dta Touristik

Denken & Handeln out of the box!

Zwei Jahre Pandemie, eine „halbe“ letzte Sommersaison und eine gute Aussicht auf eine baldige Rückkehr in ein normales Leben, beflügeln die Reiselust wie schon lange nicht mehr. Dementsprechend groß sind auch Optimismus und Angebot in der Branche, dass das heuer auch wirklich etwas wird mit einem „Sommer wie damals“. Und dabei könnten am Ende der Saison die Leisen am lautesten jubeln!

Wenn man denn zu den Lauten gehört, der, um den es hier geht, gehörte nie dazu. Weder, als er 1991 Taurus Touristik gründete, nicht, als die Tentour Gruppe Ende 1999 den erfolgreichen Türkeiveranstalter übernahm, Sena Uzgören ausschied, aus Taurus Touristik 2003 Nazar Austria wurde und Uzgören im Jahr 2000 gemeinsam mit Thomas Labacher die Delphin Touristik Reiseveranstaltungs GmbH aus der Taufe hob, die alsbald schwarze Zahlen schrieb. Auch, als er fünf Jahre später – 2005 – die Leitung der nun auf den Namen lautenden Nazar Austria Reiseveranstaltungs GmbH von First Choice übertragen bekam und damit quasi wieder zurück zu seinen Ursprüngen kehrte, blieb Sena – wie man den ruhigen Türken mit stets blütenweißem Hemd längst in der Branche nannte – leise. Er machte einfach seinen Job, der von Anfang von „denken out of the box“ geprägt war. Daran hat sich auch mit seinem Einstieg ins Konzernleben bei der First Choice plc – der börsennotierte Konzern beschäftigte damals mehr als 14.000 Mitarbeiter und war in rd. 16 Ländern touristisch aktiv – und in weiterer Folge durch die Fusionierung mit der großen TUI im Jahr 2008 und damit verbunden als COO bei TUI Österreich nichts geändert. Weder wurde Sena lauter, noch ist er ein Konzernmensch geworden. Weil: Denkt man out of the box, passt man nicht in starre Strukturen. Und so erfolgte auch der Abgang von TUI Österreich nach sechs Jahren unaufgeregt, Sena fand nach einer kurzen Auszeit zurück zu seinen selbständigen Wurzeln und übernahm 2015 Detur Austria zu hundert Prozent aus der türkisch-niederländischen Detur Group. Woraus – anfangs noch mit Hamster Artur als Maskottchen – die dta Touristik GmbH wurde und nach einigem Auf und Ab und mitunter auch hart am Wind segelnd, steht Sena Uzgören mit seinem kleinen Team jetzt auf solidem Fundament. In Zeiten, da es wahrlich nicht einfach ist, Oberwasser zu bekommen und auch zu behalten.

Österreichischer Vollsortimenter nimmt Konturen an

dta hat sich mit Verlässlichkeit im Produkt und in der Zusammenarbeit bei den Partnern im Vertrieb hohe Akzeptanz verschafft. Was auch eine stetig steigende Buchungskurve zeigt und den ex-TUI-Österreich Vorstand ohne Allüren zu einer vorsichtigen wie vorausausschauenden Expansion über den mediterranen „Badewannenrand“ hinaus aktiv werden lässt, wie Uzgören im Gespräch mit traveller-online erklärt: „Wir sind jetzt am besten Weg zu einem Vollsortimenter. Die Malediven, Dubai, sehr bald auch Mauritius, wir haben alles, was die anderen auch haben und spielen jetzt in der Oberliga mit.“ Ein richtiger Veranstalter also – ein österreichischer – denn was dem dta Portfolio bis dato fehlte, war das Wintergeschäft, eben jene Fern-Rennstrecken, die gerade jetzt in diesen verrückten Reisezeiten weggehen, wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Auch bei dta, aber auch das klassische mediterrane Produkt - Griechenland, die Türkei, Spanien, Italien, Ägypten, Portugal – ist jetzt überkomplett. „Überall, wo die AUA im Sommer hinfliegt, haben wir Hotels und ein entsprechendes Angebot, “ freut sich Sena und bleibt dabei leise.

