Deutsche Reiseanalyse 2021

Gesteigertes Interesse an Urlaub in Österreich

In Österreichs größtem Auslandsmarkt Deutschland ist die Reisetätigkeit im Vorjahr dramatisch eingebrochen. Österreichs Tourismus kam vergleichsweise glimpflich davon. Aktuell besteht jedoch ein gesteigertes Interesse an Urlaub in Österreich. Die spannendsten Erkenntnisse aus der Deutschen Reiseanalyse 2021 kurz zusammengefasst.

Corona hat die Urlaubsgewohnheiten der Deutschen gründlich durcheinandergewirbelt. Das zeigt die Deutsche Reiseanalyse 2021 zu den Reisetätigkeiten der Deutschen im Vorjahr. Demnach hat 2020 der Inlandsurlaub an Popularität gewonnen, gleichzeitig ist die Anzahl der Auslandsreisen dramatisch eingebrochen. Das hat auch Österreich zu spüren bekommen. Unternahmen die Deutschen im Jahr 2019 noch 3,3 Mio. Reisen nach Österreich (mit einer Dauer von fünf Tagen oder länger), waren es 2020 nur noch 2,4 Mio. Das entspricht einem Rückgang von 27 %. Das ist ein dramatisches, im Vergleich zum touristischen Mitbewerb aber moderates Minus. Größte Verlierer waren typische Flugdestinationen wie Spanien (-57 %), Griechenland (-52 %) oder die Türkei (-48 %). Österreich rückte durch diese Entwicklung auf Platz drei der beliebtesten Auslandsreiseziele der Deutschen vor.

Österreich konnte im Zuge der Pandemie auch neue Gäste gewinnen. Bei einem Viertel der Österreichreisen im Zeitraum April bis Dezember 2020 war ursprünglich ein anderes Reiseziel geplant. Das sind 0,6 Mio. Reisen nach Österreich, die ohne Pandemie womöglich nicht stattgefunden hätten.

Hohe Zufriedenheit mit dem Österreich-Urlaub während der Pandemie

Beim Thema Zufriedenheit stellt die Studie den heimischen Gastgeberinnen und Gastgebern ein exzellentes Zeugnis aus. 77 % der deutschen Gäste waren mit ihrem Österreich-Urlaub während der Pandemie „sehr zufrieden“, die restlichen 23 % „zufrieden“. 

Nur neun Prozent der deutschen Österreich-Urlauberinnen und -Urlauber sagen, dass sie sich im Urlaub während der Pandemie schlechter gefühlt hätten als in normalen Jahren. Für den Rest war das Urlaubsgefühl entweder „besser“ (9 %), „nicht anders“ (42 %) oder „anders, aber nicht besser oder schlechter“ (40 %).

Deutsche ließen sich den Urlaub mehr kosten

Insgesamt betrachtet ist 2020 in Deutschland weniger Geld in Urlaube geflossen. Das gilt auch in Bezug auf Österreich-Reisen. Für Urlaub in Österreich haben die Deutschen im Vorjahr 2,5 Mrd. Euro ausgegeben. Das sind um 0,2 Mrd. Euro bzw. um sieben Prozent weniger als im Jahr 2019. 

Gleichzeitig sind die Ausgaben pro Österreich-Reise gestiegen. Während ihres Österreich-Urlaubs haben die Deutschen im Vorjahr durchschnittlich 1.042 Euro pro Person ausgegeben. Das ist ein Plus von 225 Euro bzw. 28 %. Dieser Anstieg ist nicht auf eine längere Reisedauer zurückzuführen – die Reisedauer ist nur unwesentlich von 9,2 auf 9,4 Tage gestiegen. Die Gäste haben sich den Österreich-Urlaub generell mehr kosten lassen.

Gestiegenes Interesse an Österreich-Urlaub

Laut Umfrage sind knapp über 35 % der Deutschen in den nächsten drei Jahren an einem Österreich-Urlaub interessiert. Das sind fast 25 Mio. Personen und um drei Mio. mehr als im Vorjahr. Über ein Viertel (5,6 Mio.) davon wollen „ziemlich sicher“ kommen, für die restlichen 19,2 Mio. Deutschen kommt Österreich „generell in Frage“. 

„Die Ergebnisse aus der Deutschen Reiseanalyse 2021 bestätigen, was uns auch die Befragung zu Sommerurlaub 2021 gezeigt hat“, sagt Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung. „Die hohe Zufriedenheit unserer Gäste und das große Interesse an zukünftigen Österreich-Urlauben zeigen, dass der heimische Tourismus einen sehr guten Job gemacht hat. Österreich hat schon im vergangenen Sommer bewiesen, dass wir auch in der Pandemie verantwortungsvolle Gastgeberinnen und Gastgeber sind und alles daransetzen, unseren Gästen einen sicheren und erholsamen Urlaub zu ermöglichen. Die Gäste werden auch diesen Sommer kommen, sofern die Rahmenbedingungen das zulassen.“

Holger Sicking, Leiter des Teams Tourismusforschung & Data Analytics der ÖW, fasst im Interview die wichtigsten Erkenntnisse aus der Deutschen Reiseanalyse 2021 zusammen:

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