Baden-Württemberg

Zeitreise von gestern bis morgen

Das südwestlichste Bundesland Deutschlands ist eine prall gefüllte Schatztruhe, die den Besucher von der Jungsteinzeit bis in die Gegenwart und Zukunft auf eine fantastische Zeitreise mitnimmt.

Survival-Training & „HALLOWinter“

Das Bundesland zwischen dem weiten Ufer entlang des Bodensees und Heidelberg mit seiner malerischen Altstadt zeichnet sich vor allem durch seine Vielfalt der touristischen Angebote aus, wie Anna Wagner, Marketing Manager der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg, berichtet. Das Survival Camp im Schwarzwald sticht hier unter den zahlreichen Highlights des kommenden Winters besonders hervor. Unter der Anleitung eines professionellen Guides erlernt der Teilnehmer ohne technische Hilfsmittel Feuer zu entfachen, essbare Pflanzen zu finden und daraus eine Mahlzeit zubereiten und schließlich eine Liegestatt einzurichten, um unter freiem Himmel übernachten zu können. Wer bequemere Erlebnisse sucht, wird im Europa-Park Rust fündig. Der Freizeitpark wird zum ersten Mal in seiner Geschichte auch zwischen der Halloween- und Wintersaison am 09. Jänner 2022 geöffnet bleiben. „HALLOWinter“ bietet den perfekten Mix aus schaurig-schöner Gruselzeit und traumhaft-schönen Winterwochen. Vom 08. bis 26. November 2021 tragen Hexen rote Zipfelmützen, neben liebevoll dekorierten Kürbisfiguren locken gebrannte Mandeln und Glühwein.

Von Eiszeithöhlen bis nobler Bäderkultur

Dank seines vielfältigen historischen und kulturellen Erbes ist Baden-Württemberg reich an Kulturdenkmälern. Sieben der mehr als 50 UNESCO-Welterbestätten in Deutschland finden sich zwischen Bodensee und dem nördlichen Baden-Württemberg. Sie spannen einen historisch weiten Bogen von den Höhlen der Eiszeitkunst und steinzeitlichen Pfahlbauten über den römischen Grenzwall Limes, die Klosteranlagen auf der Insel Reichenau und in Maulbronn bis zur Bäderkultur in Baden-Baden.

Zeitreise im Süden – 40.000 Jahre Baden-Württemberg

Unter diesem Motto wird 2022 auf die Höhepunkte der Geschichte Baden-Württembergs Bezug genommen. Während der Jungsteinzeit wurden Jäger und Sammler sesshaft und gründeten die ersten Siedlungen. Seit 2011 werden die steinzeitlichen Pfahlbausiedlungen in sechs Alpenländern als grenzüberschreitendes Weltkulturerbe geführt. Mit den archäologischen Fundplätzen am Bodensee und in Oberschwaben liegen einige der am besten dokumentierten Siedlungen dieser Zeit in Baden-Württemberg. Im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen am Bodensee mit rekonstruierten Pfahlbauten lässt sich das Leben in der Steinzeit auf anschauliche Weise nachvollziehen.

Grenzen des Römischen Reiches

Gemeinsam mit dem Hadrianswall in Großbritannien gehört der obergermanisch-rätische Limes seit 2005 zur grenzüberschreitenden Welterbestätte „Grenzen des Römischen Reiches“. Im nördlichen Baden-Württemberg verläuft ein 164 Kilometer langer Abschnitt dieses größten archäologischen Bodendenkmals in Europa. Sein Verlauf durch waldreiche Landschaften lädt dazu ein, den Besuch des Limes mit einer Wanderung oder einer Tour auf dem Limes-Radweg zu verbinden. Neben zahlreichen Rekonstruktionen von Wachtürmen und Museen entlang des Grenzwalls befindet sich das zentrale Limes-Informationszentrum in Aalen.

