Coronavirus

Kreuzfahrtbranche erwartet trotzdem Wachstum

Die Kreuzfahrtbranche wird durch das Coronavirus unter Stress gesetzt. Mittel- und langfristig erwarte die Branche jedoch keine Nachwirkungen, wenn die Krankheitswelle wieder abgeklungen sein wird.

"Die Reedereien handeln verantwortlich und versuchen, kein Risiko einzugehen." Die Reisen würden entsprechend umgeplant. Die Kreuzfahrtindustrie ist derzeit ebenso wie die Luftfahrt stark von dem Virus betroffen. Asien zählt zu den wichtigen Zielgebieten für Schiffe aus Amerika und Europa, und es gibt auch einen wachsenden lokalen Markt.

Nach dem Nachweis mehrerer hundert Infektionen auf der vor Yokohama in Quarantäne liegenden "Diamond Princess" zögern asiatische Länder, Kreuzfahrtschiffe überhaupt noch in ihre Häfen einlaufen zu lassen. Die Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "Westerdam" konnten erst nach einer Irrfahrt durch asiatische Gewässer in einem kambodschanischen Hafen von Bord gehen.

Die AIDA-Muttergesellschaft, der US-amerikanische Konzern Carnival, teilte seinen Aktionären mit, dass der Gewinn je Aktie wegen der Auswirkungen der Virusepidemie um 55 bis 65 Cent zurückgehen werde.

Mittel- und langfristig erwarte die Branche jedoch keine Nachwirkungen, wenn die Krankheitswelle wieder abgeklungen sein wird. "Wir hoffen, dass unsere Präventionsmaßnahmen die gewünschte Wirkung zeigen und wir bald wieder in einen Zustand der Normalität übergehen können", sagte Grammerstorf. Der seit Jahren anhaltende Kreuzfahrt-Boom werde weitergehen. Die Schiffe seien gut gebucht. Die Kreuzfahrtbranche rechne für das vergangene Jahr in Deutschland mit einem zweistelligen Wachstum.

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