Costa

Task-Force widmet sich neuen Technologien

Eine neugegründete, eigene Forschungseinheit soll sich künftig der Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes in der gesamten Gruppe widmen. Standort ist Hamburg mit Anbindung an die dortige Carnival Maritime.

Die neue Abteilung bündelt das wissenschaftliche und technische Fachwissen der gesamten Gruppe mit seinen beiden Marken Costa Kreuzfahrten und AIDA Cruises. So sollen Untersuchungen und Tests zu neuen Technologien, bspw. Batterien, Brennstoffzellen, Solar- und Windenergie helfen, um deren Verfügbarkeit und letztendlich auch Nutzung zu beschleunigen. Parallel und ergänzend werden gemeinsam mit Partnern Abgasreinigungssysteme der nächsten Generation entwickelt, die niedrigere Emissionswerte ermöglichen. Ziele sind die Entwicklung und Anwendung alternativer Kraftstoffe in großem Maßstab. Dazu zählen Biokraftstoffe (verflüssigtes Biogas und Biodiesel), Methanol, Ammoniak und Wasserstoff, um den Schiffen eine flexible Nutzung kohlenstoffarmer Energie zu ermöglichen.

Aber auch für aktuelle Neubauten als auch für die bestehende Flotte sollen Lösungen entwickelt werden, die Lagerung und Nutzung von Kraftstoffen der neuen Generation zu ermöglichen. 

"Die Bekämpfung des Klimawandels erfordert große Anstrengungen und sehr viel Engagement. Wir glauben, dass die Einrichtung unserer neuen Task Force ein wichtiger Schritt ist, um die Entwicklung neuer Konzepte zu beschleunigen, die uns bis 2050 zu einem kohlenstoffneutralen Schiffsbetrieb führen können", sagte Michael Thamm, CEO der Costa Gruppe und Carnival Asia. "Um diese Herausforderung zu meistern, wollen wir Kooperationen und Partnerschaften mit anderen Akteuren in der Wertschöpfungskette aufbauen, um unsere Vorreiterrolle in der Kreuzfahrtindustrie fortzusetzen. Wir werden auch weiterhin eng mit den Regierungen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass Europa eine Vorreiterrolle auf dem Weg zu einer nachhaltigen Kreuzfahrt spielen kann."

Im Laufe der letzten Jahre konnte die Costa Gruppe bereits einige nachhaltige Innovationen in der Branche vorweisen. So wurde als erstes Unternehmen der LNG-Antrieb eingeführt. Bereits vier Schiffe in der Flotte sind mit dem Kraftstoff unterwegs. Darüber hinaus verfügt die Merhzahl der Schiffe über einen Landstromanschluss und kann damit eine emissionsfreie Liegezeit in den Häfen gewährleisten. 

Für den Sommer bereitet die Costa Gruppe den Einbau des bislang größten Lithium-Ionen-Batteriespeichersystems auf dem Kreuzfahrtschiff AIDAprima vor. Außerdem werden auf AIDAnova Brennstoffzellen installiert, die mit aus Methanol gewonnenem Wasserstoff betrieben werden, um ebenfalls m Sommer die ersten Tests durchzuführen. Mit dem italienischen Unternehmen Ecospray, an dem Costa beteiligt ist, arbeitet die Costa Gruppe an experimentellen Projekten zur Kohlenstoffabscheidung.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter

Mit nur einem Klick zur Anmeldung für Newsletter und E-Paper. Immer up2date in der Touristik mit dem traveller.

Anzeige

Aktuelles E-Paper

Anzeige
Anzeige