Expansion in pandemischen Zeiten

Expansionspläne gab es eigentlich schon vor der Pandemie, sagt Uzgören, nur ist halt die Investition in die IT keine Kleinigkeit. Außerdem wurde dta anfangs vom IT-Riesen, mit dem man nun zusammenarbeitet, als „zu klein abgelehnt, weil es für die digitalen Profis unter einem gewissen Umsatz nicht lohnt, Schnittstellen einzurichten,“ erzählt Uzgören, der jedoch mit seiner Vita und langjährigen Erfahrung überzeugen konnte. „Das hat Zeit gebraucht, und während der Pandemie, als nichts ging, habe ich nur daran gearbeitet, dieses ‚Ding‘ fertigzumachen. Ich habe investiert, Bedbank-Verbindungen hergestellt, um ready zu sein, wenn das Geschäft wieder anläuft. Jetzt haben wir eine riesige Palette an Hotels aller Kategorien, die zusätzlich zur eigenen Hotelverträge auch über direkte Schnittstellen gezogen und paketiert werden können.“  Nicht zu Xdta, sondern zu einem „stinknormalen“ dta Pauschalprodukt mit konkurrenzfähigen Preisen, wie er lachend festhält.

Seitens des stationären Vertriebs, quer durch die bunte Reisebüroszene, ist man mit der neuen „alten“ Kompetenz überaus zufrieden, anders ließe sich die erfreuliche Buchungsentwicklung gar nicht interpretieren. dta ist also mit einer neuen, umfangreichen und einfach zu buchenden Produktpalette im Vertrieb angekommen und gilt am Counter als preferred Partner.

„Wir freuen uns auf alle, die bei uns buchen,“ betont Uzgören.  Wir, das ist ein kleines Team von gerade einmal sieben langjährigen Mitarbeitern, die jetzt aufgrund der erfreulichen Buchungslaune zwar mehr anpacken müssen, durch das neue IT-System und den damit verbundenen Automationsprozess aber entlastet und unterstützt werden. „Die Buchungen kommen automatisch, das System meldet automatisch – auch zu den Fluglinien – die Bestätigung erfolgt automatisch, das verringert die Arbeit sehr. Man braucht nicht einmal mehr eine richtige Buchungszentrale, nur einen Support, wenn die Reisebüros ein Problem haben oder ein Zimmer nicht buchbar ist. Ansonsten buchen auch die Reisebüros vom System weg,“ erklärt Uzgören die neue Arbeitsroutine. 

Wird darob künftig nicht der Vertriebsbetreuer joblos, wollen wir noch wissen: „Möglich, so wie wir ja auch keine Kataloge mehr benötigen. Ich habe keine mehr, sondern bin online und in den Systemen (Bistro usw.) mit umfangreichen Hotelbeschreibungen und vielen Bildern präsent. Dort schauen die Leute und spart kosten, niemand braucht heute mehr dicke Katalogware. Ich glaube, dass auch die Großen bald von gedruckten Reisekatalogen wegkommen.“

Eine generelle Veränderung im pauschalen Produkt, sieht Uzgören hingegen nicht. Auch wenn am Markt derzeit alles sehr harmonisch abläuft, wird, wenn alles wieder rund läuft, das alte Spiel um den besten Preis wohl wieder Fahrt aufnehmen. Aktuell befürchtet Uzgören jedoch Preissteigerungen – gerade für die Hochsaison - aufgrund der hohen Kerosinpreise: „Die Fluglinien werden sich das nicht mehr lange leisten können und werden höhere Kerosinaufschläge verlangen, die die Preise in diesem Sommer noch einmal in die Höhe treiben werden.“

dtatouristik.at

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter

Mit nur einem Klick zur Anmeldung für Newsletter und E-Paper. Immer up2date in der Touristik mit dem traveller.

Anzeige

Aktuelles E-Paper

Anzeige
Anzeige