Condor

Ferienflieger peilt mehr Umsatz an

Trotz Gegenwind durch Omikron setzt der deutsche Ferienflieger Condor auf mehr Umsatz. Für das Geschäftsjahr 2021/22 rechnet die Airline mit knapp einer Milliarde Euro Umsatz und einem Vorsteuerverlust von 126 Mio. Euro. Diese Einschätzung stammt vom September 2021, man halte aber weiter daran fest.

Condor-Chef Ralf Teckentrup hatte vor kurzem in einem Interview signalisiert, dass Omikron die Buchungen im Jänner runter drückte. "Deswegen haben wir auch für die zweite Hälfte Jänner und den kompletten Februar das Programm zusammengestrichen", hatte der seit 2004 amtierende Airline-Chef der "Süddeutschen Zeitung" gesagt. Man habe zwar den Flugplan für die ersten beiden Monate ausgedünnt, "wir merken aber seit zwei, drei Wochen eine signifikante Buchungszunahme für Ostern und den Sommer."

Condor war durch die Pleite ihres Mutterkonzerns Thomas Cook 2019 und damit schon vor der Coronakrise in Existenznot geraten. Sie musste eine Insolvenz für überlebensfähige Unternehmen ("Schutzschirmverfahren") durchlaufen, die sie Ende 2020 erfolgreich beendete. Nachdem die Übernahme durch das polnische Luftfahrtunternehmen PGL, bekannt durch die Marke Lot, gescheitert war, kam der Vermögensverwalter Attestor als neuer Mehrheitseigner an Bord. Zahlen für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Dezember 2020 bis 30. September 2021 stellte Condor für den Sommer in Aussicht. Für diesen Zeitraum nach dem Abschluss des Schutzschirmverfahrens hatte das Management 331 Mio. Euro Umsatz und einen Vorsteuerverlust von 115 Mio. Euro prognostiziert.

Condor hat zuletzt im Streit um die für den Ferienflieger so wichtigen Zubringerflüge durch die Lufthansa einen Etappensieg errungen. Denn das Deutsche Bundeskartellamt kam in einer vorläufigen Einschätzung zum Ergebnis, dass die Airline "kartellrechtlichen Anspruch gegen Lufthansa auf Zugang zu Zubringerflügen für ihre Langstreckenpassagiere" habe.

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