Vorschlag für den Insolvenzschutz von Fluggesellschaften auszuarbeiten. Der nicht nur für Gutscheine gilt, die im Rahmen von COVID19, sondern auch für alle von Fluggesellschaften in normalen Zeiten ausgestellten Tickets Gültigkeit haben soll.

„Wir haben nicht die Absicht, unseren Kunden ihre rechtmäßigen Rückerstattungen zu entziehen. Wenn wir jedoch keine Rückerstattung von unseren Lieferanten erhalten, müssen wir uns die beste alternative Lösung ansehen, und das sind eben Gutscheine. Sie sind erstattungsfähig, flexibel und im Gegensatz zur Geldrückerstattung gegen eine Insolvenz des Reiseunternehmens geschützt. Wir möchten unsere Kunden wirklich dazu ermutigen, Gutscheine zu akzeptieren, die diese Funktionen erfüllen. Denn sie bieten im aktuellen Kontext den höchsten Schutz,“ resümiert Niewiadomski.

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