Costa Rica

Mit Reisen Bäume pflanzen

Das Tourism Board Costa Rica arbeitet ab sofort mit dem Natinalen Fond zur Finanzierung der Forstwirtschaft, FONAFIFO (Fondo Nacional de Financiamiento Forestal) zusammen und bietet damit Touristen die Möglichkeit, in einem eigenen CO2-Kompensationsprorgramm ihre CO2-Emissionen, die durch deren Flug- und Landreisen verursacht wurden, auszugleichen. Durch die Initiative werden unter anderem Baumpflanzungen sowie die natürliche Regeneration der Wälder Costa Ricas finanziert. 

Das Kompensationsprogramm basiert auf freiwilliger Basis. Auf der eigenen Website des Fonds unter https://www.fonafifo.go.cr/es/calculadora/ können Urlauber die Emissionen ihrer Reise berechnen und den Ausgleich an die Organisation bezahlen. Durch Angaben über den Verlauf ihrer Reise wird der Betrag errechnet und man kann entscheiden, ob man nur den Langstreckenflug oder auch Transferleistungen vor Ort kompensieren möchte. Beispielsweise werden Daten über den internationalen und nationalen Luftverkehr oder den Transport an Land benötigt, um die gesamten CO2-Emissionen zu messen. Dadurch können Reisende ihren ökologischen Fußabdruck genaustens nachvollziehen und den CO2- Ausgleich in den Fond FONAFIFO einzahlen. Für den Hin- und Rückflug von Wien nach San José würde die Kompensation bei 4.046 kg CO2-Äquivalente ungefähr 30,35 USD kosten.

Ziel ist es, Gelder für das Programm für Umweltschutzdienstleistungen zu generieren, sodass Baumpflanzungen, natürliche Regeneration der Wälder und Agroforstsysteme gefördert werden.

„Die Touristenankünfte kommen dem Ökotourismussektor Costa Ricas direkt zugute, da das Geld, das durch die Kompensationszahlungen eingenommen wird, den Schutz der Wälder und die Familien stärken, die auf die Initiative angewiesen sind. Ich halte es für entschieden wichtig, dass wir beginnen, Maßnahmen gegen die Luftemissionen unserer Touristen zu ergreifen und zusätzliche Maßnahmen für deren Kompensation anzustreben", sagt die costa-ricanische Ministerin für Umwelt und Energie, Andrea Meza.

Mit dem FONAFIFO-Programm konnte zwischen 1997 und 2019 bereits eine Waldfläche von 1.311.764 Hektar wiederhergestellt und von 2003 bis 2019 mehr als acht Millionen Bäume gepflanzt werden. Mehr als 300 Unternehmen und Institutionen haben bereits durch Emissionsgutschriften oder Spenden spezielle Projekte gefördert. Aktuell gehören z.B. die Farmen Flores del Bosque und El Jícaro in Sarapiquí dazu, die integrierte Landwirtschaft betreiben. Elicinio Flores verfügt dank des Fonds über ein Naturschutzgebiet von sechseinhalb Hektar für seine Farm Flores del Bosque in Horquetas de Sarapiqui. Pedro García Rueda konzentriert sich seit 2015 auf die Regeneration des Waldes, indem er verschiedene Baumarten anpflanzt und Bienen ein Zuhause gibt. Vor allem Mandelbäume, die vom Aussterben bedroht sind, werden auf seiner Farm El Jícaro in Roble de Sarapiquí geschützt. Touristen-Führungen auf den Farmen helfen, diese besser kennen zu lernen. 

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