Deutschland

Flughafen-Warnstreiks zu Ostern drohen

Genau zu Beginn der Osterreisewelle scheint es zu Warnstreiks der privaten Sicherheitskräfte zu kommen. Der Tarifkonflikt zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft Verdi spitzt sich zu.

Die Gewerkschaft Verdi hatte zuletzt am vergangenen Dienstag die Kontrolleure an neun deutschen Flughäfen zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Laut Flughafenverband ADV waren 7.56 Flüge ausgefallen und mehr als 100.000 Passagiere nicht wie geplant an ihr Ziel gekommen. Verdi nannte den 7. April als Termin für die sechste Verhandlungsrunde. Erneute Streikaktionen könnten bereits den anlaufenden Osterreiseverkehr treffen. 

Verdi fordert für die rund 25.000 Beschäftigten, den Stundenlohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten um mindestens einen Euro zu erhöhen. Zudem soll es deutschlandweite Angleichungen auf dem höchsten Regionalniveau aus Baden-Württemberg sowie vereinheitlichte Tarifgruppen geben. Dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) zufolge würde dies für einzelne Beschäftigte bis zu 40 Prozent mehr Gehalt bedeuten. Die Arbeitgeber haben Erhöhungen in vier Stufen bei einer längeren Laufzeit vorgeschlagen. Nach ihren Angaben würde es für einzelne Gruppen bis zu 25 Prozent mehr Geld geben.

Mit Ausnahme Bayerns werden an den Flughäfen die Kontrollen der Fracht, der Passagiere und des Personals von privaten Dienstleistern durchgeführt, die von der Bundespolizei mit dieser hoheitlichen Aufgabe beauftragt sind. Die ohne Urabstimmung durchgeführten und flächendeckenden Streiks hatten bei den betroffenen Flughäfen und Airlines für empörte Reaktionen gesorgt.

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