Deutschland

Erste Pilotanlage für klimaneutrales Kerosin

Deutschlands Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bringt den Aufbau einer Pilotanlage zur Produktion von CO2-neutralem Kerosin auf den Weg. Das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) sei mit der Planung einer ersten Anlage im industriellen Maßstab für synthetische Kraftstoffe beauftragt worden, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. 

Der Luftverkehr ist ähnlich wie der Schiffsverkehr oder die Stahlindustrie auf Wasserstoff oder synthetische Kraftstoffe angewiesen, um für den Klimaschutz Öl, Gas oder Kohle zu ersetzen. Die Bundesregierung hatte kürzlich beschlossen, dass bis 2030 zunächst zwei Prozent des verkauften Kerosins mittels erneuerbarer Energien erzeugt werden muss. Dies entspricht auf Basis von 2019 etwa 200.000 Tonnen. Derzeit ist solcher Kraftstoff noch viermal so teuer wie fossiles Kerosin. Die Produktion in großem Stil soll ihn deutlich verbilligen.

"Mit dem Umstieg auf strombasiertes Kerosin können wir im Luftverkehr Millionen Tonnen an CO2-Emissionen einsparen", sagte Scheuer. Dafür würden aber auch mehrere Millionen Tonnen klimaneutraler Treibstoff benötigt. Das DLR solle daher gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung eine Produktionsanlage konzipieren.

Strombasierte flüssige Kraftstoffe, auch Power to Liquid (PTL) genannt, werden chemisch aus Wasserstoff und Kohlendioxid hergestellt. Der Wasserstoff kann über Elektrolyse aus Wasser mittels Wind- oder Sonnenstrom gewonnen werden. 

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