Klosterinsel Reichenau

Nach dem Ende der Römerzeit verbreitete sich in Europa mit dem Christentum die Kultur der abendländischen Klöster. Auf der Insel Reichenau im Bodensee ist eines der bedeutendsten Zeugnisse des frühmittelalterlichen Mönchtums erhalten. Gleich drei Kirchen aus dem 9. bis 11. Jahrhundert ermöglichen eine Vorstellung vom Klosterleben der Benediktiner und der religiösen Kunst in der Zeit der Karolinger und Ottonen: Neben der Abteikirche St. Maria und Markus und der Kirche St. Peter und Paul beeindrucken bis heute vor allem die gut erhaltenen Wandmalereien der Georgskirche, die aus der Zeit um das Jahr 1000 stammen. Einen Überblick über die Kunst- und Kulturgeschichte der Klosterinsel bietet das auf drei Standorte verteilte Museum Reichenau. Die UNESCO nahm die Klosterinsel im Jahr 2000 in ihre Welterbeliste auf.

Berühmte Klosterschüler und historische Filmkulisse

Von den frühesten Zeugnissen mönchischen Lebens zu einem typischen Kloster des hohen Mittelalters ist es in Baden-Württemberg nicht weit. In der Nähe von Karlsruhe steht mit dem ehemaligen Zisterzienserkloster Maulbronn die wohl intakteste mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen. An kaum einem anderen Ort lässt sich das Alltagsleben der Mönche besser nachvollziehen als in dieser gotischen Anlage, die bereits seit 1993 auf der Welterbeliste steht und schon häufig als Kulisse historischer Filme diente. Nach der Auflösung des Klosters im Zuge der Reformation wurde in Maulbronn eine Klosterschule eingerichtet, aus der so berühmte Schüler wie Johannes Kepler und Hermann Hesse hervorgingen und die bis heute besteht.

Meisterhafte wie schokoladige Errungenschaften

Auch Kreativität und Erfindergeist der letzten Jahrzehnte haben Spuren hinterlassen. Fahrrad und Automobil wurden hier erfunden, das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart stellt eindrucksvoll die Entwicklung von den ersten Versuchen der Erfinder Daimler und Benz bis zu den hochtechnisierten Fahrzeugen von heute dar. Aus der Nähe von Stuttgart stammt die quadratische Schokolade-Tafel Ritter-Sport. Rd. eine Million Tafeln werden dort täglich produziert und in 100 Länder exportiert.

Baden-Baden – Ort der Heilung und Kultur

Als die europäische Bäderkultur zwischen 1700 und den 1930er-Jahren ihre Blütezeit erlebte, entwickelte sich Baden-Baden zur bedeutenden Kurstadt. Bereits die Römer nutzten die zwölf Thermalquellen der Stadt an der Oos. Seit dem 18. Jhdt. setzte eine bauliche Entwicklung ein, die Baden-Baden bis heute als Ort der Heilung und Kultur definiert. Das damals von der Altstadt getrennte neue Kurviertel beherbergt u.a. das Friedrichsbad, das bei seiner Eröffnung 1877 als modernstes Bad Europas galt. Das Kurhaus mit dem Casino brachte der „Sommerhauptstadt Europas“ einst den Ruf als weltweit bedeutendstes Spielebad ein. Baden-Baden prägte eine Atmosphäre, in der Künstler Inspiration fanden. Noch heute gehören Musik und Theater fest zum Kulturleben der Stadt, während die Tradition der Badekuren in den historischen und modernen Thermaleinrichtungen fortlebt. 2021 ernannte die UNESCO Baden-Baden und zehn weitere Orte aus sieben Ländern als „Bedeutende Kurstädte Europas“ zum Welterbe.

“Baden-Baden is so nice, you have to name it twice", soll auch kein geringerer als Bill Clinton, bei einem seiner Besuch in Baden-Baden gesagt haben. Und wer einmal dort war, wird dem ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten völlig Recht geben.

tourismus-bw.de
baden-baden.com

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