Deutschland

Lage in Tourismusbranche und Gastgewerbe kritisch

Die Lage vieler Betriebe in der deutschen Tourismusbranche und dem Gastgewerbe ist nach Einschätzung des DIHK sehr kritisch. Schon vor den großen Einschränkungen im November, die erneut zu Schließungen zwingen, hätten die Firmen schwer zu kämpfen gehabt, hieß es in einem Papier des Deutschen Industrie- und Handelskammertages am Donnerstag. So habe zu Herbstbeginn nur jeder zehnte Beherbergungsbetrieb auf Vorkrisenniveau gearbeitet. 

94 % der Firmen der Reisewirtschaft gaben nun an, dass sich die Geschäftslage verschlechtert habe. In keiner anderen Branche sei die Situation schlechter beurteilt worden, teilte der DIHK in Berlin mit. Ein Drittel des Gastgewerbes rechne ebenfalls mit einem Umsatzrückgang um über die Hälfte. Ein weiteres Drittel der Restaurants und Beiseln taxiere die Einbußen auf 25 bis 50 %. "Die Finanzierung wird bei mittlerweile dünnen oder aufgebrauchten Kapitaldecken schnell schwierig", warnte der DIHK.

Nach dem deutschen Bund-Länder-Beschluss vom 28. Oktober dürfen Restaurants im November nur noch Speisen außer Haus verkaufen und Hotels nur noch Geschäftsreisende beherbergen. Die deutsche Bundesregierung hat betroffenen Unternehmen Hilfen von 75 % des Umsatzes aus dem Vorjahresmonat zugesagt, um die Krise abzufedern.

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