Austro Control

Mit gutem Gewissen in den Urlaub

Mit den jüngsten Öffnungsschritten, der Etablierung des Grünen Passes und einer wiedergewonnen Reisefreiheit ist die Erwartungshaltung für den Sommer von vorsichtigem Optimismus geprägt. Für eine Erholung der Luftfahrtbranche wird nun mehr Fokus auf konkrete Klimaschutzmaßnahmen gelegt. 

"Dieses Wachstum in der Luftfahrt wollen wir verantwortungsvoll im Hinblick auf den Klimaschutz schaffen.", so Staatssekretär Magnus Brunner und Austro Control Geschäftsführerin Valerie Hackl. Zehn konkrete Klimaschutzmaßnahmen sollen dabei zum Einsatz kommen. Angedacht sind Innovationen bei der Entwicklung alternativer Treibstoffe, nachhaltige Innovationen und im Bereich des Luftraums in Kooperation mit Austro Control zahlreiche Verbesserungen, die bisher über 100.000 Tonnen an CO2-Einsparungen gebracht haben.

Fliegen aus der Krise

Wie hart die Luftfahrtbranche von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen war und ist, zeigen die Zahlen sehr deutlich. 2020 ist der Flugverkehr im österreichischen Luftraum um 57 % eingebrochen, bei den Landungen in Wien hat Austro Control einen Rückgang von über 60 % verzeichnet. Und auch 2021 hat für die Luftfahrt mit Reisebeschränkungen und Lockdowns begonnen, nur rund 30 % des üblichen Verkehrsaufkommens waren die Folge.

Mit den aktuellen Öffnungsschritten und den damit verbundenen Reiseerleichterungen gibt es jetzt wieder eine Perspektive für den Flugverkehr. Im Mai war bereits eine leichte Zunahme bei den Flugbewegungen erkennbar. Für 2021 erwarten wir zumindest 50% des Verkehrsaufkommens von 2019 und ab 2022 wieder ein kontinuierlich positives Wachstum. Eine Rückkehr zum Vorkrisen-Niveau wird für 2024 erwartet.

"Nachhaltigkeit und Fliegen schließen sich nicht aus" 

"Seit 2012 werden kontinuierliche Verbesserungen im Luftraum vorgenommen und mit der Begradigung von Strecken und kürzeren Flugrouten Emissionen nachhaltig reduziert. Diesen Weg setzen wir konsequent fort", sagt Valerie Hackl.

Im oberen Luftraum geht es konkret um die Umsetzung von "Free Route", d.h. Flugzeuge können Lufträume auf direktem Weg auf der kürzesten Strecke durchfliegen. Austro Control hat bereits 2012 als eine der ersten europäischen Flugsicherungen begonnen, einen „Free Route“ Luftraum erfolgreich zunächst für Österreich umzusetzen und damit einen der wesentlichen Pfeiler von "Single European Sky" frühzeitig implementiert.

Die Erweiterung von "Free Route" über die Grenzen hinaus wird konsequent weiterverfolgt – zunächst konnte ein gemeinsamer Luftraum mit Slowenien 2016 (SAXFRA - Slovenian/Austrian Cross Border Free Route Airspace) und 2018 die Erweiterung entlang der stark-beflogenen Süd-Ost Achse mit Kroatien, Serbien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina (SECSI FRA - South East Common Sky Initiative Free Route Airspace) durchgesetzt werden. Bis Ende 2021 kommen noch die Lufträume von Albanien und Nord-Mazedonien dazu. In Richtung Deutschland sollen die Routen im Laufe des kommenden Jahres begradigt werden und ab 2026 ist eine Verbindung von SECSI FRA mit dem "Free Route" Luftraum von Ungarn, der Slowakei, Bulgarien und Rumänien geplant. Berechnungen von Eurocontrol gehen davon aus, dass dadurch pro Tag die Flugrouten um 900.000 km verkürzt werden, 3.000 Tonnen an Treibstoff eingespart werden und die CO2-Emissionen um 10.000 Tonnen reduziert werden.

Auch im Nahbereich von Flughäfen werden die An- und Abflugverfahren kontinuierlich optimiert. Für Wien hat Austro Control einen Arrival Manager implementiert, ein Computer-Programm, das die optimale Anflugsequenz errechnet und damit unnötige Warteschleifen vermeidet. Im Anflug ermöglicht Austro Control den Airlines – wenn immer möglich und abhängig von der Verkehrslage – einen kontinuierlichen Sinkflug bis zur Landung als Continuous Descent. Das Flugzeug sinkt mit minimaler Triebwerksleistung kontinuierlich und vermeidet Horizontalflugphasen. Dadurch wird Treibstoff eingespart, der Ausstoß von CO2 verringert sich damit um 570 kg CO2 pro Flug. Vergleichbare Verfahren bietet Austro Control mit dem kontinuierlichen Steigflug auch für die Startphase an.

Der Anflug selbst erfolgt über satellitengestützte Anflugverfahren. Zunehmend bessere Technologien der Luftfahrzeuge ermöglichen es Austro Control, komplexere An- sowie Abflugrouten anbieten zu können. Im An- und Abflugbereich konnten somit rund 45.000 Tonnen COeingespart werden.

Am Boden soll klimaschonender gearbeitet werden, etwa durch den Einsatz von Photovoltaik für die Radarsysteme.

www.austrocontrol.at

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