Dufry

Tief in den roten Zahlen

Der Schweizer Duty-free-Shop-Betreiber Dufry leidet weiter unter der Corona-Pandemie. Auch im ersten Halbjahr 2021 flogen die Leute noch massiv weniger als vor der Coronakrise, sodass der Reiseeinzelhändler weiter nur einen Bruchteil der üblichen Warenmenge verkaufte. Trotz Kostensenkungen verlor Dufry somit weiter massiv Geld. Konkret sanken die Verkäufe im ersten Halbjahr 2021 um 25 % auf 1,18 Mrd. Franken.

Organisch lag das Minus im Vergleich zum Vor-Krisen-Jahr 2019 noch immer bei knapp 70 %.

Mit schnell eingeleiteten Kostenmaßnahmen versucht Dufry zwar seit Beginn der Pandemie, die Geldabflüsse im Rahmen zu halten. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag aber auch im ersten Halbjahr noch 369 Millionen Franken (342,11 Mio. Euro) im Minus, nach einem Verlust von 933 Millionen im Vorjahr. Und unter dem Strich resultierte ein Verlust von 499 Millionen, nach einem Fehlbetrag von 903 Millionen im ersten Halbjahr 2020.

Angesichts der noch immer großen Unsicherheiten verzichtet das Unternehmen weiter auf eine konkrete Zielsetzung für das Gesamtjahr 2021. Das Management macht aber eine leichte Anpassung seiner bisher in Aussicht gestellten Szenarien: Bei einem Umsatzrückgang von 55 % gegenüber dem Vorkrisenniveau von 2019 liegt demnach der monatliche Cash-Abfluss neu bei rund 30 Millionen Franken (bisher 40 Mio. Franken).

Den "Break-even" erreichen bzw. kein Geld mehr verlieren würde Dufry allerdings weiterhin erst, wenn der Rückgang gegenüber 2019 bei lediglich 40 % läge. Im Juli 2021 resultierte beim Umsatz aber noch immer ein Minus von 50 % gegenüber dem Vergleichsmonat im Jahr 2019, wie es in einer Aussendung des Unternehmens hieß.

Hoffnung setzt der Reiseeinzelhändler weiterhin auf die laufenden Impfkampagnen. Bei einer Wiederbelebung der Reisetätigkeit sieht sich das Unternehmen gerüstet, den Umsatz schnell wieder in die Höhe zu schrauben.

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