traveller als E-Paper

Der traveller erscheint nun im 14tägigen Rhtythmus auch im modernen E-Paper Format. Registrierten Newsletter-Empfängern wird das E-Paper automatisch per E-Mail zugesandt. Als exklusive Serviceleistung steht DAS TOURISTIK TELEFONBUCH als Blätter-pdf sowie zum Download zur Verfügung.

COOEE alpin Hotel Lungau

Insolvenz für Standort Zederhaus

Trotz der Erfolge des COOEE alpin Designhotels in St. Johann/Tirol und Gosau und des nächsten Hotelbaus der Unternehmensgruppe von Rainer Schönfelder in Bad Kleinkirchheim muss der Standort Zederhaus im Lungau in Folge der Corona-Krise Insolvenz anmelden. 

„Wir haben 2016 ein schwieriges Erbe übernommen, viel investiert und alles versucht, um auch dieses Hotel ins Prosperieren zu bringen. Das ist leider trotz aller Bemühungen nicht gelungen. Und die Corona-Situation bewirkt nun bedauerlicherweise, dass die Insolvenz für Zederhaus unausweichlich ist“, sagt Rainer Schönfelder.

Ein simples Konzept und gerade in Zeiten wie diesen zeitgemäß wie nie. So erfolgreich sich die familienfreundliche Philosophie der COOEE alpin Hotels, mit der Rainer Schönfelder und Partner vor fünf Jahren in St. Johann in Tirol und Gosau am Dachstein gestartet sind, am Markt etabliert hat, so schwierig gestaltete sich der Weg in Zederhaus.

„Wir wollten unser Konzept nicht nur an touristischen Hotspots umsetzen, sondern auch in Orten, die ein Geheimtipp sind. Immer mit der Idee, die Schönheit unseres Landes und preisbewusste Kunden zusammenzubringen“, beschreibt Schönfelder die Ursprungsmotivation, auch in Zederhaus ein Hotel zu eröffnen.

Alles versucht, viel investiert – Insolvenz ist dennoch unausweichlich

Eine erhebliche Überschreitung der Baukosten durch frühere Projektabwicklungspartner bescherte als Altlast schon bei der Eröffnung einen schwierigen Start und machte immer wieder zusätzliche Kapitalzuschüsse durch die Eigentümer erforderlich. Analog zu den anderen Standorten setzte man auch in Zederhaus auf enge Kooperation mit Gemeinde und Land, sowie auf dasselbe Management-Setup wie in den anderen Betrieben. Schönfelder und sein Partner Schmid investierten seit 2016 zusätzlich insgesamt mehr als 2 Millionen Euro, um den Betrieb und den Finanzierungskredit für das „Alpincenter Zederhaus“ in Höhe von 4,5 Millionen Euro zu bedienen.

Rainer Schönfelder: „Unsere Hoffnung, über den Skitouren-Tourismus einen Impuls für die Region setzen zu können, hat sich leider nicht erfüllt. Wir hatten zwar eine gute Auslastung, allerdings ist die Frequenz im Haus primär über Tagestouristen und Reisegruppen entstanden, was die Bewirtschaftung und Preisgestaltung wesentlich schwieriger macht und dafür ist unser Konzept einfach nicht ausgelegt.

In einer Phase, wo die Corona-Maßnahmen und ihre wirtschaftlichen Folgen ohnehin die komplette Tourismusbranche vor existenzielle Herausforderungen stellen würden, käme man mit einem ‚Sorgenkind‘ wie dem Hotel in Zederhaus schneller an die Grenzen. Irgendwann muss man sich eingestehen: Es geht so nicht mehr! Dieser Punkt ist jetzt erreicht: Die sich anhäufenden Verluste plus die Effekte der Corona-Pandemie lassen einfach keine positive Fortbestandsprognose zu – bei Verbindlichkeiten von 4,8 Millionen Euro ist es mit unserem Konzept nicht möglich, den Betrieb wirtschaftlich sinnvoll weiterzuführen. Das tut natürlich weh. Andererseits können wir uns nicht vorwerfen, nicht alles versucht zu haben. In einer prekären Situation wie jetzt wäre es unverantwortlich, wegen eines Standorts den Rest eines florierenden Unternehmens zu gefährden, das sich gut entwickelt und mit dem wir für die Zeit nach Corona und die Ära kostengünstigen Urlaubs daheim optimal positioniert sind.“

Keine Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen, mit Buchungsgästen im Austausch

Die wochenlange Schließung des Alpincenters Zederhaus bedingt durch den österreichweiten Corona-Lockdown für die Hotellerie habe eine Wiedereröffnung obsolet gemacht, so Schönfelder, was jetzt zur Folge habe, dass keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hotels unmittelbar von der Insolvenz betroffen seien: „Alle Dienstverhältnisse haben bereits mit der behördlichen Schließung aufgrund der Covid-19-Pandemie Mitte März 2020 geendet.“

Mit Gästen, die bereits für Sommer und Winter 2020/2021 Urlaub im Lungau gebucht hatten, stehe man im Austausch, um individuelle Lösungen zu finden: „Wir sind mit den Individualgästen und Gruppenveranstaltern im Gespräch. Teilweise buchen sie auf andere Häuser um, auch auf unser neues Hotel in Bad Kleinkirchheim, das sich derzeit noch im Bau befindet und für das die Online-Reservierung demnächst startet.“ Generell, so Schönfelder, verzeichne seine Gruppe seit Lockerung der Corona-Maßnahmen in allen Standorten einen starken Buchungsanstieg, weil das Angebot vom leistbaren Urlaub die richtige Antwort auf die Herausforderung unserer Zeit sei.

Für Zederhaus hofft Rainer Schönfelder nun, dass im Zuge des Insolvenzverfahrens eine sinnvolle Nachnutzung für das Gebäude gefunden werden wird. „Der Lungau ist eine wunderschöne Region mit viel Potenzial, die Verantwortlichen in Zederhaus sind sehr ambitioniert. Auch wenn es mit unserem Konzept leider nicht funktioniert hat: Ich bin mir sicher, dass es an diesem Standort anders gut weitergehen wird.“

Weitere Infos unter http://www.cooee-alpin.com

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter

Mit nur einem Klick zur Anmeldung für Newsletter und E-Paper. Immer up2date in der Touristik mit dem traveller.

Anzeige

Aktuelles E-Paper

Wir sitzen alle im selben Boot!

Touristik Telefonbuch 2019

Anzeige
Anzeige