Deutschland

RKI streicht sämtliche Virusvariantengebiete

Wegen der schnellen Ausbreitung der Corona-Omikron-Mutante hatte das Robert-Koch-Institut im November und Dezember 2021 gleich neun Staaten als sogenannte Virusvariantengebiete eingestuft. Diese sind in Deutschland aufgrund der großflächigen Verteilung jetzt "nur" noch Hochrisikogebiete.

Wie fvw berichtet, hatte das Robert-Koch-Institut Ende November vergangenen Jahres zunächst acht afrikanische Staaten als Virusvariantengebiete eingestuft: Botsuana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika. In diesen Staaten – allesamt im südlichen Afrika – war die hochansteckende Omikron-Mutante erstmals festgestellt worden.

Mitte Dezember wurde die Liste um Großbritannien und Nordirland als einzigem nicht-afrikanischen Mutantengebiet ergänzt. Auf der Insel hatte sich Omikron rasch verbreitet. In anderen europäischen Ländern war zu diesem Zeitpunkt die Zahl der festgestellten Omikron-Übertragungen noch gering.

Dies ist inzwischen nicht mehr der Fall. In vielen europäischen Staaten hat die Mutante längst die Oberhand gewonnen und sorgt – etwa in Spanien, Dänemark oder Frankreich – für neue Rekorde bei den täglichen Corona-Neuansteckungen.

Die Streichung des Status als Virusvariantengebiete wirkt sich vor allem auf den deutschen Tourismus aus. Dadurch, dass die neun Staaten wieder als Hochrisikogebiete gelten, müssen sich nur noch umgeimpfte Reiserückkehrer in eine zehntägige Quarantäne in Deutschland begeben. Aus dieser können sie sich nach dem fünften Tag freitesten lassen. Geimpfte und Genesene sind gänzlich von der Quarantäne befreit.

Für Virusvariantengebiete hingegen galten deutlich strengere Einreisebestimmungen. So mussten sich sämtliche Rückkehrer in eine 14-tägige Quarantäne begeben – unabhängig vom Impfstatus. Auch war ein vorzeitiges Freitesten nicht möglich. Verlangt wurde zudem bei Einreise in Deutschland der Nachweis eines negativen PCR-Testes. Bei allen anderen Auslandsurlaubern reichte auch ein Antigen-Test.

In Österreich gelten Angola, Botsuana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe und Südafrika weiterhin als Virusvariantenstaaten. Mit 25. Dezember wurden zudem Dänemark, die Niederlande, Norwegen und das Vereinigte Königreich als solche eingestuft. 

Für Reiserückkehrer bedeutet das bei Einreise einen Impf- oder Genesungsnachweis sowie zusätzlich einen negativen PCR-Test (Gültigkeitsdauer: max. 72 Stunden) vorweisen zu müssen. Zudem gilt eine 10-tägige Quarantänepflicht, aus der frühestens am fünften Tag nach der Einreise eine Freitestung mittels negativem PCR-Test möglich ist. Für Personen, die eine Booster-Impfung (3. Stich bzw. 2. Stich bei Johnson & Johnson) erhalten haben und einen zusätzlich max. 48 Stunden alten PCR-Test vorweisen, entfällt die Quarantänepflicht. Bei Personen, die aus unvorhersehbaren, unaufschiebbaren, besonders berücksichtigungswürdigen familiären Gründen oder zu zwingenden Gerichts- oder Behördenterminen einreisen, entfällt ebenfalls die Pflicht zur Quarantäne.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter

Mit nur einem Klick zur Anmeldung für Newsletter und E-Paper. Immer up2date in der Touristik mit dem traveller.

Anzeige

Aktuelles E-Paper

Anzeige
Anzeige