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Branchentalk

Im Gespräch Klaus Augustin – Alles im Griff! Einmal Schlani, immer Schlani!

Im Sommer ein idealer Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen, gemütliche Spaziergänge oder anspruchsvolle Mountainbiketouren, steht der Winter am Kärntner Nassfeld mit perfekt präparierten 110 Pistenkilometer aller Schwierigkeitsgrade ganz im Zeichen des weißen Sports. Genau hier, in der fantastischen Bergwelt der Karnischen Alpen, im Dreiländereck Italien-Slowenien-Österreich, befindet sich der ROBINSON Club Schlanitzen Alm, wo Clubchef Klaus Augustin mit seinem Team Sommer wie Winter den ROBINSON-Spirit erlebbar macht. Auch und gerade jetzt, in dieser etwas „anderen“ Saison, wie der „Nudelspezialist aus Leidenschaft“ im Interview erklärt. Dass wir bei unserem Gespräch einen Mund-Nasenschutz tragen, stört uns ebenso wenig, wie die Gäste des gut gebuchten Clubs. Das vollständige Interview lesen Sie in der traveller-Ausgabe Nr. 12 am 06.08.2020.

traveller: Wir sitzen hier im gemütlichen Barbereich. Bis auf die größeren Abstände im ganzen Haus, das Pfeil-Leitsystem im Restaurantbereich und die zahlreichen übers ganze Haus verteilten Desinfektionsspender könnte man sagen: Alles wie immer und doch ganz anders?

Klaus Augustin: Dein Eindruck täuscht nicht, die Saison läuft trotz aller „Widrigkeiten“ sehr gut. Die Situation ist ja für alle neu und ungewohnt, umso mehr waren wir anfangs auch erstaunt, aber natürlich sehr erfreut, wie diszipliniert die Gäste die notwendigen Auflagen – Mund-Nasenschutz, Abstand halten, Nutzung der Desinfektionsspender – akzeptieren. Ich glaube, man ist sich im Eigeninteresse der gegenseitigen Verantwortung sehr bewusst.

All die vielen behördlichen Vorgaben haben nicht nur im Vorfeld erheblichen Aufwand verursacht, vor allem im laufenden Betrieb erfordert die Umsetzung enorme Mehrarbeit. Nimmt der Gast dann alles ohne großes Murren an, ist man als Clubmanager doppelt glücklich.

Das unverzichtbare Helferlein für den etwas „anderen“ Betrieb ist eine App …

Genau, die ROBINSON App (im Google Play und App Store downloadbar) war ja schon früher ein hilfreicher Begleiter zur Gestaltung des Urlaubs, jetzt hilft die Nutzung dem Gast den  „anderen“ Tagesablauf besser zu gestalten. Denn er erfährt in der App alles, was er über den täglichen Clubbetrieb und das Freizeit-, Sport- und Entertainmentangebot wissen muss. Wenn Sie so wollen, ersetzt die App jetzt ein wenig das persönliche Miteinander, dient aber der Sicherheit und dem Schutz aller Clubgäste und Mitarbeiter.

Inwieweit hat der Lockdown die Umsatzentwicklung beeinflusst, wurden jetzt die Kapazitäten reduziert bzw. gibt es im Clubangebot Beschränkungen?

Umsatzmäßig geht es uns Gott sei Dank gut – wir haben durch Corona in der abgelaufenen Wintersaison (ging zur Zeit des Lockdowns bereits zu Ende) nur eine Woche und im Sommer drei Wochen verloren. Der Ausfall trifft uns also in eher geringerem Ausmaß. Kapazitätsseitig haben wir uns zu einer 85 % Belegung entschlossen.

Im Freizeit- und Sportangebot gibt es bis auf Kontaktsportarten –Fußball oder Volleyball finden aktuell nicht statt – keine Einschränkungen. Dafür wurden das Wanderprogramm, Biketouren und Spaziergänge für unsere gemütlicheren Gäste stark erweitert. Auch das WellFit Angebot wurde von einem auf zwei Trainer aufgestockt, um mehr Kurse – etwa Yoga im Freien, Indoor Cycling oder Muskelentspannungsprogramme – alles natürlich mit entsprechend großem Abstand und reglementiert auf die Personenanzahl, die uns von den Behörden vorgegeben wird.

