DANOVA

Barrierefreies Reisen für Blinde und Sehbehinderte

Der Blinden- und Sehbehindertenverband (BSVÖ) arbeitet mit 17 Partnerorganisationen im Donauraum an dem EU-Projekt DANOVA, das die Barrierefreiheit beim Reisen für betroffene Menschen gewährleisten soll. Etwa 96 % des europäischen Transportsystems, insbesondere in der Donauregion, sind nicht vollständig barrierefrei gestaltet und schränken damit die selbständige Mobilität von 30 Millionen Betroffenen ein. 

Für viele blinde und sehbehinderte Menschen ist es oft eine schwierige Herausforderung und oft unmöglich, herkömmliche Transportmittel wie etwa Flugzeuge, Züge oder städtische Verkehrsmittel zu nutzen.

Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • Kein gleichberechtigter Zugang zu aktuellen visuellen oder schriftlichen Informationen
  • Keine adäquate Schulung des Personals, um entsprechende Hilfeleistungen zu geben
  • Keine angemessene barrierefreie Infrastruktur
  • Unterschiede zwischen nationalen Gesetzgebungen bezüglich Barrierefreiheit in den einzelnen Ländern

Ziel des länderübergreifenden Projekts DANOVA ist die Verbesserung der Barrierefreiheit öffentlicher Einrichtungen (Flughäfen, Häfen, Bus- und Zugstationen) und die Entwicklung neuer Kompetenzen und Dienstleistungen, gerade in der gesamten Donauregion. Oberstes Ziel ist dabei die Gewährleistung eines vollen Zugangs zu allen Transportleistungen und Informationsdiensten.

Das Programm wird vom Interreg Danube Transnational Programme, einem Unterprogramm des European Territorial Cooperation Programms der Europäischen Union, co-finanziert. Beteiligt sind die Länder: Österreich Kroatien, Slowenien, Slowakei, Ungarn, Bulgarien, Montenegro und Tschechien. Leadpartner dieses Zusammenschlusses von 14 Partnern ist der Flughafen Dubrovnik.

Dr. Markus Wolf, Präsident des BSVÖ, meint dazu: „Wir freuen uns, dass der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich am Projekt DANOVA mitarbeitet. In der Umsetzung wird auf eine hohe Ausgewogenheit bei der Einbeziehung von allen beteiligten Instanzen wie etwa Forschungsinstitutionen, lokalen EntscheidungsträgerInnen und Blinden- und Sehbehindertenorganisationen geachtet. Das länderübergreifende Konzept ebnet den Weg für barrierefreies Reisen für blinde und sehbehinderte Menschen und hilft damit bei der Erreichung ihrer selbständigen Mobilität.“

Das Projekt umfasst unter anderem folgende Aufgabenbereiche der Projektpartner:

  • Suche nach bereits vorhandenen Lösungen und best practice Beispielen für den Donauraum.
  • Entwicklung eines neuen Konzepts für ein vollständig barrierefreies Transportsystem für blinde und sehbehinderte Menschen sowie Testen von Dienstleistungen.
  • Schulung relevanter Zielgruppen in Hinblick auf unterstützende Hilfestellung für blinde und sehbehinderte Menschen.
  • Testung der entwickelten Lösungen vor Ort.
  • Kapitalisierungsstrategie für lokale Entscheidungsträger, um mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Raum zu erlangen. 
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