Coronavirus

China-Airlines strichen bereits 25.000 Flüge

Zahlreiche Airlines haben wegen der Ausbreitung des Coronavirus Flüge von und nach China gestrichen, darunter - wie der gesamte Lufthansa-Konzern - auch die AUA (Austrian Airlines). Viele haben die Flugpause verlängert. Anfang der Woche gab die AUA bekannt, zumindest bis 28. Februar nicht nach China zu fliegen. Auch chinesische Airlines canceln viele Flüge.

China ist der zweitgrößte Luftfahrtmarkt der Welt. Millionen von Reisenden sind von den Streichungen betroffen bzw. haben ihre Pläne abgesagt. Die Flugreisedatenplattform OAG Aviation Worldwide hat laut Reuters-Informationen ausgerechnet, dass diese Woche bei den drei großen chinesischen Anbietern Air China, China Eastern und China Southern mehr als 25.000 Flüge von und nach China sowie innerhalb des Landes nicht stattfinden; dies entspricht einem Verlust von 4,4 Millionen angebotenen Sitzen in den Fliegern. Der größte Teil sind chinesische Inlandsflüge.

Während Air China - die beispielsweise weiterhin auch Wien-Schwechat anfliegt - ihre Kapazität (Stand: Montagabend) um 22 % und China Eastern um 31 % reduziert haben, hat China Southern nur fünf Prozent der Flugsessel aus dem Programm genommen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwoch). Cathay will sogar 90 % der China-Verbindungen kappen. Die oberste chinesische Luftfahrtbehörde Civil Aviation Authority of China (CAAC) hat angesichts der Lage die staatlichen Airlines verpflichtet, in jedem bisher angeflogenen Land Flüge zu mindestens einem Ziel beizubehalten.

Das kommunizieren auch die chinesischen Diplomaten so: Warum Air China etwa weiterhin zwischen Peking und Genf fliegt, begründet Chinas Botschafter in der Schweiz, Geng Wenbing, damit, dass man "einerseits einen Reisekanal offenhalten und andererseits die Gesundheit der Bevölkerung sicherstellen muss". Deshalb müssten alle Passagiere beim Ein- und Aussteigen Fieber messen.

In Wien landen derzeit in der Woche weiterhin rund 400 Passagiere aus Peking, Air China fliegt Schwechat weiter an. Am Dienstag hat die SPÖ-Chefin und ehemalige Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner kritisiert, dass die Passagiere aus diesen Flugzeugen keine Gesundheitschecks durchlaufen müssen. Sie forderte, "zumindest Temperaturscans" bei China-Reisenden zu machen.

Air China ist ein Kooperationspartnerpartner der AUA. Die österreichische Lufthansa-Tochter bietet ihren Passagieren, deren Flug gestrichen worden ist, entweder eine Erstattung an oder kostenfrei auf Flüge zu einem späteren Zeitpunkt umzubuchen, oder eben auch auf Flüge des Joint-Venture-Partners Air China umzubuchen. Die AUA flog bis Ende Jänner 2020 wöchentlich fünfmal nach Peking und viermal nach Shanghai.

Einige Länder haben schon strengere Reiserestriktionen erlassen: Singapur lässt niemanden mehr ins Land, der in den vergangenen zwei Wochen in China war. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verbieten seit heute, Mittwoch, Flüge von und nach China mit Ausnahme von Peking.

Weitere Informationen zum Coronavirus finden Interessierte auch auf der Homepage des ÖRV unter https://www.oerv.at/de/index.php?mact=News,cntnt01,detail,0&cntnt01articleid=162&cntnt01lang=de_DE&cntnt01returnid=15​​​​​​​

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