Es gibt unverändert Buffets?

Große Buffets spielen bei ROBINSON immer schon eine essentielle Rolle – daher haben wir auch das Buffetprinzip beibehalten und den Essenszeitraum von 19:00 bis 21:00 Uhr gesplittet. Gäste mit kleineren Kindern werden um 19:00 Uhr und alle anderen um 20:00 Uhr zu Tisch gebeten. Diese Infos erhalten die Gäste bereits bei der Anreise bzw. in der ROBINSON App.

Das „Einbahnsystem“ – mittels Pfeilmarkierungen wird das Buffet zur Einbahnstraße, um Kreuzwege zu vermeiden – und die zeitliche Unterteilung funktionieren dank unserer Gäste sehr gut. Zu einem wirklichen Gedränge vor den jeweiligen Buffet-Stationen kommt es eigentlich nie und sollte es dort und da wirklich mal ein wenig enger werden, „greifen“ wir charmant ein. Alles sehr einfach und easy.

Will man die Sommersaison (läuft bis Mitte September) heuer eventuell verlängern?

Ab Mitte September ist das Wetter bei uns auf der „Schlani“ eher instabil, eine Saisonverlängerung macht daher wenig Sinn. Wir nutzen diesen Zeitraum daher immer für Renovierungsarbeiten. Heuer werden wir aller Voraussicht nach die noch ausstehenden 50 Zimmer erneuern (von 169 sind bereits 119 völlig neu und sehr chic renoviert worden). Auch der Rezeptions-, Lobby- und Einfahrtsbereich soll ein neues Gesicht erhalten.

Die Hauptsaison auf der „Schlani“ ist also der Winter?

So schön und empfehlenswert der Sommer in unserer herrlichen Bergwelt für Naturliebhaber, Wanderer und Biker auch ist, auf der Schlani muss man Skifahren und Snowboarden. Wir sind ab Mitte Dezember bis Mitte/Ende März geöffnet, ab Jänner gibt’s die Schneegarantie, heißt: Sind weniger als 70 % der Lifte geöffnet, kann kostenfrei storniert bzw. umgebucht wurden. Aber das Nassfeld und damit die Schlani Alm sind ein Schneeloch – hier ist’s im Winter eigentlich immer weiß.

Zur Person

Klaus Augustin, seit 1985 bei ROBINSON, begann als Skilehrer, sein Weg führte bis in führende Unternehmensbereiche. Seit 20 Jahren ist der mit viel gesundem Humor ausgestattete „Pasta kochende“ schon Clubdirektor und kam nach acht Jahren im Ausland – Mallorca, Mexiko, Djerba, Türkei, Griechenland sowie drei Jahre in der Zentrale in Hannover – wieder zurück in seine Heimat Kärnten, wo er auf der „Schlani“ das Clubgeschehen mit einem topmotivierten Team schupft.

Er sieht sich vorrangig als Gastgeber, aber auch als Vorbild und Motivator, der seine Arbeit gerne macht und mit Freude im Club präsent ist. Die nun nötige Distanz macht zwar jetzt eine andere Gästekommunikation notwendig, echte Herzlichkeit braucht aber nicht zwingend einen Händedruck, so Augustin, dem die Gäste mehrmals täglich ein fröhliches „Hallo Klaus“ hinterherrufen.

„Ich bin angekommen, Kärnten und die Nähe zu Italien ist einfach ein Wahnsinn. Ich bin daheim und strebe nicht mehr nach fernen Zielen,“ sagt ein sehr entspannter Clubchef, der das Glück hatte, seine Arbeit zum Hobby zu machen. „ROBINSON ist für mich nicht nur mein berufliches zu Hause, ROBINSON ist für mich Familie, auf die ich mich täglich aufs Neue freue“. Und das spüren Gäste und Mitarbeiter gleichermaßen.

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