Coronavirus

Wirtschaftskammer bereitet Kurzarbeit in Reisebüros vor

Die Wirtschaftskammer bereitet wegen des Ausbruchs des Coronavirus Kurzarbeit in Reisebüros vor. Der zuständige Fachverband sei dazu in Gesprächen mit der Gewerkschaft GPA-djp, sagte WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf in einer Pressekonferenz. Das Geschäft der Reisebüros mit österreichweit rund 10.000 Mitarbeitern sei "nahezu zum Erliegen gekommen", Buchungen "dramatisch eingebrochen".

Kurzarbeit als Instrument einer Krise brauche gegenseitiges Einvernehmen, auch mit dem AMS. Man kläre derzeit, ob es sich auch für kleinere Betriebe eignet, erklärte der WKÖ-Arbeitsrechtsexperte Rolf Gleißner. Wenn das geregelt sei, könne die Kurzarbeit in ein oder zwei Wochen umgesetzt werden, sagte Kopf. Ob Kurzarbeit wegen des Coronavirus auch in anderen Branche Thema sei? "Derzeit nicht", so Kopf. Durch den Ausbruch in Italien sei das wesentlich komplexer geworden, vor allem im Tourismus.

Die Gewerkschaft steht Kurzarbeit aufgeschlossen gegenüber. "Es gab auch in der Vergangenheit schon Fälle, wo sich das Mittel der Kurzarbeit in dieser Branche bewährt hat, um Personalabbau zu verhindern, etwa bei Naturkatastrophen. Wenn sich auf betrieblicher Ebene herausstellt, dass Handlungsbedarf ist, unterstützen wir solche Maßnahmen", teilte der Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Dürtscher, der APA auf Anfrage mit.

Für die österreichische Wirtschaft allgemein gibt sich die Wirtschaftskammer demonstrativ gelassen. Auch die klassische Grippe sei eine Epidemie, so Kopf. Konjunkturhilfen sind für die Interessensvertretung noch kein Thema, denkbar sind für Kopf aber Garantien wie in der Finanzkrise oder nach den Russland-Sanktionen.

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